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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6692
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Ich habe einen Irish red Setter, 14 Monate alt, er ist ganz

Kundenfrage

Ich habe einen Irish red Setter, 14 Monate alt, er ist ganz gut erzogen und auch lieb aber er haut immer ab sofern er was in der Nase hat ( Wild ).
Bsp. ich spiele heute auf einer Bergkuppe mit ihm ein Apportierspiel, 2 x bringt er mir das Apportel, beim 3 x ist er auf und davon.... was soll ich nur tun, diese Unart häuft sich zunehmend ???
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 4 Jahren.

Lieber Nutzer,

Jagen ist genetisch bedingt und ist schon im Ansatz selbstbelohnend durch die Ausschüttung von
Glückshormonen-, deshalb wird Ihr Hund dies Verhalten im Freilauf immer stärker ausüben und
der einzige Weg dies Verhalten langfristig in den Griff zu bekommen ist leider doch ein Antijagdtraining mit der Schleppleine.
Sie benötigen zusätzlich ein "Jagdersatzobjekt":z.B. Ball, Quitschie,Frisbie o.ä.

Hier eine Anleitung zu diesem Training:
Sie sollten mit Ihrem Hund den Rückruf an der Schleppleine solange üben,
bis er sicher zurückkommt.Üben Sie mit viel Belohnung -und dem "Jagdersatzobjekt" (s.o)-
In ablenkungsarmer Umgebung sollten Sie ihn schon "heiß" auf das Jagdersatzobjekt gemacht haben, damit es jederzeit schnell einsetzbar ist.
Er selbst bekomt es immer nur für wenige Minuten, damit es interssant bleibt.
Sie müssen sich für den Hund immer interessanter machen als die Umwelt- und er darf keinen Jagderfolg haben -außer mit Ihnen u. den "Jagdersatzspielen".
Auf SEHR übersichtlichem Gelände-z.B. einer Wiese- können Sie es dann wagen, diese Spielübungen auch an fallen gelassener Schlepp- Leine zu machen.
Klappen diese Übungen immer und überall- Sie sollten ihn natürlich auf das Jagdspielzeug
schon konzentrieren, bevor sie Jagverhalten zeigt wie z.B. erstarren, fixieren, hinlegen etc bzw wenn Sie in wildreiches Gebiet kommen- können Sie anfangen, die Schleppleine auch in bisher schwierigen Situationen am Boden schleifen zu lassen.
Im Laufe vieler Wochen wird dann die Schleppleine pro Woche eine Handbreit gekürzt-bis nur noch etwa 20cm am Halsband verbleiben- natürlich immer nur, wenn das Training gut geklappt hat.
So wird dem Hund vermittelt, weiter in ihrem Einzugsbereich zu sein.
Das Jagdersatzobjekt muss lebenslang weiter (unregelmäßig) im Einsatz bleiben- denn ausgeprägtes
Jagdverhalten, dass sich einmal gefestigt hat, lässt sich nicht löschen aber mit Geduld und Konsequenz umlenken.

Viel Erfolg und alles Gute!

Dr. M.Wörner-Lange

Tierärztin und Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de
Falls noch Nachfragen bestehen, antworte ich gern direkt nochmal, bevor Sie auf ein Smiley clicken.

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