So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr.M.Wörner-Lange.
Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6699
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hundetrainer hier ein
Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Habe seit 3 monaten einen 9 monate alten Dogge-riesenschnauzermix,er

Kundenfrage

Habe seit 3 monaten einen 9 monate alten Dogge-riesenschnauzermix,er lebt mit unserer mops Hündin und Pinschermixhündin bei uns.Alles klappt wunderbar.......außer das er sofort auf fremde Hunde losgeht die uns draußen begegnen.Er fängt sofort an zu schnappen und steigert sich so hinein das wenn man nicht sofort dazwischen geht es zur beisserei kommt.
im sommer war ich mit ihm noch an unserem hundestrand wo ich garkeine probleme hatte wenn er mit 20-30 hunden am strand frei rum gelaufen ist.ich gehe schon sehr ungern spazieren da ich schon immer angst habe wenn ich jemannd mit hund sehe.worXXXXX XXXXXegt dieses verhalten,wer kann mir helfen?

lg Lollo
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 4 Jahren.

Lieber Nutzer,
alle 3 Rassen die sich in Ihrem Hund genetisch befinden, sind sehr territorial und verteidigungsbereit.
Zusätzlich ist er vermutlich nicht ausreichend sozialisiert worden und hat evt. sogar schlechte Erfahrungen gemacht-vor Ihrer Zeit.
Erschwerend hinzu kommt, dass er mit 9 Monaten nun gerade geschlechtlich erwachsen ist und seine Kräfte ausprobiert.
All diese Punkte zusammen machen die Arbeit schwer, deshalb wäre es besonders wichtig, dass Sie mit ihm allein üben, bis es klappt- ohne die beiden Kleinen- für die er sich sonst noch eher draußen hochspielt.
Nur über eine,neue positive Verknüpfung -also ein Umlernen des
Hundes im Umgang mit anderen Hunde - können Sie eine
 Verhaltensänderung erreichen:

Trainieren Sie Situationen, in denen Ihr HUnd üblicher
Weise Aggessionsverhalten zeigen könnte wie folgt:
Konzentrieren Sie ihn - solange er nch ruhig ist- über Spielzeug oder Lecker auf sich,
 anfangs auf eine SO große Entfernung, dass Ihr Hund noch keine Aggression zeigt.
 Das sollten zu Anfang mindestens 5-10 Meter sein, dann ist er noch nicht erregt und Sie sind auch ruhiger. Den Hund bitte immer so führen, dass SIE zwischen ihrem und dem anderen sind (sog.Splitting deeskaliert in der Hundesprache)
So lernt er, andere Hunde (erstmal auf Abstand) mit etwas
 angenehmen (LEcker, Spielzeug) zu verknüpfen, anstatt gleich aggressiv zu reagieren -und ist gleichzeitig abgelenkt, entspannter und im Kopf bei Ihnen- das ist das Wichigste in der Umlernphase.
Wichtig dabei ist anfangs wirklich eine SO grosse Entfernung, so dass
 er ruhig bleibt.

In vielen kleinen Schritten über viele Wochen geübt, kann die 
Entfernung langsam verkleinert werden,denn es kommt zu einer Umkonditionierung
im Kopf- was ihn bisher erregt hat-verschafft ihm jetzt in Ihrer
Gegenwart Entspannung und ein angenehmes Gefühl anstatt Aggression.
Diese "Umerziehung" Klappt eigentlich immer-mit
 viel Ruhe und Geduld.
Hat er sich schon "Hochgefahren", hilft nur weggehen, umdrehen, Ruhe bewähren,
-und neu trainieren s.o.
Alternativ können Sie ihn in mir Ihrem Körper blockieren (vor ihn stellen) scharf NEIN sagen und warten bis er sich entspannt- dann Lob und weiter.

Dazu muss natürlich die Rangordnung zwischen Ihnen gefestigt sein, damit er Sie wirklich ernst nimmt.
In vielen Fällen ist ein sog, HALTI (eine Art Kopfhalfter für Hunde) für eine gewisse Übergangszeit sehr hilfreich, damit Sie sich leichter durchzusetzen könne- gerade bei einem großen Hund.
Oft hilft es sehr, wenn er sich seine Tagesration Trockenfutter für diese Übungen und andere Unterodnungsübungen auf dem Spaziergang erarbeiten muss.
Hunger ist ein guter Lehrmeister und es stärkt Ihre Chefposition.

Das restliche Futter sollte es dann erst abends geben.
Strafen sind kontraproduktiv, führen aber oft zu falschen Verknüpfungen und machen dann die Aggression noch schlimmer und zerstören das Vertrauensverhältnis.
Brauchen Sie zusätzlich qualifizierte Hilfe vor Ort,(das ist oft einfacher) helfe ich Ihnen gerne über Ihre PLZ.
Viel Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange
Tierärztin und Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de

Falls noch Nachfragen bestehen, antworte ich gern direkt nochmal, bevor Sie auf ein Smiley clicken.

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber Nutzer,
haben Sie noch Fragen? Ich antworte gern nochmal, BEVOR Sie auf ein Smiley clicken.
Sonst bitte das akzeptieren durch Click auf ein positiv Smiley nicht vergessen, nur so kann meine Arbeit von J. A. bezahlt werden.
Danke im Voraus.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Hundetrainer