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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6961
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

unser 4 Monate alter Welpe greift uns an wenn sie nicht das

Beantwortete Frage:

unser 4 Monate alter Welpe greift uns an wenn sie nicht das bekommt was sie will
sie hat in den drei wochen in denen sie bei uns ist schon viel gelernt und wir haben sonst alles im griff, heute war auch ein guter tag, wir waren draußen und dann lag sie beim kaffee bei freunden brav unterm tisch
jetzt sind wir heim gekommen, sie hat ball gespielt, ihr Ball war unters Sofa gerollt, wir wollten sie am runterkriechen hindern, da sie sonst feststeckt, dann fängt sie an uns zu beißen und wenn wir das mit nein unterbinden wollen und ihr auch nen klaps auf die schnauze geben, kommt sie erst recht auf uns zu und greift an und beißt bis sie ganz von sinnen ist
selbst auf den rücken werfen und am hals halten hilft nicht, da dreht sie noch mehr durch und die letzte rettung für sie ist dann im gestreckten galopp durch die wohung zu rennen
einen ähnlichen vorfall gab es schon einmal draußen als wir sie am graben hindern wollten
wir wissen nicht mehr weiter. bitte helfen sie uns sonst müssen wir sie weggeben
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Jahren.
Lieber Nutzer,
die Aggression Ihres Welpen ist sicherlich auf Grund von Unsicherheit und Missverständnissen entstanden- denn kein Welpe ist grundlos zur Abwehr bereit.
Strafen zerstören schnell das Vertrauenverhältnis- zusätzlich bedeutet Nackengriff und auf den Rücken drehen für einen Welpen Tötungsabsicht. Auch ein Klaps kann ein Hund nur richtig interpretieren, wenn diese Strafe innerhalb 1ner Sekunde passiert.
Ich würde zu folgendem Training raten:
lassen Sie sie eine Hausleine tragen-etwa 1m Seil am Geschirr- so können Sie sie jederzeit lenken, wenn sie etwas unerlaubtes tut. Sagen Sie laut NEIN- holen Sie sie über die Hausleine zu sich (so können Sie nicht verletzt werden)- und sperren sie immer kurzfristig aus, falls sie weiter Theater macht. Ausschluss aus dem Rudel ist immer die schlimmste Strafe. Ist sie ruhig, kann sie wieder dazu.
Für gutes Verhalten immer sofort mit Lecker/Futter belohnen- so lernt sie schnell, was sie möchten über eine positive Umkonditionierung und muss nicht mehr aggressiv reagieren.
Zusätlich hilf eine feste Rangordnung dem Hund klar zu machen, dass SIE der BOss sind- ganz ohne Strafen:

"Nabel der Welt Training" (Das sind SIE):


-es gibt nichts mehr für umsonst (Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen,
Rausgehen) 

zuerst tut der Hund etwas für SIE: z.B. Sitz.


- SIE gehen immer zuerst, auch als erster durch Türen


- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum.



-Sie beginnen und beenden jedes Spiel (wenn es am schönsten ist) und packen das
Spielzeug weg.

-



-jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert(Kopf auflegen, Pföteln)
-zum Beispiel durch abwenden
-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe 
gibt. Der Hund darf nichts einfordern.
-

Futter am Besten nur noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten und zwischendurch 
wegstellen-evtl die Tagesfutterration aus der Hand füttern als Belohnung für gute Übungen.

-KEINE erhöhten Liegeplätze (Bett, Sofa)-zumindest aber darf sie nur NACH Aufforderung dorthin.


-viel Grunderziehungsübungen im Haus und draußen.
Ein fester Hundeplatz ist wichtig, auf dem sie bleibt , wenn Sie es wollen-am besten 
über Leckerlis antrainieren.

Mit diesen Regeln und dem neuen Training sollte Ihr Welpe schnell keine Aggressionen mehr zeigen.
Viel Erfolg!
Dr.M. Wörner-Lange Tierärztin Verhaltenstherapie www.problem-tier.de
Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Jahren.

Lieber Nutzer,

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo Frau Dr. Wörner-Lange,

ich hatte gerade noch eine Rückfrage. Haben Sie die Mail dazu erhalten? Wir können das nicht sehen.

Viele Grüße,

Claudia Richling

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo,
nein- leider habe ich keine Frage erhalten. Bitte stellen Sie diese hier nochmal ein- bitte OHNE "HABE RÜCKFRAGEN" anzuclicken.
Viele Grüße
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Gerne antworte ich nochmal.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo Frau Dr. Wörner-Lange,

vielen Dank ***** ***** für Ihre Antworten.

Unser Problem ist nicht die allgemeine Erziehung, denn das funktioniert eigentlich ganz gut. In den vergangenen 3 Wochen hat sie sehr viel gelernt. Wir arbeiten mit viel Lob und Leckerlis und wenig Tadel. Die heutige Extremsituation macht uns Sorgen. Wir konnten es weder vorhersehen noch kontrollieren. Es war als wäre sie im Blutrausch. Sie hat auf nichts mehr reagiert. Die ganze Situation lief rasend schnell ab.

Sie schreiben „Ausgrenzen aus dem Rudel“. Da wir gerade daran arbeiten ihr das Bleib anzutrainieren, dass sie im Haus nicht immer hinter uns herläuft und auch mal im EG bleibt wenn wir in den Keller gehen, ist es dann nicht kontraproduktiv sie auszusperren?

Viele Grüße,

Claudia Richling

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo,
wie Sie schrieben, haben Sie mit für die Kleine auch mit stärkeren Strafreizen gearbeitet- für Hunde reicht ein einmaliges negativ Erlebnis wie Nacken packen oder Rücken drehen um das Vertrauen so zu erschüttern, so dass in extrem Situation mit Beißen reagiert wird. Hinzu kommt, dass sie sicherlich eine sehr dominate und ranhohe Hündin ist, die besondere Führung braucht. Ich denke aber sicher, dass mit dem beschriebenen Training bald Ruhe einkehrt.
Nein, aussperren und Platz bleiben üben sind nicht kontraproduktiv- beim Ausperren ist zum einen der Kontext nicht freundlich- zum Anderen darf natürlich der Strafplatz nicht der HUndeplatz sein- sondern ein eher unfreundlicher, langweiliger Platz wie Toilette oder Bad etc..
Das Hinterherlaufen ist immer ein Zeichen von Kontrolle und Ranghöhe... hier ist sicherlich der richtige Ansatz das Bleiben.. und die anderen genannten Rangordnungspunkte.
Training und Rangordnung sollten bald zum Erfolg führen- dann sind Strafen
überflüssig.
Bester Gruß!

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Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Jahren.
Lieber NUtzer,
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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo Frau Dr. Wörner-Lange,

herzlichen Dank für die raschen und ausführlichen Informationen. Da wir eigentlich stärkere Strafreize versucht haben zu vermeiden und uns nur in genau den zwei Extremsituationen nicht mehr anders zu helfen wussten war dann der Punkt erreicht an dem wir nach Hilfe gesucht haben.

Wie kommt es dazu dass eine so junge Hündin in solch einen Rausch verfällt und wie können wir diese Situation verhindern. Sie kommt schon ohne unser Zutun, in eine immer stärker werdende Aktivität und verliert jede Hemmung. So erleben wir sie sonst nicht.

Ihre Tipps sind für uns sehr wertvoll und haben uns zum Nachdenken angeregt, aber passen irgendwie nicht zu erlebten Situation.

Viele Grüße

Alexander Richling