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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7097
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Meine Hündin habe ich im Juni aus dem Tierheim geholt, sie

Beantwortete Frage:

Meine Hündin habe ich im Juni aus dem Tierheim geholt, sie wurde als Welpe sehr schlecht behandelt und k***** *****m Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen. Wir in unserer Familie haben es geschafft und sie fühlt sich wohl, aber wie schaffe ich es, dass sie nicht alle anderen beißen will? Wäre für Hilfe sehr dankbar.
Vielen Dank Karola
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 3 Jahren.

Lieber Nutzer,
auf Grund der schlechten Erfahrungen Ihrer Hündin wird das Desensibilisierungstraining bei konsequentem Üben innerhalb einiger Wochen Erfolg haben, denn das folgende Verhaltenstraining hilft dauerhaft, ihr Verhalten in den Griff zubekommen:
Training:
-anfangs auf möglichst grosse Entfernung BEVOR Ihr Hund auf der Straße bellt 
steiff wird, fixiert o.ä.
- sie über Spielzeug oder Lecker auf sich 
konzentrieren. Am besten schon beim Verlassen der Wohnung (das gibttihr Sicherheit draußen), ein Quitschie und Superlecker oder Tubenleberwurst für Hunde klappt eigentlich immer. So ist sie abgelenkt und entspannt.
Anfangs muss die Entfernung beim Training zu anderen Hunde/Menschen vermutlich auf der Straße mind.5-10m betragen, so
dass sie sich nicht aufregt und auf SIE und das Spielzeug und Lecker konzentriert bleibt

 (Dazu müssen Sie anfangs evtl zurückgehen, in einen Eingang, Sichtschutz suchen etc.)

 Sie bekommt dann die Lecker /das Futter/ein Spielzeug für ruhiges Verhalten bis die Hunde/Menschen vorbei sind.
Bitte nie trösten oder beruhigen, das versteht ein Hund als Lob.
Im Laufe von Wochen können Sie dann langsam die Entfernung verringern-solange
 sie ruhig auf SIE konzentriert bleibt.


So entsteht im Kopf des Hundes langsam eine andere,positive Verknüpfung:


Was sie bisher ängstlich-aggressiv gemacht hat, verschafft ihr jetzt beim Anblick von 
Artgenossen und fremden Menschen ein entspanntes angenehmes Gefühl.
Oft hilft es, zusätzlich zu den Lecker das Trockenfutter für diese Übungen ausschließlich aus der Hand zu füttern, Appetit hilft beim Umlernen.
Ich würde in der nächsten Zeit unbedingt ein Halsband verwenden, damit haben Sie mehr Einfluß. Hat die Umerziehung geklappt, können Sie auch ein Geschirr verwenden.

Zeigt sie sich doch wieder aggressiv, stellen Sie sich direkt vor sie, sagen scharf NEIN , warten ab bis sie sich entspannt, dann LOb, Lecker und weiter.
In einigen Fällen ist es sinnvoll, für einige Wochen ein Halti (eine Art Kopfhalfter für Hunde)zu benutzen, dann haben Sie es leichter.
Viel Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange TÄ Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort, werde alles versuchen. Wir hatten allerdings das Halsband mit einem Geschirr getauscht, da sie draußen besser zu händeln ist. Meine Lilly zieht noch ziemlich stark und will nicht langsam gehen. Wir über zwar jeden Tag, aber einen richtigen Erfolg haben wir noch nicht, deshalb fand ich das Geschirr besser. Was könnte ich noch tun?

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

Üben sie das Fußgehen zuerst an ruhigen Orten ohne Ablenkung.

Sie geben das Komando und zeigen ihr vorher ein Leckerli. Geht sie dann neben Ihnen (weil sie das Lecker haben will) VIEL mit der Stimme Loben und füttern. Anfangs viel, je besser sie wird um so weniger Lecker.

Zieht sie,SOFORT stehen bleiben, einige Schritte zurück gehen und NEIN sagen. Bleiben Sie so lange stehen, bis sie sich zu ihnen umdreht/zu Ihnen kommt.Klappt das nicht sofort, stellen Sie sich vor sie, bis sie locker an der Leine steht. Erst dann wieder Lecker zeigen

dann ansprechen und weitergehen.

Mit dem Lecker dürfen Sie sie nicht locken, wenn sie schon zieht, dann belohnen Sie das Ziehen. (Hunde verknüpfen immer, was innerhalb 1-3 Sekunden gleichzeitig passiert).

Prescht sie trotzdem wieder vor, blockieren Sie sie auch hier zusätzlich wieder mit dem Knie,sagen NEIN , warten ab bis sie ruhig ist und machen weiter. Sie muss merken, das es nicht weiter geht, wenn sie rumstresst.

Ein Hund tut immer nur, was sich für ihn lohnt.

Es geht nicht vorwärts wenn sie zieht, aber Lob und Lecker für "Nicht Ziehen " neben Ihnen, so wird sie ihr Verhalten schnell ändern, wenn Sie konsequent und geduldig bleiben.

Ich denke wirklich, es wäre sinnvoll, für die nächste Zeit ein Halti zu benutzen- meist klappt das mit Halsband besser als mit Geschirr!

Viel Erfolg!

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Dr.M.Wörner-Lange

Tierärztin Verhaltenstherapie

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