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Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Mein Hund, 3/1/2 Jahre, kastriert. In meinem Besitz seit 12

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Hund, 3/1/2 Jahre, kastriert. In meinem Besitz seit 12 Wochen. Gekauft bei Züchterin. War immer bei ihr, nie woanders. Hund ist ein Pumi und kommt überhaupt nicht klar mit allen Hunden, ob groß oder klein. Er hat panische Angst. Lebte noch Aussagen der Züchterin immer im Rudel.Habe Hundeschule im Einzelunterricht und in der Gruppe besucht,jetzt nicht mehr.Hund versucht, sich zu verstecken oder abzuhauen, wenn andere Hunde gerochenoder gesehen werden. Ich komme mit dem Hund klar, er nicht mit der Umwelt. Züchterin weiß nicht, was ich machen kann.Bei ihr war er NIE ängstlich vor nichts und niemand.(ihre Aussage)Was kann ich tun?
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Das der Hund nie bei ihr so war, glaube ich eher weniger. Jedoch müssen Sie auch bedenken, dass Sie erstmal zum Hund eine Bindung aufbauen und er sich an sein neues Zuhause gewöhnen kann. Eine Bindung maut sich nur langsam auf und braucht schon 1 Jahr um völliges Vertrauen dem Halter zu schenken, von daher üben Sie immer in kleinen Schritten, denn 12 Wochen ist nicht wirklich sehr lang. Woher soll der Hund denn wissen, dass Sie die Situationen für ihn klären?

Was der Hund braucht ist eine klare Führung, bleiben Sie am Hund an kurzer Leiner, nicht 1,5m Leinenlänge hinter oder vor dem Hund. Desto mehr Sie den Hund fremden Hunden aussetzen, wo Sie nicht bei ihm sind, desto mehr schaden Sie sich selbst in der Erziehung.
In einem Wolfsrudel, würde der Rudelführer niemals es dulden, fremde Wölfe auch nur einen cm zu Nah kommen zu lassen, warum sollten also Sie genau das tun?
Daran kann man arbeiten, wenn der Hund weiß "Ok, Frauchen/Herrchen kümmern sich um alles, ich muss mich nicht stressen".

Eine Hundeschule ist für das Problem nicht die geeignete Lösung, hier sollten Sie mit einem Hundetherapheuten der mit Ihnen und Hund vor Ort trainiert und direkt eingreifen kann, wenn er eine falsche Führung sieht bzw. Ihnen genau zeigen wie Sie mit der Unsicherheit richtig umgehen. Wenn Sie mir Ihre PLZ & Wohnort mitteilen, suche ich Ihnen gern einen qualifizierten Hundetherapeuten in Ihrer Nähe heraus.

Bis dahin sollten Sie mit dem Hund ein Ausweichtraining machen um die Führung zu übernehmen und andere Hunde wieder positiver werden zu lassen:

Wenn Ihnen also ein anderer Hund entgegen kommt, dann weichen Sie diesem in einem grooooßen Bogen aus. Bleiben Sie ruhig und gelassen und gehen normal Ihren Weg weiter und an dem anderen Artgenossen vorbei. Bestätigen Sie jeden Blickkontakt Ihres Hundes in Ihre Richtung mit einem Leckerchen. Verhält er sich ruhig, wird er ebenfalls mit Leckerchen belohnt. Sehen Sie und Ihr Hund bereits in der Fernen einen Hund wird er mit einem Leckerchen bestätigt.
Ihr Hund lernt so zu verknüpfen, dass jedes Mal wenn ein anderer Artgenosse auftraucht, dies sehr positiv für ihn ist, denn es folgt direkt ein Leckerchen. Somit werden andere Artgenossen in den Augen des Hundes ein positiver Kontakt.

Auch wichtig, stellen Sie sich zunächst zwischen dem fremden Hund und ihrem Hund. Überlassen Sie Ihrem Hund nicht das offene Feld, so kommt er schnell auf den Gedanken, Entscheidungen wieder selbst zu treffen. Was bedeuten kann, sein Verhalten schlägt in Aggressionen um oder seine Angst wird tiefgehender bestätigt.

Wenn Sie dies ein paar Wochen geübt und trainiert haben, können Sie die großen Bögen wieder verringern. Verringern Sie aber die Bögen lieber nur um 10cm als direkt um 2 Meter und im Anschluss wieder in einem unerwünschten Verhalten zu stecken.
Für jedes brave und ruhige Verhalten wird Ihr Hund gelobt und bekommt ein Leckerchen.


Ich würde Ihnen auch empfehlen den Hund erst einmal beim Tierarzt vorzustellen, um organische Probleme ausschließen zu können.

Gerade die Schilddrüse sollte untersucht werden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, kann es passieren, dass der Hund ein starkes Angstverhalten zeigt. Hier kann man aber mit Medikamenten die Schilddrüse unterstützen, und das gezeigte Verhalten wird wieder schwächer bzw. löst sich sogar ganz auf.

Bitte achten Sie aber darauf, dass der Tierarzt folgende Werte prüft, denn nur so kann man wirklich sagen, ob es sich um ein Schilddrüsenproblem handelt
(Am besten über das Labor Laboklin prüfen lassen)

T4, FT4, FT3,TSH, Thyreoglobulin-Auto-Ak, T3, T3-Ak und T4- Ak
Bis auf T3-Ak und T4-Ak kommen alle Ergebnisse am Tag des Probeneinganges. Die AK Werte lassen ca. 5-7 Tage auf sich warten.

Bevor die gesundheitliche Seite nicht geklärt ist, brauch man mit einem Training erst gar nicht anfangen, denn organische Erkrankungen blockieren sämtlichen Trainingserfolg.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.
Sit-HappensDE und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.