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Sit-HappensDE
Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Hallo! Wir haben 3 Möpse (9 Jahre alt - männl. und weibl.,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo! Wir haben 3 Möpse (9 Jahre alt - männl. und weibl., 2 Jahre alt männl.). Sie funktionieren als Rudel sehr gut. Seit Samstag haben wir einen größeren Junghund aus Kroatien aus einer Tötungsstation bekommen - 15 mon. alt, kastriert. Das Problem ist: er sieht die Möpse als Spielzeug an und sobald sie im selben Raum sind, fordert er sie permanent zum Spielen auf, was für die Möpse stressig ist, da sie nicht immer spielen wollen. Aber er kann keine Ruhe geben. Auch langes Spazieren macht ihn nicht müde - er hat Energie für ein ganzes Rudel (wir vermuten, dass er eine Mischung aus Australian Shepherd und Tornjak ist - wiegt dzt. 34 kg und ist ca. 70 cm hoch, seit Dezember kastriert). Aggressiv ist er nicht, aber ich habe den Eindruck, er denkt, wir sind alle nur zu seiner Unterhaltung da. Bei meinem Mann versucht er des öfteren aufzureiten und auch wenn er ihn deswegen maßregelt zB auf den Rücken dreht, fasst er es als Spiel auf. Gibt es ein paar Regeln, die ich beachten kann? Er hat seinen eigenen Platz im Flur und dort gibt er auch Ruhe, allerdings muss die Tür zu uns geschlossen sein. Ein normaler Alltag ist im Moment nicht möglich und ich hoffe, wir kriegen das bald in den Griff.
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Das gute Vorweg: Es wird sich legen mit der Zeit, allerdings werden die nächsten Wochen und Monate ein konsequentes Training voraussetzen, damit Ihr Hund sich Zuhause benimmt.

Da möchte ich anmerken: Dass ein Hund nicht spielt. Das kommt in seiner Natur nicht vor. Es ist eher behaupten und ausloten wie weit er bei Ihnen allen gehen kann um seinen Platz im Rudel zu finden. Wichig ist hier, dass Sie ihn ab sofort einschränken und auch auf die ordnungsgemäße Durchführung des jeweils gegebenen Kommandos bestehen.

Am Besten wäre es, wenn Sie so schnell wie möglich eine Hundeschule aufsuchen, nicht nur um das Grundgehorsam dem Hund beizubringen sondern auch etwas für seine Energie unternehmen (Agility-Gruppe, Flyball etc.).

Erst wenn der Hund ausgelastet ist, wird er auch ruhiger Zuhause werden. Auspowern, auspowern und nochmals AUSPOWERN. Ein pures spazieren gehen, wird bei Ihrem Hund nichts bringen, weil er dadurch die angestaute Energie nicht los werden kann. Lassen Sie sich Nasen-/Suchspiele einfallen, die Sie draußen und auch in der Wohnung mit ihm gemeinsam machen können. Gerade Geistigeauslastung wird Ihren Hund fordern, dass er mehr zur Ruhe kommt. Und Sie steigern zugleich die Bindung zu Ihrem Hund.

Zuhause sollten Sie die drei Hund zunächst einmal, für eine kurze Dauer trennen. Am Besten so, dass Sie sich alle weiterhin sehen und Co-existieren allerdings Ihrem Neuankömmling die Chance nehmen konstant die anderen Hunde aufzufordern.

Legen Sie die Rangordnung fest. Die Möpse haben den Vorrang und Ihr neuer Hund als letztes. Ein Hund sollte den Menschen als "Ressource" sehen, denn von ihn bekommt er sein Futter, Wasser, Zuneigung. Einfach alles war er zum überleben braucht. Hat der Hund aber ständig und zu jeder Tages- & Nachtzeit Zugang zu Futter (zu Wasser sollte er immer Zugang haben) oder zu Spielzeug, warum sollte er dann noch auf Sie hören?

Was sollten Sie also daher beachten?



  1. Nichts gibt es mehr "umsonst". Erst tut Ihr Hund etwas für Sie (z. B. bevor er sein Futter bekommt ein Sitz machen).
  2. Keine Zerrspiele
  3. Spielzeug liegt ab sofort zu keiner Zeit mehr nur so frei in der Wohnung rum. Spielzeug ist für den Hund Beute.
  4. Egal durch welche Türen Sie gehen, bei denen Ihr Hund Ihnen folgt, SIE gehen zuerst durch.
  5. Fordert Ihr Hund Sie zum spielen auf oder fordert er etwas anderes ein, wird er von Ihnen konsequent ignoriert.
  6. Jede Spielaufforderung (dabei dürfen Sie dann auch das weg geräumte Spielzeug rausholen) geht nur noch von Ihnen aus. Nach dem Sie gespielt haben, wird das Spielzeug wieder weg geräumt.
  7. Sofa, Bett oder andere erhöhten Liegeplätze sind vorerst, während des Trainings, tabu.
  8. Fressen bekommt Ihr Hund vorerst nur aus seinem Napf, den Sie ihm festhalten oder Sie füttern Ihren Hund direkt aus der Hand. Richten Sie auch feste Fressenszeiten ein zu denen es dann auch immer das Fressen gibt, ansonsten stellen Sie den Futternapf weg.

 

Festigen Sie das Deckentraining

 

Hierzu richten Sie ihm bitte eine Decke oder ein Körbchen an einem ruhigen Ort ein. Einem Ort wo sich der Hund zurückziehen kann ohne weiter gestresst zu werden. (Dies bezüglich wäre zum Beispiel der Korridor der flasche Platz.)

Haben Sie nun eine Stelle gefunden, bewaffnen Sie sich mit sehr vielen tollen Leckerchen (Fleischwurst oder Käse eignen sich hervorragend). Führen Sie Ihren Hund auf seinen Platz, er kann auf diesem Platz Sitzen, liegen oder stehen. Völlig egal, hauptsache er ist auf seinem Platz. Sobald er darauf ist, loben Sie ihn. Gehen Sie ein Schritt von dem Platz weg und werfen ihn ein paar Leckerchen auf seinen Platz, so machen Sie den Platz ihm schmackhaft.
Legt sich dabei Ihr Hund hin, lassen Sie ganz viele Leckerchen zum Lob zwischen seine Vorderpfoten fallen, dadurch bestätigen Sie nocheinmal das tolle Verhalten Ihres Hundes und das bleiben auf dem tollen Platz.

Weiterhin sollte auf diesem Platz alles super tolle stattfinden. Streicheln, kuscheln, spielen. Einfach alles tolles.

Steht nun Ihr Hund auf und will von dem Platz weggehen, machen Sie wieder einen Schritt auf ihn zu drängen Ihnen mit Ihrer Körpersprache wieder auf seienm Platz. Befinden sich alle 4 Pfoten wieder auf dem Platz wird er überschwenglich gelobt.

Nun entfernen Sie sich immer ein Stückchen weiter weg vom Körbchen, tun etwas anderes im Raum, beachten Ihren Hund nicht, haben ihn aber trotzdem im Auge. Bleibt er auf seinem Platz liegen, belohnen Sie ihn nach gewisser Zeit wieder. Steht er auf, sind Sie ganz schnell wieder bei ihm und sagen ihm körpersprachlich NEIN.

Ihr Hund wird lernen, dass es total toll ist auf seinem Platz zu bleiben und das er sich nicht unnötig stressen und ihnen folgen muss, denn Sie kommen ja zurück und dann passieren gaaanz tolle Dinge.

Stück für Stück verlassen Sie dann allmählich den Raum, tauchen nach wenige Sekunde wieder auf und loben Ihren Hund abermals, wenn er liegen geblieben ist. Die Abwesendheit aus dem Raum, können Sie nach ein wenig Training mal zu mal ein wenig steigern.



Das Anspringen/Aufsatteln

Das ist kein Spiel für den Hund. Das Aufsatteln kann entweder ein Dominanzgehabe sein oder, was ich sogar eher nach Ihrer Schilderung befürchte, wird es schlichtweg STRESS (Die mangelnde Auslastung) sein. Werden Sie unbedingt ruhiger Zuhause und versuchen Sie ihn mehr geistig im Haus zu fordern und ruhig etwas mehr auf den Spaziergängen auspowern.

Sein Sie konsequent. LEgen Sie ihn nicht unbedingt auf den Rücken, denn das schadet Ihrer Bindung in der Zukunft. Ein auf den Rücken legen ist eine Tötungsabsicht an den Hund.

Sein Sie selbst nicht zu aufgeregt bzw. zu enthusiastisch im Umgang mit dem Hund. Denn genau dieses falsche, menschliche Verhalten, verstärkt das Verhalten des Hundes. Schieben Sie den Hund auch nicht mit Druck oder gewaltsam von sich. Dies interpretiert der Hund als eine Form von spielerischen Verhalten. Das Resultat: Der Hund wird immer gegenhalten. Es geschieht instinktiv. Dass gleiche gilt bei einer Vielzahl von Fällen, wo der Hund extrem an der Leine zieht: Dort wird er in seinem Verhalten, durch die Kraft und Spannung in der Leine, die auf ihn ausgeübt wird, bestärkt.Daher bleiben Sie immer ruhig und gelassen. Drehen Sie dem Hund den Rücken zu und ignorieren Sie ihn.

Haben Sie Geduld dabei, denn durch Ihr Auftreten senden Sie allein durch Ihre Körpersprache dem Hund eine Nachricht darüber, was Sie von ihm verlangen. Der Hund wird mehrere Anläufe benötigen und Versuche starten, bis er Ihre Nachricht versteht. Springt der Hund Sie seitlich an, ziehen Sie das Knie an, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, dabei drehen Sie ihm wieder den Rücken zu und Mauern.

Dies ist die Beste Methode, wenn Sie es schaffen konsequent zu sein.


Beobachten Sie Ihren Neuankömmling, wie er sich verhält und ersticken Sie den kleinsten Ansatz eines Anspringens, mit einem scharfen und etwas böse klingenden NEIN oder einfach wortlos in dem Sie einen Schritt auf ihn zu und sich dabei GROSS machen. (Quasi Bauch rein, Brust raus).

Sobald er nachgibt und sich auch vielleicht hinsetzt, belohnen Sie ihn für das richtige Verhalten mit einem Leckerchen, so lernt er am schnellsten.

Leider ist mir nur eine gute Hundetrainerin in Österreich bekannt, an die sich aber sehr gern wenden können, Sie wird Ihnen vielleicht auch in Ihrer Nähe jemanden empfehlen können, falls Sie einmal Hilfe direkt vor Ort benötigen. Hierzu wenden Sie sich bitte an Frau Brigitte Kann aus Tirol, Handynummer: +43 (0)699 11 72 86 94

Bleiben Sie ruhig & gelassen, werden Sie im Umgang mit dem Hund im Haus ruhiger, dreht er zu sehr auf, bringen Sie ihn auf seinen Platz (DECKENTRAINING). Trennen Sie die 3 sichtbar für die nächsten Tage, bis er sich etwas eingelebt hat in Ihren Tagesrhytmus und lassen Sie sich ein paar Spiele für drinnen & draußen einfallen. Agility sollte Ihnen sehr unterstützend dabei helfen. Wenn Sie dann noch liebevoll KONSEQUENT bleiben, werden Sie Ihren neuen Begleiter auf Vierpfoten ganz schnell ruhiger bekommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
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Sit-HappensDE und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen herzlichen Dank für die vielen Anregungen! Wir werden gleich morgen früh mit der Umsetzung anfangen und hoffen, dass das Zusammenleben bald stressfreier ist. Dankeschön auch dafür, dass Sie mitten in der Nacht auf meine Anfrage reagiert haben. Toller Service! Grüße aus Österreich von Judith Riemer mit Benny, Cleo, Oscar und Tori

Vielen Dank, dafür bin ich ja da.
Ich wünsche Ihnen Fünfen viel Spaß beim Training. Das werden Sie schon in den Griff bekommen.


Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de