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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6961
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Mein Schäferhund, 7 Jahre alt, super folgsam, greift alle anderen

Kundenfrage

Mein Schäferhund, 7 Jahre alt, super folgsam, greift alle anderen Hunde an. Erziehungshalsband läßt ihn kalt. Ich hänge dann an der Flexi, und 42 kg sind nicht zu bändigen. Der letzte Ausraster kostete mich am Karfreitag 2 Frontzähne. Eine Trainerin hat mir ein Halsband mit Stromstößen empfohlen. Das ist doch aber verboten. Liebe Grüße XXXXX XXXXX aus Böblingen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Uschi,
Sie haben völlig Recht, Stromhalsbänder sind tierschutzrelevant- zusätzlich zerstören Sie das Vertrauensverhältnis, führen dafür aber oft zu falschen Verknüpfungen und machen den Hund dann evtl. echt gefährlich- also Hände weg.
Hier einige wichtige Trainingstipss- die, richtig und konsequent angewandt eigentlich immer helfen:

Trainieren Sie Situationen, in denen Ihr HUnd üblicher
Weise Aggessionsverhalten zeigen könnte wie folgt:
Konzentrieren Sie ihn - solange er noch ruhig ist- über Spielzeug oder Lecker auf sich,
 anfangs auf eine SO große Entfernung, dass Ihr Hund noch keine Aggression zeigt.

So lernt er, andere Hunde (erstmal auf Abstand) mit etwas
 angenehmen (LEcker, Spielzeug) zu verknüpfen, anstatt gleich aggressiv zu reagieren -und ist gleichzeitig abgelenkt.
Wichtig dabei ist anfangs eine grosse Entfernung, so dass
er ruhig bleibt.

In vielen kleinen Schritten über viele Wochen geübt, kann die
Entfernung langsam verkleinert werden,denn es kommt zu einer Umkonditionierung
im Kopf- was ihn bisher erregt hat-verschafft ihm jetzt in Ihrer
Gegenwart Entspannung und ein angenehmes Gefühl anstatt Aggression.
Diese "Umerziehung" Klappt eigentlich immer-mit
 viel Ruhe und Geduld.
Hat er sich schon "Hochgefahren", hilft nur weggehen, umdrehen, Ruhe bewähren,
Verhalten ignorieren -und neu trainieren s.o.
Alternativ können Sie ihn in mir Ihrem Körper blockieren (vor ihn stellen) scharf NEIN sagen und warten bis er sich entspannt- dann Lob und weiter.
In vielen Fällen ist ein sog, HALTI (eine Art Kopfhalfter für Hunde) für eine gewisse Übergangszeit sehr hilfreich, damit Sie sich leichter durchzusetzen könne- gerade bei einem großen Hund.
Oft hilft es sehr, wenn er sich seine Tagesration Trockenfutter für diese Übungen und andere Unterodnungsübungen auf dem Spaziergang erarbeiten muss.
Hunger ist ein guter Lehrmeister und es stärkt Ihre Chefposition.
Strafen sind immer kontraproduktiv, führen aber oft zu falschen Verknüpfungen, wie oben erklärt, und machen dann die Aggression noch schlimmer.

Wichtig ist natürlich auch eine gefestigte Rangordnung, damit er SIE draußen auch wirklich ernst nimmt.

Dazu noch einige Hinweise:


"Nabel der Welt Training" (Das sind SIE):


-es gibt nichts mehr für umsonst (Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen,
Rausgehen) 

zuerst tut der Hund etwas für SIE: z.B. Sitz.


- SIE gehen immer zuerst, auch als erster durch Türen


- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum.



-Sie beginnen und beenden jedes Spiel (wenn es am schönsten ist) und packen das
Spielzeug weg.

-



-jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert(Kopf auflegen, Pföteln)
-zum Beispiel durch abwenden
-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe 
gibt. Der Hund darf nichts einfordern.
-

Futter am Besten nur noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten und zwischendurch 
wegstellen-evtl die Tagesfutterration aus der Hand füttern als Belohnung für gute Übungen., wie oben schon erwähnt.
-KEINE erhöhten Liegeplätze (Bett, Sofa)-zumindest aber darf er nur NACH Aufforderung dorthin.


-viel Grunderziehungsübungen im Haus und draußen.
Ein fester Hundeplatz ist wichtig, auf dem er bleibt , wenn Sie es wollen-am besten 
über Leckerlis antrainieren, evtl dazu übergangsweise anbinden.

Je sicherer er Sie als Rudelführer annimmt, um so leichter ist draußen die Umerziehung


Brauchen Sie zusätzlich Hilfe vor Ort, helfe ich Ihnen gerne über Ihre PLZ.
Viel Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange
Tierärztin und Verhaltenstherapie

www.problem-tier.de

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 4 Jahren.

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