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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

Hallo, ich habe meine Hündin seit 6,5 Jahren. Seit 1 Woche

Kundenfrage

Hallo, ich habe meine Hündin seit 6,5 Jahren. Seit 1 Woche reißt sie täglich mehrfach aus und geht zu einer befreundeten Hündin etwa 500 m entfernt. Sie findet immer neue Wege aus dem Garten. Wie kann ich sie zum bleiben bewegen  und wie soll ich mich beim Abholen verhalten? Warum geht sie?  Vielen Dank für Ihre Antwort
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo und guten Morgen

Ist sie alleine im Garten, wenn sie das tut? Oder ist jemand anwesend?
Wenn Hunde einmal den Trick des "Abhauens" entdeckt haben, werden sie es immer wieder versuchen, denn das ist für sie eine Art Jagd und jagen ist selbstbelohnend auch ohne Jagderfolg.

Setzten sie ganz dringend Regeln und Grenzen (auch im Haus) und streichen sie jegliche Privilegien bis auf weiteres.
Schränken Sie sie ein, sowohl im Haus als auch im Garten und beim Gassi gehen. Für einen Hund beginnt Führung wirklich schon im Haus, auch wenn augenscheinlich da alles OK ist.

Man muss sich klar werden, dass eine geordnete Rudelstruktur als überlebenslebensnotwendig in einem Hund verankert ist. Eine unklare und
schwammige Rangordnung stresst einen Hund und kann sein Seelenheil bedrohen.
Stellen Sie unbedingt klar, dass Sie der Rudelführer sind. Dies hat nichts mit Macht oder Alpha zu tun, sondern ist eine Mischung aus Vertrauen und Respekt mit gegenseitigen Rechten und Pflichten. Der Hund weiß, dass Sie kein Hund sind, dennoch müssen klare Regeln und Grenzen gesetzt werden.

• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

• -Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
• Der Grundsatz ist, dass jedes Rudelmitglied nach Status und
Aufgabenspektrum im Rudel über Liege- und Aufenthaltsplätze verfügt.
Je wichtiger der einzelne für das Rudel ist, desto zentraler und übersichtlicher
ist sein Liegeplatz – von dort aus hat er alles im Blick und kann jederzeit ordnend eingreifen. Richten Sie ihm einen Platz ein, wo er nicht komplett alles im Blick hat, bzw gleich handeln kann, wenn etwas passiert, also nicht in Fluren, neben Haustüren usw. Am besten da, wo am wenigsten los ist.
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• Lassen Sie ihn für sein Futter „arbeiten“, fordern Sie z.B. Ruhe ein, wenn er sich unruhig verhält, das ist schon „arbeiten“ für den Hund.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften mal (Beispiel)
• .-Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren.Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
• setzen Sie Regeln und Grenzen, die Sie dann auch bitte einhalten, ein Hund braucht sie sonst kann es sein, dass er welche aufstellen will.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt.

Hunde, die Ihren Halter als Rudelführer ansehen, die werden niemals "abhauen", denn auch hier gibt immer der Chef den Befehl zum Jagen.

Falls es doch passiert, bitte nicht schimpfen, ihr Hund wird sein Verhalten nicht mit ihrer Wut in Verbindung bringen können und nur merken, dass Sie sauer sind, aber er weiß nicht warum.

Ansonsten wenden Sie die Einschräke Technik auch im Garten an (wie oben beschrieben), ihr Hund muss lernen, dass gewisse Bereiche einfach nicht erlaubt sind.
Setzten Sie Regeln und Grenzen, halten Sie diese auch ein.

Gehen sie viel Laufen, Radfahren, Inlinern usw., aber alles kontrolliert an der Leine, dann konzentriert sich der Hund am meisten. Achten Sie dabei darauf, dass der Hund hinter ihnen läuft. Wenn er vor will, blockieren sie ihn.

Je nachdem, wie weit gefestigt sein Verhalten schon ist, wird es schon einige Zeit dauern, bis es Wirkung zeigt, daher bitte versuchen weiterhin den Garten abzudichten. Auch Rückruf Übungen immer wieder einbauen, zu not den Hund anleinen, denn je öfters er fliehen kann, desto mehr Spaß wird es ihm machen und es würde schlimmer werden.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu


Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Beurteilung, dass eine individuelle Beratung online nicht richtig möglich ist, da man das Gesamtbild Mensch/Hund/Ort usw. nicht sehen kann.
Alle meine Ratschläge wurden von den Unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams erprobt und werden sich bei richtiger Anwendung in 98% der Fälle als Erfolgreich erweisen.
Bitte erst bewerten, wenn keine Verständigungsfragen mehr bestehen.


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Frau Ciolacu,
vielen Dank für Ihre schnelle und informative Antwort.
Ich hab zu Ihrer Antwort noch eine kurze Frage. Vor ca. 8 Monaten ist an der Stelle, wo sie jetzt immer hinläuft, mein 2. Hund an einem Herzinfarkt gestorben. Sie ist dabei gewesen. Steht dies in einem Zusammenhang oder ist dies nur meine Interpretation?
Liebe Grüße
Andrea Hosfeld
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo

Ja, das kann schon sein. Hunde trauern ja auch und verabschieden sich dann auch. Viele Hunde zeigen so ein Verhalten.

Allerdings ist der Zeitraum schon etwas sehr lange, Hunde trauern nicht so lange, wie wir Menschen.Versuchen Sie, wenn Sie an dieser Stelle vorbeigehen, nicht allzu traurig zu sein, falls das bei Ihnen der Fall ist. Hunde spüren unsere Trauer, wissen aber nicht recht damit umzugehen.

Hunde trauern zwar, schließen aber mit der Sache ziemlich schnell wieder ab und wir Menschen können das nicht. Daher projizieren wir oft unsere Trauer auf den Hund und dieser entwickelt "seltsame Verhaltensweisen" aufgrund unserer Gefühle .

Gerne antworte ich noch einmal, falls Sie hierzu noch Fragen haben :-)
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Dieser Service ist echt klasse.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Dieser Service ist echt klasse und ich bin mir jetzt sicher, dass es schleifende Konsequenz meinerseits war und nicht die Trauer. Nochmals vielen Dank an das Team.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gerne und viel Erfolg weiterhin
Vielen Dank auch fürs positive Bewerten

Alles gute
Paula Ciolacu

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