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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo, und zwar habe ich folgende Frage. Ich habe einen 10

Kundenfrage

Hallo, und zwar habe ich folgende Frage. Ich habe einen 10 Wochen alten Bulli zuhause. der kleine winselt ständig da auf das Sofa will und auch weil er ständig meine Aufmerksamkeit will. Ich habe ihn schon ignoriert aber das bringt nichts
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 3 Jahren.

Falvina :

Guten Tag ich möchte Ihnen gerne weiterhelfen. Ihr Bulli befindet sich in einem Alter, in dem er alles testen möchte. Ja er möchte Sie austesten, Sie müssen jetzt richtig handeln, damit er für die Zukunft super lernen kann. Sie müssen konsequent bleiben, wenn Sie nicht möchten das er auf das Sofa möchte. Die ständige Aufmerksamkeit müssen Sie auch etwas lenken, sonst haben Sie irgendwann einen Hund der Ihnen niemals nicht von der Seite weicht. Eine Hund braucht eine gesunde Balance zwischen Freiheiten und Einschränkungen. Nicht 50zu50% natürlich, aber keine Einschränkungen bedeutet für Ihn schwacher Rudelführer. Nur Freiheiten oder nur Einschränkungen helfen auch nicht wirklich bei der Bindung. Darum rate ich Ihnen finden Sie für sich die richtige Balance in dem er seine Freiheiten bekommt bei Sachen die für Sie OK (toll) sind, und in dem er auch Einschränkung lernen muß bei Sachen die Sie nicht möchten (für nicht gut empfinden, bzw. Sie nerven). Er versucht alles um Sie umzustimmen, er ist ein schlauer Hund, doch Sie müssen Standhalten, Ihren Willen durchsetzen, Sie müssen zum Schluß derjenige sein der das

Falvina :

ich nenne es mal Machtwort gesprochen hat, sonst lernt er nur "oh OK, mal so mal so machen die das, dann regle ich das auf meine Art und Weise, wie ich da gerne mag". Wie gesagt er spiel mit Ihnen und versucht das für Ihn höchste der Gefühle natürlich zu erreichen und bei Ihnen durchzusetzen. Wenn Sie dann nachgeben hat er gewonnen, und Ihn dann wieder auf Zeit umzustimmen ist mehr Arbeit und Übung wie Sie benötigen als wenn Sie jetzt sofort damit anfangen bzw. standhaft bleiben. Gehen Sie ruhig auf Ihren Hund zu, vermeiden Sie Stress, Unruhe, Angst und gehen Sie erst auf Ihren Hund zu wenn Sie Ihm etwas beibringen möchten wenn Sie locker und entspannt sind (wir sagen immer: Einatmen, Ausatmen, Ruhe selbst einfordern und erst dann gehe ich auf meinen Hund zu und versuche Ihm etwas beizubringen. Er spürt alles an Ihnen, sind Sie unkonzentriert, genervt, verärgert, unsicher dann wird Ihr Hund auch genau so auf Sie reagieren, Sie geben Ihnen durch reine Gedanken alles weiter, auch wenn die Körpersprache korrekt ist und er diese kennt, kennt er trotzdem alle Ihre Gedanken und wird sich nach diesen richten und nicht nach irgendeiner Körpersprache. In Bezug auf Winseln und Jammern müssen Sie etwas strenger sein. Nur Streng, nicht hart und ohne Gewalt natürlich. Einfach bisschen strenger mit bestimmender Stimme (Durchsetzungskraft) mit kurzen Anweisungen (Finger Zeichen), höchstens einem Wort (Ruhe / Platz oder einem Laut "SSCCCCHHHTT" das Sie unterstützend einsetzen. Wenn er vor dem Sofa steht und jammert müssen Sie Ihn aus der Situation bringen, das heißt da ich nicht weiß wo sein Bettchen bzw. Ecken ist, knapp oder etwas weg vom Sofa, würde ich mit der Einschränkung "Bettchen/Platz" bei Ihnen beginnen, auch wenn er Ihnen ständig hinterherläuft helfen Sie sich dabei wenn Sie das unterbinden. Ich verspreche Ihnen durch alleine diese Einschränkung (allgemein durch Einschränkung) helfen Sie Ihrem treuer Begleiter, da Sie eine engere Bindung Ihm damit kommunizieren. Anbei gebe ich Ihnen noch folgende Trainingsdaten, siehe folgende Daten. Hoffe ich kann Ihnen hiermit gut weiterhelfen, Viele Grüße und Viel Erfolg beim Üben.

Falvina :

Auf dem Platz liegen:

Man muss sich klar werden, dass eine geordnete Rudelstruktur als überlebenslebensnotwendig in einem Hund verankert ist. Eine unklare und
schwammige Rangordnung stresst einen Hund und kann sein Seelenheil bedrohen. Hund wollen nicht die Macht haben und Dominanz wird immer falsch ausgelegt, Fakt ist aber, wenn der Hund aus seiner Sicht denkt, dass Sie ihn nicht führen können und Sicherheit geben, wird er immer versuchen dies irgendwie auszugleichen.

Stellen Sie unbedingt klar, dass Sie der (Rudel)Führer sind. Dies hat nichts mit Macht oder Alpha zu tun, sondern ist eine Mischung aus Vertrauen und Respekt mit gegenseitigen Rechten und Pflichten. Der Hund weiß, dass Sie kein Hund sind, dennoch müssen klare Regeln und Grenzen gesetzt und Sicherheit vermittelt werden.


• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist. Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte. Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen. Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne. Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

Falls Sie einmal nicht so viel Zeit oder auch Geduld haben, nehmen Sie eine Leine und leinen Sie den Hund auch im Haus an. Es geht nur darum, dass er lernt runter zu fahren, sich richtig zu entspannen.

• -Sie gehen immer zuerst los (zumindest in der Anfangsphase), beim Gassi, durch Türen usw., achten Sie darauf, dass Ihr Hund bereit ist, heißt er darf nicht anderweitig beschäftigt sein mit Schnüffeln und dergleichen. Falls dem so ist, kurz dafür sorgen, dass Sie seine Aufmerksamkeit haben.

Dass der Mensch als erstes durch die Tür geht, hat auch nichts mit Rudelführer zu tun, aber ich kann als erstes sehen, falls etwas vor der Tür ist, somit kann ich schneller einschalten und reagieren.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang)
• Der Grundsatz ist, dass jedes Rudelmitglied nach Status und
Aufgabenspektrum im Rudel über Liege- und Aufenthaltsplätze verfügt.
Je wichtiger der einzelne für das Rudel ist, desto zentraler und übersichtlicher
ist sein Liegeplatz – von dort aus hat er alles im Blick und kann jederzeit ordnend eingreifen. Richten Sie ihm einen Platz ein, wo er nicht komplett alles im Blick hat, bzw. gleich handeln kann, wenn etwas passiert, also nicht in Fluren, neben Haustüren usw. Am besten da, wo am wenigsten los ist.
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an. Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• Lassen Sie ihn für sein Futter „arbeiten“, fordern Sie z.B. Ruhe ein, wenn er sich unruhig verhält, das ist schon „arbeiten“ für den Hund.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern (die Platzübung), dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erst einmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.

Immer merken: Distanz schafft Nähe
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften Mal (Beispiel)
• -Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren. Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
• setzen Sie Regeln und Grenzen, die Sie dann auch bitte einhalten, ein Hund braucht sie sonst kann es sein, dass er welche aufstellen will.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt. Er wird lernen, dass es sowohl drinnen, als auch draußen Regeln gibt und je strenger Sie diese am Anfang einhalten, desto leichter werden Sie es mit ihm haben. Es ist am Anfang viel Arbeit, weil man sich selbst umstellen muss, aber was sind schon ein paar Monate Arbeit zu 14 Jahren Stress und nervenaufreibendes Gassi?

Falls Sie sich denken: mein Hund ist in der Wohnung sehr ruhig, ich muss ihn da nicht einschränken....

Für den Hund ist Rudelführung ein großes Ganzes. Wenn er in der Wohnung nicht ab und an Regeln und Grenzen hat, überträgt er sein Verhalten auch nach draußen und dann "kann" es zu Problemen kommen.
Lassen Sie ihr nichts durchgehen, was Sie nicht wollen, sonst lernt Sie nur, dass Sie alles darf und eignet sich so mit der Zeit noch mehr "Macken" an.

Falls sich das Benehmen bessert, dürfen Sie gerne die Zügel etwas lockern.

Falvina :

Rangordnung allgemein:

-schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin (Leine).

-Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.

-aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang

-füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.

Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.

- alle Spiele beginnen und beenden Sie

-Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.

-falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.

- viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung

-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.

-Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.

-Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich.

Hunde lernen es zu dulden aber nicht immer gefällt es ihnen, da Aufmerksamkeit und Kuscheln in einem Hunderudel verdient werden muss. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert, er würde es auch tun indem er knurrt oder sogar beißt.

Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer, der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen, denn wenn man versucht einen dominanten Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.

Falvina :

Leine laufen:

So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.

Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.

Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.

Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Gedanken verankert.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist, dies kann schon manchmal etwas dauern. Wenn ein Hund aber beim Verlassen des Hauses schon einen sehr hohen Level hat, dann kann er draußen seine Umwelt nicht richtig genießen und wird mit der Zeit immer unkontrollierbarer und evtl. auch immer unruhiger und hektischer, was wieder mit der Zeit in Aggression münden kann (nicht muss)

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.

Dies hat nichts mit Alpha oder Macht zu tun, aber wenn er schon vorne ist, können wir als Mensch wieder nicht richtig reagieren, falls etwas ist und der Hund, vor allem wenn er groß ist, würde uns von den Füßen hebeln.

Außerdem müssen wir als Mensch lernen zu reagieren BEVOR er es tun kann, sonst bleibt uns nichts anderes übrig, als immer auf seine Aktion zu reagieren…wir wollen aber dass er lernt es komplett sein zu lassen und dabei ist es wichtig, dass ich lerne meinen Hund zu lesen und zu handeln, bevor er es tun kann.

Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, oder er vom Level schon wieder hochgefahren ist, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Setzen Sie sich eine unsichtbare Grenze (z.B. Ihr Bein) und diese darf der Hund nicht überschreiten.

Sie müssen ihn aber blockieren BEVOR er diese Grenze überschreiten kann. Einfach zum Hund drehen, machen Sie sich groß. Sobald er auch nur minimal zurückweicht oder Sie ansieht, entspannen Sie sich wieder.

Das hat alles nichts mit Körperkraft zu tun, sondern mit der eigenen Energie und Haltung, sie müssen lernen bestimmt aber ruhig aufzutreten, selbstbewusst, sonst wird ihr Hund immer die Führung übernehmen wollen, weil sie in seinen Augen schwach sind (nicht körperlich sondern mental)

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und warten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".

Wenn er vor läuft und Sie haben es versäumt, bitte stehen bleiben, nicht nach hinten ziehen, das animiert den Hund nur noch mehr zu ziehen.

Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen.

Allerdings müssen Sie hierbei, wie schon erwähnt, 100% Rudelführer sein und der Hund muss dies auch annehmen.

Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.

Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.

Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben.

Bitte nie versuchen den Hund in so einer Situation zu beruhigen oder zu schimpfen, in beiden Fällen bestätigen sie sein Verhalten und es würde von mal zu mal schlimmer werden.

Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.

Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.

Wenn Sie einen anderen Hund sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.

Dies müssen Sie aber immer machen, sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen".

Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.

Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.

Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Beim Gassi ohne Leine auch das Gleiche: Hunde sollten nie alleine einen anderen "Begrüßen" denn das ist ein "Abchecken des Feindes", sozusagen, außer man kennt sich.
Aber auch da ist Vorsicht geboten, denn wie gesagt, kommen zwei unruhige Hunde zusammen, kann eine böse Beißerei zustande kommen.
Wenn Sie einen anderen Hund sehen und ihr Hund ist frei, müssen Sie ihn zu sich rufen und Sie müssen zusammen zu dem anderen Hund und dessen Halter gehen, falls der andere Hund auch ohne Leine ist, müssten Sie sich zwischen Ihrem Hund und den Hund der kommt stellen, so begreift ihr Hund mit der Zeit: mein Herrchen hat alles im Griff und ich muss nichts machen.

Falvina :

Bei Besuchern:

Dominanz ausstrahlen wollen ist schon mal gut, allerdings haben wir Menschen oft die falsche Energie dafür. Wir sind unruhig oder gestresst in einer bestimmten Situation und somit haben wir negative Energie und der Hund nimmt uns nicht ernst. Sie müssen lernen eine ruhige aber bestimmte Energie auszuüben.

Machen Sie folgendes und üben Sie vielleicht am Anfang ohne Besuch, vielleicht nur mal Klingeln, diese Übung sollen Sie generell immer machen, auch wenn der Hund ihnen nachläuft oder dergleichen.

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.

Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.

Falls er zu weit weg ist, wieder Leine nehmen und auf den Platz führen. Der Hund muss seinen Platz mit Entspannung verknüpfen.

Die Leine dient eher für Sie als Sicherheit, damit haben sie den Hund besser unter Kontrolle.

Dieses Einschränken des Hundes ist ganz normal für ihn, denn das macht Mama auch mit ihren Welpen und im Hunderudel darf auch nicht jeder machen was er will.

Wenn die Übung gut klappt, dann die Klingel mit einsetzen, ihr Hund muss beim ertönen der Glocke ruhig bleiben, wenn nicht, weiter auf den Platz.

Falls Besuch kommt, bitten sie diesen den Hund zu ignorieren. Wenn sie Leckerli verteilen lernt der Hund nur: es klingelt, ich bekomme Leckerli, das Leckerli bringt er aber nicht unbedingt mit "nette Besucher" in Verbindung, was man daran merkt, dass er weiter kläfft, wenn sich einer rührt.

Also, Hund ignorieren, nicht ansprechen oder ansehen.

Warten Sie aber der Hund wird von alleine kommen.

Wenn Ihnen das Gebell zu viel ist, nehmen sie die Leine und führen ihn an den Platz, ihr Hund muss erst einmal runterkommen, bevor er den Besuch begrüßen darf.

Wenn er dann ruhig ist und sich beruhigt hat und zum begrüßen an den Besuch herantritt, soll dieser ihn bitte wieder nicht streicheln.

Zuneigung darf einem Hund nur gezeigt werden, wenn er ruhig und devot ist, sonst bestätigt man sein Verhalten.

Außerdem kann es sein, das manche irgendwann schnappen, weil sie das ewige Anfassen nicht ertragen, oder sie gehen gleich auf Konfrontation.

Achten Sie darauf, dass der Hund nicht von oben auf den Kopf gestreichelt wird, lieber vorne an der Brust oder seitlich an der Schulter. Von oben ist für einen unsicheren Hund sehr schlecht, er könnte sich sehr bedroht fühlen.

Bitte nicht versuchen zu beruhigen, damit Verstärken Sie unbewusst sein Verhalten. Vermeiden Sie ihn auch (mit Namen) anzusprechen, wenn er gestresst oder unruhig ist.

Falvina :

Alleine bleiben: Da für Hunde das Alleinesein unnatürlich ist, können viele Hunde Phobien, Ängste, Zerstörungswut usw. bekommen, die sich (im schlimmsten Fall) zur Aggression ausweiten können.

Als erstes nur von Zimmer zu Zimmer gehen ohne dass der Hund Ihnen hinterher läuft. Falls er das tut:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.

Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er aufsteht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.

Falls er zu weit weg ist, wieder Leine nehmen und auf den Platz führen. Der Hund muss seinen Platz mit Entspannung verknüpfen.

So hätten Sie ihn besser unter Kontrolle und Hunde sind es gewöhnt eingeschränkt zu werden , denn das macht Mama auch mit den Welpen.

Falls diese Übungen gut klappen können Sie Ihre Jacke und Schuhe anziehen und so tun als würden Sie gehen.

Wenn er an der Tür wartet, wieder auf seinen Platz führen bis er ruhig ist. Gehen Sie kurz raus aus der Wohnung und wieder rein.

Sie dürfen niemals das Haus verlassen wenn ihr Hund angespannt, nervös unruhig oder dergleichen ist.

Diese Übungen immer machen und die Zeit des Alleineseins immer weiter ausdehnen. Erst nur zwei Minuten, dann fünf usw.

Versuchen Sie ihn richtig müde zu machen bevor Sie das Haus verlassen.

Dies kann natürlich schon länger dauern, es kommt auf den Hund und natürlich auf Sie an.

Bitte nie schimpfen denn das zerstört das vertrauen, dass man sich bei einem neuen Hund sowieso erst aufbauen muss.

Reden Sie nicht beim Verlassen der Wohnung und schauen Sie auch wenn möglich weg (anschauen bedeutet für den Hund: du bist gemeint), reden sie auch bitte nicht wenn sie wieder kommen, keine Begrüßung, vor allem nicht wenn sie dazu neigen sich aufzuregen.

Erst Hallo sagen wenn der Hund ruhig und devot ist.

Eine schnelle Lösung für Ihr Problem gibt es leider nicht, das kann Wochen oder Monate dauern, bis es soweit ist, dass man den Hund für ein paar Stunden alleine lassen kann.

Lassen Sie dem Hund auch nicht allzu viel Raum, manche Hunde fühlen sich berufen die ganze Wohnung beschützen zu müssen und die meisten sind damit überfordert und entwickeln mit der Zeit immer mehr "Macken".

Vielleicht nur ein Zimmer oder den Flur?

Für manche Hunde ist es auch sinnvoll sie an eine Box zu gewöhnen, das ersetzt ihnen die Höhle und sie fühlen sich geborgen. Dies aber auch ganz langsam in kleinen Schritten üben, so dass sich der Hund in der Box wohl fühlt und gerne reingeht.

Das Prinzip ist das gleiche wie auf den Platz führen, dabei aber die Box offen lassen, wenn der Hund ruhig ist, können Sie ihm einen Kauknochen geben.

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