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Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Wir haben aus Spanien von der Tötungsstation einen 5 j. Zwergschnauzer

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir haben aus Spanien von der Tötungsstation einen 5 j. Zwergschnauzer seit 5 Wochen. Er ist ganz toll, wir haben nur ein grosses Problem und wissen nicht mehr weiter. Wenn ein Hund kommt fängt er an zu schreien wie wenn er gebissen wurde. Er fixiert und lässt sich nicht mehr ablenken.

Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Ihr Hund hat extremen Stress beim erblicken von Artgenossen und brauch hier eine ganz klare Führung Ihrerseits.

Natürlich kann man nach 5 Wochen bei Ihnen noch nicht von einer Bindung sprechen, diese braucht Zeit, allerdings sollten Sie täglich an der Bindung zu Ihrem Hund arbeiten, in dem Sie mit ihm zusammen viel spannendes erleben, es immer etwas tolles passiert. Aber auch Nasen- & Suchspiele im Haus und draußen. Dies fördert die Bindung zu Ihnen und der Hund lernt, dass er Ihnen vertrauen kann. Wenn Sie dann auf den Spaziergängen auch souverän auftreten und ihm signalisieren, dass Sie die Situationen klären, dann wird es in einigen Monaten viel ruhiger werden.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, im Haus die Rangordnung festzulegen. Lassen Sie ihm, auch wenn er sich noch einleben muss, nicht alles durchgehen und verhätscheln Sie ihn auch nicht so. Kurze überschwengliche Freude für etwas was er richtig gemacht hat, ist besser als wenn er für jede kleine Bewegung gelobt wird.

Wichtig ist, dass Sie für den Hund als Ressource gelten und sich damit auch als Rudelführer aufstellen.
Ein Hund sollte den Menschen als "Ressource" sehen, denn von ihn bekommt er sein Futter, Wasser, Zuneigung. Einfach alles war er zum überleben braucht. Hat der Hund aber ständig und zu jeder Tages- & Nachtzeit Zugang zu Futter (zu Wasser sollte er immer Zugang haben) oder zu Spielzeug, warum sollte er dann noch auf Sie hören?

Ich möchte hier einmal ein Beispiel geben:
Jemand gibt Ihnen monatlich 3000 Euro fürs Nichtstun. Einfach so. Wie groß wäre Ihre Bereitschaft nach einiger Zeit, weiterhin jeden Tag zu Ihrer Arbeit zu gehen?

Was sollten Sie also daher beachten?




  1. Nichts gibt es mehr "umsonst". Erst tut Ihr Hund etwas für Sie (z. B. bevor er sein Futter bekommt ein Sitz machen).
  2. Keine Zerrspiele
  3. Spielzeug liegt ab sofort zu keiner Zeit mehr nur so frei in der Wohnung rum. Spielzeug ist für den Hund Beute.
  4. Egal durch welche Türen Sie gehen, bei denen Ihr Hund Ihnen folgt, SIE gehen zuerst durch.
  5. Fordert Ihr Hund Sie zum spielen auf oder fordert er etwas anderes ein, wird er von Ihnen konsequent ignoriert.
  6. Jede Spielaufforderung (dabei dürfen Sie dann auch das weg geräumte Spielzeug rausholen) geht nur noch von Ihnen aus. Nach dem Sie gespielt haben, wird das Spielzeug wieder weg geräumt.
  7. Sofa, Bett oder andere erhöhten Liegeplätze sind vorerst, während des Trainings, tabu.
  8. Fressen bekommt Ihr Hund vorerst nur aus seinem Napf, den Sie ihm festhalten oder Sie füttern Ihren Hund direkt aus der Hand. Richten Sie auch feste Fressenszeiten ein zu denen es dann auch immer das Fressen gibt, ansonsten stellen Sie den Futternapf weg.

 

Draußen sollten Sie mit einem Ausweichtraining arbeiten, um Situationen besser zu händeln:

 

Wenn Ihnen also ein anderer Hund entgegen kommt, dann weichen Sie diesem in einem grooooßen Bogen aus. Bleiben Sie ruhig und gelassen und gehen normal Ihren Weg weiter und an dem anderen Artgenossen vorbei. Bestätigen Sie jeden Blickkontakt Ihres Hundes in Ihre Richtung mit einem Leckerchen. Verhält er sich ruhig, wird er ebenfalls mit Leckerchen belohnt. Sehen Sie und Ihr Hund bereits in der Ferne einen Hund wird er mit einem Leckerchen bestätigt.
Ihr Hund lernt so zu verknüpfen, dass jedes Mal wenn ein anderer Artgenosse auftraucht, dies sehr positiv für ihn ist, denn es folgt direkt ein Leckerchen. Somit werden andere Artgenossen in den Augen des Hundes ein positiver Kontakt.

Auch wichtig, stellen Sie sich zunächst zwischen dem fremden Hund und ihrem Hund. Überlassen Sie Ihrem Hund nicht das offene Feld, so kommt er schnell auf den Gedanken, Entscheidungen wieder selbst zu treffen. Was bedeuten kann, sein Verhalten schlägt in Aggressionen um oder seine Angst wird tiefgehender bestätigt.

 

Haben Sie immer alle Augen auf Ihren Hund gerichtet und beobachen Sie seine Körpersprache. Sobald die Ohren nach vorne gehe, er sich in die Leine legt oder auch fixiert, schränken Sie ihn ein, in dem Sie ein Bein vor ihn stellen, um ihn aus seiner Fixierung zu holen und Blickkontakt zu Ihnen auf zu nehmen, sobald das passiert, wieder mit einem Leckerchen belohnen und dann seine Aufmerksamkeit auf sich beziehen und weitergehen.

Hilft der Tritt vor den Hund nichts, so können Sie ihn auch an der Hinterflacke mit der Seite ihres Schuhs antippen, damit er unterbrochen wird.

 

Hilft dies auch nicht, oder zieht er an der Leine nach vorne, dann sein Sie schnell als er. Rennen Sie nach vorn zu Ihrem Hund, und rennen Sie frontal ihn Ihren Hund rein und zwingen Sie ihn mit Ihrer Körpersprache ein paar Schritte nach hinten zu gehen, sobald der Blickkontakt zu Ihnen erfolgt, wieder belohnen und die Sicht öffnen.

 

Will er wieder darauf los gehen, wiederholen Sie das Blockieren. So lernt Ihr Hund das Sie es nicht wünschen, was er für ein Verhalten zeigt, dass Sie die Situationen klären.

Auch ganz wichtig, bleiben Sie immer AM HUND und nicht 1,5m Leinenlänger hinter Ihnen. Sie führen, nicht ihr Hund!

 

Leckerchen:

Hier müssen Sie in die Trickkiste greifen. Die ollen, schnöden, trockenen Leckerchen können Sie ihn nicht anbieten, die bekommt er doch immer. Hier muss etwas hochmotivierendes eingesetzt werden, was er nicht immer bekommt wie z. B. Fleischwurst oder Käse.

 

Wenn Ihr Hund in einer Stresssituation kein Futter nimmt, ist es nicht schlimm. Dann loben Sie ihn bitte nciht verbal, denn das versteht er falsch sondern klopfen ihn leicht seine Seite und gehen motvierend & zielstrebig Ihren Weg weiter.

Aber auch einen Hund einmal einen Tag hungern lassen, dass schadet dem Hund nicht und wird sogar vor Biologen empfohlen, kann Ihren Hund wieder für die Futteraufnahme öffnen.

 

Wenn Sie dies ein paar Wochen geübt und trainiert haben, können Sie die großen Bögen wieder verringern. Verringern Sie aber die Bögen lieber nur um 10cm als direkt um 2 Meter und im Anschluss wieder in einem unerwünschten Verhalten zu stecken.
Für jedes brave und ruhige Verhalten wird Ihr Hund gelobt und bekommt ein Leckerchen.


Wenn Sie dies alles befolgen und vor allem, sich immer zwischen dem fremden Hund und Ihrem Hund stellen, in unbekannten Situationen Ihren Hund immer hinter sich nehmen und sich vor ihn stellen, dann werden Sie mit konsequenten Training auch Erfolge erzielen.

Ich kann Ihnen auch gern einen Hundetrainer in Ihrer Nähe empfehlen, der mit Ihnen vor Ort am Hund direkt trainiert und ggf. eingreifen bzw. zeigen kann wie Sie Ihren Hund richtig zu führen haben. Hierzu benötige ich nur Ihre PLZ & Wohnort, damit ich einen geeigneten Trainer für Sie heraussuchen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.

Sit-HappensDE und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.