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Sit-HappensDE
Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Guten Abend, mein Name ist Peggy Schmidt. Zu meiner Vorgeschichte:

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend, mein Name ist Peggy Schmidt. Zu meiner Vorgeschichte: Ich habe bereits mit 12 Jahren zwei Hunde (eine kleine Mischlingshündin und einen DSH-Rüden)auf dem Hundeplatz ausgebildet! Begleithund und Schutzhundeprüfung abgelegt. Bin also kein blutiger Anfänger und habe schon einige Erfahrungen im Umgang und in der Ausbildung. Nun habe ich mit 30 Jahren mir wieder eine DSH-Hündin gekauft. Diese Hündin ist eine echte Herausforderung für mich und meine Familie. Sie ist bereits drei Jahre alt und ich habe mit Ihr die BH bestanden. In der Familie hat sie sich sehr gut untergeordnet und ist zu allen Familienmitglieder sehr lieb. Nun zu meinem Problem: Dieser Hund hat Angst vor allem was ihr fremd ist. Fremde Hunde, Fremde Leute, Fremde Autos einfach alles. Diese Angst wandelt sich nun mittlerweile in Aggressiviät um. Sie jagt schon seit sie noch ein Welpe war autos hinterher. Fremde Menschen oder Hunde können wir nicht begegnen. Sobald diese auf ein Meter ran kommen dreht sie durch. Selbst im Auto jagt sie alles hinterher was sich bewegt und will in die Scheibe beißen. Leider konnten mir die Leute von meinem Hundeplatz auch nicht weiterhelfen. Wir haben schon so vieles ausprobiert aber nichts hilft. Seit ein paar Monaten steht sie immer wenn wir mal keine Zeit für sie haben auf dem Hof und fängt fliegen, stundenlang!!!! Können Sie mir / uns Helfen???? Was kann ich tun um meinem Hund zu helfen???
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Also den Einsatz von Wasserflaschen etc. oder das Kurzhalten und somit Spannung auf die Leine zu geben, wird nichts bringen. Mit der Wasserflasche sorgen Sie nur dafür, dass sich der Hund ein anderes Ventil sucht und die Spannung auf der Leine bringt nur den Hund noch mehr dazu, seine Aggression gegenüber Artgenossen und Co. zu zeigen.

Da Sie sagen, dass Ihr Hund ein ausgeprägtes Angstverhalten zeigt, würde ich Ihnen empfehlen den Hund erst einmal beim Tierarzt vorzustellen, um organische Probleme ausschließen zu können.

Gerade die Schilddrüse sollte untersucht werden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, kann es passieren, dass der Hund ein starkes Angstverhalten zeigt. Hier kann man aber mit Medikamenten die Schilddrüse unterstützen, und das gezeigte Verhalten wird wieder schwächer bzw. löst sich sogar ganz auf.

Bitte achten Sie aber darauf, dass der Tierarzt folgende Werte prüft, denn nur so kann man wirklich sagen, ob es sich um ein Schilddrüsenproblem handelt
(Am besten über das Labor Laboklin prüfen lassen, ca. 160,- €uro)

T4, FT4, FT3,TSH, Thyreoglobulin-Auto-Ak, T3, T3-Ak und T4- Ak
Bis auf T3-Ak und T4-Ak kommen alle Ergebnisse am Tag des Probeneinganges. Die AK Werte lassen ca. 5-7 Tage auf sich warten.

Bevor die gesundheitliche Seite nicht geklärt ist, brauch man mit einem Training erst gar nicht anfangen, denn organische Erkrankungen blockieren sämtlichen Trainingserfolg.

Ich denke das Sie dies bereits gemacht haben und auch fortführen sollten, um sich wieder mehr sich als Rudelführer zu positionieren, damit der Hund weiter lernt sich an Ihnen zu orientieren und vor allem Ihnen im Ausweich-Training auch die Führung überlässt.

Wichtig ist, dass Sie für den Hund als Ressource gelten und sich damit auch als Rudelführer aufstellen.
Ein Hund sollte den Menschen als "Ressource" sehen, denn von ihn bekommt er sein Futter, Wasser, Zuneigung. Einfach alles war er zum überleben braucht. Hat der Hund aber ständig und zu jeder Tages- & Nachtzeit Zugang zu Futter (zu Wasser sollte er immer Zugang haben) oder zu Spielzeug, warum sollte er dann noch auf Sie hören?

Ich möchte hier einmal ein Beispiel geben:
Jemand gibt Ihnen monatlich 3000 Euro fürs Nichtstun. Einfach so. Wie groß wäre Ihre Bereitschaft nach einiger Zeit, weiterhin jeden Tag zu Ihrer Arbeit zu gehen?

Was sollten Sie also daher beachten?



  1. Nichts gibt es mehr "umsonst". Erst tut Ihr Hund etwas für Sie (z. B. bevor er sein Futter bekommt ein Sitz machen).
  2. Keine Zerrspiele
  3. Spielzeug liegt ab sofort zu keiner Zeit mehr nur so frei in der Wohnung rum. Spielzeug ist für den Hund Beute.
  4. Egal durch welche Türen Sie gehen, bei denen Ihr Hund Ihnen folgt, SIE gehen zuerst durch.
  5. Fordert Ihr Hund Sie zum spielen auf oder fordert er etwas anderes ein, wird er von Ihnen konsequent ignoriert.
  6. Jede Spielaufforderung (dabei dürfen Sie dann auch das weg geräumte Spielzeug rausholen) geht nur noch von Ihnen aus. Nach dem Sie gespielt haben, wird das Spielzeug wieder weg geräumt.
  7. Sofa, Bett oder andere erhöhten Liegeplätze sind vorerst, während des Trainings, tabu.
  8. Fressen bekommt Ihr Hund vorerst nur aus seinem Napf, den Sie ihm festhalten oder Sie füttern Ihren Hund direkt aus der Hand. Richten Sie auch feste Fressenszeiten ein zu denen es dann auch immer das Fressen gibt, ansonsten stellen Sie den Futternapf weg.

 

Wenn Ihnen also ein anderer Hund entgegen kommt, dann weichen Sie diesem in einem grooooßen Bogen aus. Bleiben Sie ruhig und gelassen und gehen normal Ihren Weg weiter und an dem anderen Artgenossen vorbei. Bestätigen Sie jeden Blickkontakt Ihres Hundes in Ihre Richtung mit einem Leckerchen. Verhält er sich ruhig, wird er ebenfalls mit Leckerchen belohnt. Sehen Sie und Ihr Hund bereits in der Fernen einen Hund wird er mit einem Leckerchen bestätigt.
Ihr Hund lernt so zu verknüpfen, dass jedes Mal wenn ein anderer Artgenosse auftraucht, dies sehr positiv für ihn ist, denn es folgt direkt ein Leckerchen. Somit werden andere Artgenossen in den Augen des Hundes ein positiver Kontakt.

Auch wichtig, stellen Sie sich zunächst zwischen dem fremden Hund und ihrem Hund. Überlassen Sie Ihrem Hund nicht das offene Feld, so kommt er schnell auf den Gedanken, Entscheidungen wieder selbst zu treffen. Was bedeuten kann, sein Verhalten schlägt in Aggressionen um oder seine Angst wird tiefgehender bestätigt.

 

 

Dabei ist auch wichtig, dass Sie immer am Hund bleiben, nicht 1,5m Leinenlänge hinter oder vor ihm. Immer an seiner Seite.

Ziehen seine Aufmerksamkeit gänzlich auf sich, dass er erst gar nicht so viel Gelegenheit bekommt, sich in die Situation hineinzusteigern. Ab und an bleiben Sie dann stehen und öffnen die Sicht auf den anderen Artgenossen, er soll sich ja schon mit diesen auseinander setzen, aber nach Ihren Regeln. Fiept er oder wird aggressiv, legt sich in die Leine oder schießt nach vor, dann stellen Sie sich vor ihn und laufen auch mal frontal in ihn hinein und zwingen ihn ein paar Schritte zurückzugehen. Sobald er Blickkontakt wieder zu Ihnen aufnimmt, sofort loben!! und Sicht wieder öffnen.

 


Wenn Sie dies ein paar Wochen geübt und trainiert haben, können Sie die großen Bögen wieder verringern. Verringern Sie aber die Bögen lieber nur um 10cm als direkt um 2 Meter und im Anschluss wieder in einem unerwünschten Verhalten zu stecken.
Für jedes brave und ruhige Verhalten wird Ihr Hund gelobt und bekommt ein Leckerchen.


Ich würde Ihnen raten mit einem Hundetherapeuten zu arbeiten, der sich einmal vor Ort den Hund anschauen und im Anschluss mit Ihnen und Hund zusammen trainieren und sofort eingreifen kann, wenn eine falsche Führung zu erkennen ist bzw. der Zeitpunkt zu erkennen wo der Hund bereits eingeschränkt werden muss. Hierzu kann ich einen qualifizierten Hundetherapeuten empfehlen, wenn Sie mir Ihre PLZ & Wohnort nennen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort, aber ich habe das Gefühl, dass Sie sich meine Frage nicht richtig gelesen haben. Die Tipps die Sie in Ihrer Antwort aufgezählt haben sind schön und gut. Das weis ich alles schon und praktiziere das mit meinem Hund seit dem ich den Hund habe bzw. die Probleme aufgetreten sind. Das Hauptproblem sind fremde Menschen und die Autos. Selbst mein Hundeplatz traut sich nicht mehr an meinen Hund. Wie soll ich denn dann den Kontakt zu anderen Menschen üben. Organisch ist mit unserem Hund alles in Ordnung, das hatten wir auch schon vermutet.

Genau deshalb sollen Sie ja auf Abstand mit dem Hund zum jeweiligen Fremden Objekt gehen, damit der Hund lernt sich nicht mehr Stressen zu müssen und die Führung an Sie wieder abgeben zu können. Denn das nimmt Ihnen ihr Hund nicht ab in den Situationen.

Dies funktioniert aber nur, wenn genügend Abstand 10-15+m besteht. So können Sie die Aufmerksamkeit auf sich beziehen, jeden Blickkontakt mit Futter bestätigen und bei der kleinsten Anspannung (züngeln, rute wedeln, steif werden, ohren gehen nach vorn etc.) sofort einschränken, in dem Sie in den Hund hinein rennen, oder ihn mit der Hacke an der Hinterflacke im Laufen antippen, um ihn kurz aus der Fixierung zu nehmen. Dann den Blickkontakt wieder bestätigen.

Ist es zu stark, nehmen Sie ihn zunächst wieder aus der Situation, in dem Sie den Hund an der Führseite abdrängen, einen Bogen laufen und dann erneut in die Situation hineingehen. Auch hier wieder, kleinste Anspannungen einschränken, Blickkontakte bestätigen so wie jedes ruhige Verhalten. So lernt der Hund erst einmal wieder, sich an Ihnen zu orientieren und langsam Vertrauen aufzubauen, dass Sie die Situation für ihn klären.
Denn momentan ist er auf den Standpunkt: ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG, bevor der Fremde noch erkennt, dass er (Hund) eingentlich Angst hat.

Wenn der Hund dadurch gelernt hat wieder bei Ihnen abzufragen, dann können Sie sich auch wieder Auto und Fremden Stück für Stück nähern.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank, XXXXX XXXXX Ihre Tipps nochmal mit meinem Hund versuchen umzusetzen. Obwohl wir das auch schon versucht haben und es mit Ihr nicht so leicht ist. Denn besonders wenn ein Auto kommt, schaltet sie total auf durchzug und ist überhaupt nicht ansprechbar und man kann sie nicht ablenken werder mit Futter (was sonst sehr gut in der Ausbildung funktioniert) noch mit anstupsen. Aber wir werden es weiter probieren. In Ihrer ersten Antwort baten sie mir an einen Hundepsyschologen zu empfehlen. Meine PLZ ist 39517 Tangerhütte. Ich würde dieses Angebot sehr gern annehmen. Vielleicht gibt es ja doch noch andere Gründe für das Verhalten meines Hundes, was ich noch nicht erkannt habe. Bitte nennen Sie mir einen geeigneten Ansprechpartner. Ich werde mich gern mit Ihm in Verbindung setzen. Danke XXXXX XXXXX Gruß Peggy Schmidt

Nehmen Sie Futter mit nach draußen (Fleischwurst, Käse oder gekochtes Hühnchen) und führen Sie die Leine einmal hinter dem Rücken.

In dem Moment wo der Hund loshetzen will (denn es handelt sich um den Hetztrieb) gehen Sie wortlos mit ihm Rückwärts. Nicht an der Leine ziehen, nur mit der rechten Hand vor dem Bauch festhalten wenn Sie ihn links führen.

Die Leine ist so lang dass der Hund anfangs 10-20cm Spielraum hat und dann gehen Sie gezielt in diese Situationen.

Das Halsband darf sich niemals zuziehen.

Wenn er aufhört belohnen Sie ihn sofort indem ER sich Futter aus Ihrer Hand holen darf, halten Sie sie einfach an ihrem Bein herunter, nicht locken damit und dann gehen Sie wieder vorwärts. Nach wenigen Übungen wird es aufhöhren und Sie können die Leine verlängern.

Sie brechen somit straffrei seine Aktion ab und belohnen das neu gezeigte Verhalten des Nachgebens. So kann er etwas lernen. Wenn Sie bestrafen, wird er vielleicht das Hetzen meiden, aber das Problem des Hundes wird so nie gelöst werden, er wird sich selbst eine Alternative suchen und somit beginnt der Teufelskreis von vorne

BALLSPIELE usw. fördern den Hetztrieb und bedenken Sie folgendes: der Hund unterscheidet nicht zwischen Hasen, Ball, Auto, Radfahrer..es geht lediglich um das Verfolgen von sich schnell bewegenden Ojekten.

Lernt ein Hund außer zu meiden etwas sinnvolles durch "nein" oder "aus"? Er wird sich niemals selbst richtig entscheiden können und Sie müssen so jedesmal schimpfen weil sich nichts verändert, das ist ja nicht Ihr Ziel oder?

Er soll lernen, dass Sie die Kontrolle haben und er sich an Ihnen orientieren darf.



Qualifizierte Hundetherapeuten in Ihrer Nähe gibt es direkt nicht bei Ihnen, jedoch mit ca. 1-2h Fahrzeit. Da die Therapeuten aber zu Ihnen kommen, sollte dies das kleinste Problem darstellen.

In den Besten Händen wären Sie bei

Herrn Andre Zeiße
Mobil: 0162-9425098

Weiterhin könnten Ihnen folgende Therapeuten behilflich sein:

Frau Barbara Nehring
Mobil: 0172-3825478

Frau Lina Engelken
Mobil: 0177-8294419


Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
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