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Sit-HappensDE
Sit-HappensDE, Hundeverhaltensberater nSB ®
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 601
Erfahrung:  Hundeverhaltensberater nSB® mit Abschluss und Leiter der Sit Happens - Hundepsychlogischen Beratung. Autor des Ratgebers das Alpha Prinzip - 14 goldene Regeln für Hundehalter.
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Wir haben ein sicher sehr bekanntes Problem. Unsere Hündin

Kundenfrage

Wir haben ein sicher sehr bekanntes Problem. Unsere Hündin jault, wenn sie alleine ist. Wir haben die Golden Retriever Hündin erst seit ca. 3 Wochen. Sie ist sehr lieb und gelehrig und begreift sehr schnell. Sie wurde zur Zucht eingesetzt und ist es gewöhnt, im Rudel zu leben. Wir haben keinen zweiten Hund, nur eine Katze. Sie reagiert sehr schnell auf Kommandos und wir hoffen, dass wir das Jaulen durch Training wieder in den Griff bekommen. Lt. Züchterin hat sie zuvor nicht gejault, was wir allerdings nicht wirklich wissen. Welche Möglichkeiten gibt es, damit sie lernt, dass ihr Verhalten "falsch" ist?? Für eine Antwort wären wir sehr dankbar, mit freundlichen Grüßen Sylvia Klinger
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Sit-HappensDE hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo und willkommen hier bei Just Answer. Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Thema Hund beantworten zu dürfen.

Sehr geehrte Frau Klinger,

solch ein Problem taucht öfters auf, gerade wenn sich die Lebensumstände eines Hundes ändern. So wie in Ihrem Fall: Der Umzug in ihr neues Zuhause.

Ihre Hündin war es vorher gewöhnt allein zu bleiben, weil Sie auch Ihre Umgebung kannte und dem ehemaligen Halter vertrauen konnte, dass er wieder kommt.
In Ihrem Fall nun, müssen Sie erst einmal das Vertrauensverhältnis oder besser gesagt die Bindung zum Hund herstellen.

Geben Sie der Hündin etwas Zeit sich einzuleben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und vorallem eine positive Bindung zu Ihnen aufzubauen. Woher soll die Hündin wissen, dass der für sie noch FREMDE MENSCH tatsächlich wiederkommt?

Daher müssen Sie hier quasi noch einmal bei Null Anfangen um der Hündin das Alleinbleiben beizubringen.

Mit folgenden Training sollten Sie schnell es schaffen:

Ganz wichtig für den Anfang ist, wenn Ihr Hund bellt gehen Sie nicht in die Wohnung, erst wenn dieser sich kurzzeitig ruhig verhält und ihn dann auch loben und mit einem Leckerchen belohnen. Denn ansonsten hat er einen Erfolg errungen. Er bellt, Sie kommen!! Und dadurch wird er erst recht anfangen zu bellen.
Damit der Hund für ein paar Stunden allein bleiben kann, muss er in kleinen Schritten dazu trainiert werden. In diesem Training kann man dann nach einigen Tagen, die Zeit des "weg bleibens" verlängern..

Dazu üben Sie mit Ihrem Hund erst einmal das Platztraining:
Hierzu richten Sie ihm bitte eine Decke oder ein Körbchen an einem ruhigen Ort ein. Einem Ort wo sich der Hund zurückziehen kann ohne weiter gestresst zu werden. (Dies bezüglich wäre zum Beispiel der Korridor der flasche Platz.)

Haben Sie nun eine Stelle gefunden, bewaffnen Sie sich mit sehr vielen tollen Leckerchen (Fleischwurst oder Käse eignen sich hervorragend). Führen Sie Ihren Hund auf seinen Platz, er kann auf diesem Platz Sitzen, liegen oder stehen. Völlig egal, hauptsache er ist auf seinem Platz. Sobald er darauf ist, loben Sie ihn. Gehen Sie ein Schritt von dem Platz weg und werfen ihn ein paar Leckerchen auf seinen Platz, so machen Sie den Platz ihm schmackhaft.
Legt sich dabei Ihr Hund hin, lassen Sie ganz viele Leckerchen zum Lob zwischen seine Vorderpfoten fallen, dadurch bestätigen Sie nocheinmal das tolle Verhalten Ihres Hundes und das bleiben auf dem tollen Platz.

Weiterhin sollte auf diesem Platz alles super tolle stattfinden. Streicheln, kuscheln, spielen. Einfach alles tolles.

Steht nun Ihr Hund auf und will von dem Platz weggehen, machen Sie wieder einen Schritt auf ihn zu drängen Ihnen mit Ihrer Körpersprache wieder auf seienm Platz. Befinden sich alle 4 Pfoten wieder auf dem Platz wird er überschwenglich gelobt.

Nun entfernen Sie sich immer ein Stückchen weiter weg vom Körbchen, tun etwas anderes im Raum, beachten Ihren Hund nicht, haben ihn aber trotzdem im Auge. Bleibt er auf seinem Platz liegen, belohnen Sie ihn nach gewisser Zeit wieder. Steht er auf, sind Sie ganz schnell wieder bei ihm und sagen ihm körpersprachlich NEIN.

Ihr Hund wird lernen, dass es total toll ist auf seinem Platz zu bleiben und das er sich nicht unnötig stressen und ihnen folgen muss, denn Sie kommen ja zurück und dann passieren gaaanz tolle Dinge.

Stück für Stück verlassen Sie dann allmählich den Raum, tauchen nach wenige Sekunde wieder auf und loben Ihren Hund abermals, wenn er liegen geblieben ist. Die Abwesendheit aus dem Raum, können Sie nach ein wenig Training mal zu mal ein wenig steigern.



Trainieren Sie in kleinen Schritten. Nur ein paar Minuten anfangs.
So können Sie langsam-über Wochen die Zeitdauer Ihrer Abwesenheit ausbauen.
Zu Anfangs kurz die Wohnung verlassen: nicht länger als 30 sekunden....

Ganz wichtig ist aber:

  • Schimpfen Sie nicht mit dem Hund und "trösten" Sie ihn auch bitte nicht, wenn er bellt. Dadurch bestätigen Sie ihn nur in seinem Verhalten und es wird schlimmer.
  • Ziehen Sie sich auch einfach mal mehrmals am Tag an und tun Sie einfach nur so, als ob Sie jetzt gehen würde. Aber anstelle durch die Tür zu gehen, setzen Sie sich aufs Sofa oder machen etwas anderes in der Wohnung. Nach einigen Minuten ziehen Sie sich wieder aus und tun weiterhin so, als sei nichts besonderes gewesen. So lernt Ihr Hund, dass er sich nicht aufregen muss, sich stressen muss, nur weil Sie sich anziehen. Somit muss er keine Angst haben, dass Sie gleich weg sind.

  • Verabschieden Sie sich auch bitte nicht von Ihrem Hund. Gehen Sie einfach!!!

 

Eine Trennungsangst (Bellen) in den Griff zu bekommen, ist eine schwierige Herausforderung. Eine die man definitiv lösen kann, jedoch sehr viel Zeit und Geduld erfordert. Daher üben Sie bitte mit Ihrem Hund, dass "Fernbleiben Ihrerseits" in 30 sek. Schritten. Sie verlassen das Zimmer, kommen wieder rein. Hund bliebt ruhig, er wird dafür belohnt. Desto kleiner die Schritte Anfangs sind, desto besser lernt Ihr Hund und es wird nachhaltig in der Zukunft viel, viel Besser klappen ihn dann für ein paar Stunden allein zu lassen.

Muss Ihr Hund aber momentan längere Zeit alleine Bleiben, suchen Sie sich bitte einen Hundesitter oder eine Unterbringung wo Sie Ihren Hund für ein paar Stunden abgeben können. Andernfalls wird sich leider Problem nur noch verschlimmern und verfestigen.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Bestehen keine weiteren Fragen mehr, so bitte ich Sie um Bewertung der Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de


Hinweis zur Online-Beratung:
Bitte haben Sie Verständis dafür, dass eine Online-Beratung keine individuelle Beratung ersetzt. Da ich als Hundetrainer & Verhaltensberater mir kein Gesamtbild des Hundes, des Halters & dessen Umgebung machen kann, kann ich Ihre Frage nur allgemein bezogen beantworten.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bewerten Sie bitte meine Antwort, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Ich stehe Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.
Experte:  Sit-HappensDE hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Klinger,

ich habe Ihnen gestern Ihre Frage auf JustAnswer beantwortet. Mir ist aufgefallen, dass Sie meine Antwort noch nicht angesehen haben.

Bitte klicken Sie auf den nachfolgenden Link, um meine Antwort zu sehen oder mir zu antworten.

http://www.justanswer.de/hundetrainer/7bv1b-wir-haben-ein-sicher-sehr-bekanntes-problem-unsere-h-ndin.html


Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Berninger
Sit Happens - Hundepsychologische Beratung
www.sit-happens.de