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Sit-HappensDE
Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Seit ein paar Tagen ist unser Norfolkterrier nur noch fixiert

Diese Antwort wurde bewertet:

Seit ein paar Tagen ist unser Norfolkterrier nur noch fixiert auf unseren Fernseher. Ob er aus oder an ist, spielt dabei keine Rolle. Wenn er an ist, steht sie direkt davor, wedelt ununterbrochen mit Rute, junkt und würde am liebsten in den Fernseher kriechen. Sie ist völlig aufgeregt und das Herz pocht.
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Leider gibt es Hunde, die eine recht große Erwartungshaltung & Territorialenanspruch besitzen und durch den Fernseher massiv gestresst sind. Denn das mit der Rute wedeln, bedeutet zu keiner Zeit FREUDE.

Früher hieß es, Hunde können nicht erkennen, was da im Fernseher abgeht. Sie können das genauso erkennen wie wir auch. Es sind die Bewegungen, nicht die Geräusche, die irritieren. Was die Hunde verrückt macht: Da geht jemand aus dem Bild raus. Das Tier erwartet, dass der jetzt aus dem Fernseher kommt. Hunde haben oft einen territorialen Anspruch und meinen: Da rennt jemand durch mein Wohnzimmer.

 

Das Problem: Es ist nicht seins, sondern das Wohnzimmer des Menschen. Meist reagieren Hunde, die sonst sehr betüddelt werden, auf Fernseher. Ich muss aber schauen, dass der Hund mich weniger tyrannisiert und kontrolliert.

 

Mein Tipp wäre mit Standbildern zu arbeiten: Eine DVD einlegen. Wenn der Film beginnt, plötzlich stoppen. Der Hund darf sich damit auseinandersetzen. Er lernt: Hier passiert nichts Spektakuläres. Der Typ im Fernsehen riecht nicht nach dem, was ich erwarte. Wenn der Hund sich beruhigt, ein Leckerchen geben. Dann weiter Einzelbilder ablaufen lassen, irgendwann den ganzen Film. Der Hund sollte bei Kommando auf seine Decke gehen. Die Sie so platzieren, dass er nicht direkt auf den Fernseher gucken kann. Denn die Geräusche sind für ihn nebensächlich.


Bitte nehmen Sie auch niemals Ihren Hund auf den Arm. Dadurch bestärken Sie ihn nur noch in seinem Verhalten. So erziehen Sie sich einen CHEF heran.

Legen Sie auch großen Wert darauf, dass Ihr Hund Ihre Kommandos befolgt und sich sehr wohl auf seinem Platz fühlt. Richten Sie ihm dazu seine Decke der Körbchen an einem Ort ein, der für den Hund ruhig ist und er nicht direkten Blick auf den Fernseher hat. Dann bauen Sie erneut das Deckentraining auf:

Haben Sie nun eine Stelle gefunden, bewaffnen Sie sich mit sehr vielen tollen Leckerchen (Fleischwurst oder Käse eignen sich hervorragend). Führen Sie Ihren Hund auf seinen Platz, er kann auf diesem Platz Sitzen, liegen oder stehen. Völlig egal, hauptsache er ist auf seinem Platz. Sobald er darauf ist, loben Sie ihn. Gehen Sie ein Schritt von dem Platz weg und werfen ihn ein paar Leckerchen auf seinen Platz, so machen Sie den Platz ihm schmackhaft.
Legt sich dabei Ihr Hund hin, lassen Sie ganz viele Leckerchen zum Lob zwischen seine Vorderpfoten fallen, dadurch bestätigen Sie nocheinmal das tolle Verhalten Ihres Hundes und das bleiben auf dem tollen Platz.

Weiterhin sollte auf diesem Platz alles super tolle stattfinden. Streicheln, kuscheln, spielen. Einfach alles tolles.

Steht nun Ihr Hund auf und will von dem Platz weggehen, machen Sie wieder einen Schritt auf ihn zu drängen Ihnen mit Ihrer Körpersprache wieder auf seienm Platz. Befinden sich alle 4 Pfoten wieder auf dem Platz wird er überschwenglich gelobt.

Nun entfernen Sie sich immer ein Stückchen weiter weg vom Körbchen, tun etwas anderes im Raum, beachten Ihren Hund nicht, haben ihn aber trotzdem im Auge. Bleibt er auf seinem Platz liegen, belohnen Sie ihn nach gewisser Zeit wieder. Steht er auf, sind Sie ganz schnell wieder bei ihm und sagen ihm körpersprachlich NEIN.

Ihr Hund wird lernen, dass es total toll ist auf seinem Platz zu bleiben und das er sich nicht unnötig stressen und ihnen folgen muss, denn Sie kommen ja zurück und dann passieren gaaanz tolle Dinge.

Stück für Stück verlassen Sie dann allmählich den Raum, tauchen nach wenige Sekunde wieder auf und loben Ihren Hund abermals, wenn er liegen geblieben ist. Die Abwesendheit aus dem Raum, können Sie nach ein wenig Training mal zu mal ein wenig steigern.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.


Sehr geehrter Fragesteller,

meine Antwort haben Sie gelesen - haben Sie noch Fragen? Wenn Sie
noch mehr Erklärungen wünschen oder sich aus meiner Antwort neue Fragen ergeben haben, zögern Sie bitte nicht, dies zu schreiben. Gerne gebe ich Ihnen weitere Antworten. Falls ich Ihre Frage bereits beantwortet habe, bewerten Sie doch bitte meine Antwort.


Vielen Dank

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ihre Antwort war hilfreich.
Aber da der Vorschlag Zeit in Anspruch nimmt und ich heute Abend Fernsehen möchte, besteht da ein großes Problem für den Hund???
Gibt es Alternativen?
Nun ja, Sie wollen das Problem in den Griff bekommen, da muss man dann leider seine eigenen, persönlichen Ansprüche nach hinten stellen. Desto länger Ihr Hund das Verhalten zeigt, desto länger und schwieriger wird es werden, ihm das Verhalten abzunehmen.

Richten Sie Ihrem Hund das Körbchen an einer Stelle in der Wohnung ein, wo er quasi immer noch in Ihrer Nähe ist, aber gleichzeitig nicht viel vom TV erblicken kann. Mit 3,5 Jahren sollte ja ein gewissen Grundgehorsam dem Hund bekannt sein. Bringen Sie ihn auf sein Platz, bleibt er dort liegen lassen Sie ganz viele Leckerchen zwischen seine Pfoten fallen (Es muss aber schon ein etwas "hochwertiges" Leckerchen sein und nicht nur das olle, schnöde, trockene Leckerchen, was es sonst auch jeden Tag gibt. Denn Ihr Hund soll ja motiviert sein).

Sie können Sie auch mit diesen SUPER Leckerchen bewaffnen (z. B. Fleischwurst oder Käse eignen sich hervorragend). Fängt Ihr Hund anzubellen, stehen Sie auf, blockieren ihn körperaktiv und machen so viele Schritte auf ihn zu, dass er gezwungen ist, einen Schritt nach hinten zu gehen. Nimmt er dann Blickkontakt zu Ihnen auf, geben Sie ihm sofort ein Leckerchen. Dann öffnen Sie die Sicht wieder auf den Fernseher. ACHTUNG - HIER IST JETZT IHR TIMING GEFRAGT - Ist er für auch nur eine Sekunde ruhig, geht sofort die Futterhand runter um ihn weiteres Leckerchen zu geben.

(wenn er das Leckerchen bekommt, wenn er bellt - belohnen Sie damit das falsche Verhalten.)

Bellt er allerdings wieder los, wenn Sie die Sicht öffnen, schränken Sie ihn erneut ein, wieder Sicht blockieren, auch können Sie einmal NEIN sagen. Für Ruhe belohnen und wieder Sicht öffnen. Verhält er sich dann wieder ruhig, wieder belohnen. So wird der Reiz des Fernsehers für den Hund genommen, denn er lernt es gibt keinen Grund sich zu stressen. Und Futter baut Stress beim Hund ab.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Training und auch einen ruhigen Fernsehabend. Bleiben Sie einfach immer nur ruhig und geduldig aber konsequent. Lassen Sie es nicht schleifen, dann können Sie ganz schnell diese Unart ihrem Hund wieder abgewöhnen.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
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