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Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Ich habe einen 5 1/2 Jahre alten Terrier (Parson Russell),

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe einen 5 1/2 Jahre alten Terrier (Parson Russell), sie ist mit1,5 Jahren zu mir gekommen und an und für sich ein recht lieber Hund. Seit ca. 2 Jahren wird sie immer ängstlicher und reagiert extrem auf Lärm (schreien von Kindern, lautes lachen, Verkehrslärm, etc.). Sie verfällt gerade zu in Panik und zittert, legt die Rute an den Bauch und ist wirklich erbarmungswürdig - es wird immer schwieriger, da ich beruflich viel unterwegs bin und den Hund mitnehmen muss.
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Mein erster Rat an Sie wäre, den Hund einmal einem Tierarzt vorstellen um organische Probleme ausschließen zu können. Vor allem die Schilddrüsenwerte prüfen lassen, da bei einer Unterfunktion u.a. Angst- oder Aggressionsverhalten auftreten kann.
Achten Sie bitte darauf, dass bei dem Blut-Screening auch die Werte T3, T4 & TSH geprüft werden, nur so lässt sich eindeutig die Schilddrüse bestimmen.

Wenn es der Fall sein sollte, dass eine Unterfunktion vorliegt, so kann man sehr gut mit Medikamenten die Schilddrüse unterstützen und das gezeigte Verhalten wird sich wieder mäßigen.

In einer starken Hund-Mensch-Beziehung orientiert sich ein ängstlicher Hund an seiner vertrauten Bezugsperson und weicht ihr nicht von der Seite. Wenn sich Ihr Hund nicht an Ihnen orientieren oder den Schutz bei Ihnen sucht, dann müssen Sie wieder mehr an der Beziehung mit Ihrem Hund arbeiten. Bieten Sie Ihrem Hund Ihre Nähe an, nehmen Sie ihm aber nicht auf den Arm oder reden auf ihn ein.

 

Trösten Sie ihren Hund grundsätzlich nie, wenn er Angst hat. Sie loben und bestärken damit sein Verhalten und bestätigen ihm, dass es richtig ist Angst zu haben. Stehen Sie ihm zur Verfügung, er erwartet Rückhalt von Ihnen. Es ist aber wichtig, dass er in seinem eigenen Tempo lernt, auf diesen Rückhalt Schritt für Schritt zu verzichten. Er bietet aber immer wieder eine Basis zu der er zurückkehren kann.

Rückhalt können Sie ihm geben, indem Sie sich hinknien und ihn zu sich kommen lassen, wenn er Angst hat. Nehmen Sie ihn aber nicht auf den Arm. Berühren Sie ihn möglichst nicht, sein Sie einfach da. Wenn Sie sprechen, sprechen Sie gelassen und heiter. Sie können sich auch zwischen ihn und den anderen Hund/Menschen stellen, auf diese Weise zeigen Sie Ihrem Hund, dass Sie da sind und den Konflikt souverän und aggressionslos entschärfen. Was Sie nicht tun sollten ist die andere Person in irgendeiner Art & Weise zu bedrohen, anzuschreien o.ä. - damit zeigen Sie nicht nur eigene Unsicherheit, sondern zeigen Ihrem Hund auch ein Konfliktverhalten, von dem Sie nicht möchten, dass er es übernimmt.

 

Auch sollten Sie auf keinem Fall Ihren Hund dazu zwingen sich dem Objekt seiner Angst zu nähern oder gar festhalten, damit sich der Fremde nähern kann.

 

Seine Angst wird nur größer werden. Lassen Sie ihn jeden Schritt selbst tun.
Damit er nicht lebenslang auf Ihren Rückhalt angewiesen ist, muss er lernen selbständig mit seiner Angst umzugehen und seine Konflikte selbst zu lösen. Dazu braucht er vor allem eines: Kontakt mit dem Angstauslöser. Bringen Sie ihn unter Leute und steigern Sie die Intensität des Kontaktes schrittweise, loben Sie ihn für eigene Annäherungsversuche. Üben Sie zunächst nur mit bekannten, befreundeten Menschen, sofern das möglich ist.

 

Gehen Sie zunächst draußen auf Abstand zu anderen, größeren Bogen machen, sobald ein Geräusch zu hören ist oder ein Auto sich nähert, geben Sie dem Hund ein Leckerchen.

So lernt der Hund stück für Stück, dass er sich gar keinen Stress machen muss, denn die "Fremden" tun ihn ja nichts, im Gegenteil - jedesmal gibt es noch ein leckeres Fresschen.

 

Sollte die langsame Gewöhnung nicht auf Anhieb klappen, machen Sie Rückschritte und rechnen Sie mit Rückfällen seitens Ihres Hundes.

 

Draußen bleiben Sie immer am Hund, stellen sich vor ihn, wenn Fremde sich mit Ihnen unterhalten möchten, blockieren ihn und lassen es auf gar keinen Fall zu, dass sich ein Fremder dem Hund nähert und streichelt. Der Leitwolf eines Wolfsrudels würde es auch niemals zulassen, dass sich irgend etwas seinem Rudel nähert.

Stattdessen geben Sie Ihrem Hund durchs blockieren Sicherheit, geben ggf. dem Fremden vorher ein Leckerchen, welches wieder im Vorbeigehen fallen gelassen wird, auch so wird dann ein positives Verhältnis geknüpft.

 

Wenn diese ersten Schritte getan sind, können Sie es ausbauen, besuchen Sie die Stadt oder am Anfang den Bahnhof. Ab in den Bahnhof rein (nicht auf die Bahnsteige), ziehen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes vollkommens auf sich, vielleicht mit seinem Lieblingsspielzeug, spielen 30, 60 sekunden mit ihm, geben Sie ihm nicht die Möglichkeit sich im Bahnhof umzusehen. Nach dem Spiel verlassen Sie umgehend wieder das Gebäude.

Dies wiederholen Sie mehrmals in der Woche und in den nächsten Monaten. Besuchen Sie die Stadt, kurz hineingehen, Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ihn ablenken und wieder weg gehen. So wird Ihr Hund gefestigter mit der Zeit und nach und nach, können Sie dann dazu übergehen Ihren Aufenthalt im Bahnhof, in der Stadt und an anderen belebten Orten auszubauen.

 

Sie können sich auch gern Frau Brigitte Kann in Tirol unter der Rufnummer +43 (0)699 11 72 86 94 in Verbindung setzen. Sie ist eine geschulte und qualifizierte Hundetrainerin die Ihnen bei der Problemlösung vor Ort gern behilflich sein wird.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX
wobei nicht fremde Menschen das Problem sind - sie liebt Menschen. Das Problem ist scheinbar "nur" der Lärm. Mein erster Schritt wird das Untersuchen der Schilddrüse sein. Hinknien und den Hund kommen lassen wenn sie ängstlich ist geht gar nicht - sie möchte nur flüchten und reißt permanent in die Leine.

Danke XXXXX XXXXX Grüße
Hilde Schalko
Das würde ich Ihnen auch als aller erstes empfehlen, dass Sie den Hund einmal gründlich untersuchen lassen.

Wenn Ihr Hund nur noch weg möchte, dann sollten Sie zuhause und auf abgelegenen Plätzen auf Ihren Spaziergängen auch an der Bindung zum Hund arbeiten. Unternehmen Sie beide etwas spannendes. Nasensuchspiele, Versteckspiele, gehen Sie im Wald mal quer Feld ein, springen Sie über ein paar Baumstämme etc. Machen Sie sich einfach interessant für den Hund, dass er merkt, dass Sie sich um alles kümmern, er sich nciht stressen muss und gern bei Ihnen ist.
Auch eine Agility oder Obedience Gruppe, kann die Bindung wieder stärken.

Es gibt im Internet diverse CDs zum Kauf, die man zum Training mit dem Hund zuhause verwenden um ihn an Geräusche zu gewöhnen:

CD Dont be afraid - Desensibilisierung von Hunden / Hundewelpen 96 Alltagsgeräusche

CD Dont be afraid 2 Gold - Desensibilisierung von Hunden / Hundewelpen 88 Geräusche

CD Dont be afraid 3 Fireworks - Desensibilisierung von Hunden / Hundewelpen 45 min Feuerwerk

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


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