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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

unser Junghund bellt alles an, was sich bewegt. was tun?

Kundenfrage

unser Junghund bellt alles an, was sich bewegt. was tun?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 3 Jahren.

Falvina :

Hallo, ich denke Sie haben Ihrem Hund bestätigt, dass es gut ist was er da tut. Inre Beschreibung: loben, abhalten, loben, fernhalten, darauf zugehen hört sich sehr danach an.

Falvina :

So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.

Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.

Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.

Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Gedanken verankert.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist.

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.

Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Setzen Sie sich eine unsichtbare Grenze (z.B. Ihr Bein) und diese darf der Hund nicht überschreiten.

Sie müssen ihn aber blockieren BEVOR er diese Grenze überschreiten kann. Einfach zum Hund drehen, machen Sie sich groß. Sobald er auch nur minimal zurückweicht oder Sie ansieht, entspannen Sie sich wieder.

Das hat alles nichts mit Körperkraft zu tun, sondern mit der eigenen Energie und Haltung, sie müssen lernen bestimmt aber ruhig aufzutreten, selbstbewußt, sonst wird ihr Hund immer die Führung übernehmen wollen, weil sie in seinen Augen schwach sind (nicht körperlich sondern mental)

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und warten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".

Wenn er vor läuft und Sie haben es versäumt, bitte stehen bleiben, nicht nach hinten ziehen, das animiert den Hund nur noch mehr zu ziehen.

Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.

Allerdings müssen Sie hierbei, wie schon erwähnt, 100% Rudelführer sein und der Hund muss dies auch annehmen.

Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.

Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.

Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben.

Falvina :

Wenn man versucht solche Hunde zu Korrigieren und dabei unsicher ist, oder falsch korrigiert, kann das ganz schlimme Folgen haben und sein Verhalten verschlimmert sich auch noch.

Es kommt auch darauf an ob sein Verhalten aus Unsicherheit herrührt oder ob er dominant ist. Das ist ein großer Unterschied, denn wenn manche Hunde unsicher sind, weil sie schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, dann dies in Aggression umschlagen.

Bei solchen Hunden ist es enorm wichtig, dass man nicht zurückschreckt wenn Sie knurren sondern seinen Platz behauptet.
Ebenso dürfen Sie aber keinen direkten Blickkontakt haben.

Auch aufgestaute Energie kann die Ursache für Aggression sein.
Versuchen Sie niemals mit dem Hund zu reden oder ihn zu beruhigen, wenn Sie merken, dass er unsicher, unruhig oder aggressiv ist.

Bei solchen Hunden nutzt es auch nichts mit Druck zu arbeiten, denn wenn ein Hund, egal welche Rasse, seinen Halter nicht 100%ig als Rudelführer sieht, wird er keine Kommandos ausführen oder nur halbherzig. Bevor Sie Kommandos üben, muss eine Beziehung aus Respekt und Vertrauen aufgebaut werden. Gerade das Vertrauen scheint er verloren zu haben.
Leider merkt Ihr Hund auch, wenn Sie unsicher werden, und das kommt bei ihm als Schwäche an und schwachen Rudelführern folgen sie nicht.

Sie merken, es ist ein Teufelskreislauf, daher ist es fast schon unvermeidbar sich professionelle Hilfe zu holen.

Hier noch einige Tipps zum klären der Rangordnung, egal was Sie tun, Sie sollen immer ruhig aber bestimmt auftreten, wenn Sie merken, Sie werden nervös, stehen bleiben, durchatmen. Das hilft und bringt Ruhe ins Ganze.

• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.

Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

• -Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften mal (Beispiel)
• .-Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren.Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
• setzen Sie Regeln und Grenzen, die Sie dann auch bitte einhalten, ein Hund braucht sie sonst kann es sein, dass er welche aufstellen will.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt.

Falvina :

Gehen Sie am Anfang nicht in eine Situation mit einer anderen Person oder anderem Hund, sondern holen Sie Ihren Hund aus dieser Situation RAUS, lenken Sie die Aufmerksamkeit auf sich. z.B. andere Richtung einschlagen, schneller laufen, machen Sie irgend einen Quatsch mit Ihm, hauptsache er schenkt Ihnen die Aufmerksamkeit und niemand anderem in der Lernphase. Es müssen alle mitspielen wenn Sie den Kontakt zu Mensch oder Hund suchen, nicht nur Ihr Hund. Als erstes müssen Sie alles richtig machen, dass Ihr Hund von Ihnen lernen kann wie er sich zu verhalten hat, sie müssen Ihn sozialisieren, dann kann man versuchen Kontakt aufzubauen. Aber man braucht auch einen ruhigen Part (Menschen/Hund) auf der Gegenseite, Übungshunde/-menschen die wissen wie man in dieser Situation handelt. Sie müssen am anfang ständig blockieren, Ihn ständig runterholen (zur Ruhe kommen lassen), immer wieder einlenken und auch immer das durchsetzen was Sie möchten, nicht was er möchte. Ein Nein heiß Nein, und OK ist nur dann wenn ich es sage. Aber reden Sie nicht viel (am besten gar nicht) mit Ihrem Hund, Ihre Körpersprache ist das ausschlaggebende, vielleicht hilft in Ihrem Fall noch besser (schneller) eine gute Hundeschule oder ein Hundetrainer bei Ihnen zu Hause. Eigentlich will er nur mit Ihnen gassi gehen und wenn Sie das richtig machen interessiert er sich für niemand anders. Er braucht keinen dauerhaften Kontakt zu anderen Menschen/Hunden, aber wenn Sie richtig üben und Ihm auch Alternativen geben können, dann ist es auch mit dem Kontakt nie ein Problem.

Falvina :

Hoffe ich kann Ihnen hiermit gut weiterhelfen. Danke für Ihre positive Bewertung vorab!

Falvina :

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