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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

guten tag zusammen, hier meine frage: ich habe einen nicht

Kundenfrage

guten tag zusammen, hier meine frage:

ich habe einen nicht kastrierten rüden aus einer tötungsstation aufgenommen. er ist ca. 21/2 jahre alt und sehr gelehrsam. auch ist er stubenrein, jedoch kommt es immer wieder vor, dass er bei mir oder einer freundin hier und da markiert. nicht oft, aber wie gesagt, er tut es dennoch immer wieder einmal. sie und ich haben keine anderen hunde oder andere haustiere. was kann ich tun?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo und guten Tag

Wie lange haben Sie Ihren Hund schon?

Wenn Rüden markieren und das auch im Haus, dann wollen sie deutlich zeigen, dass die ihr Revier ist. Gerade unkastrierte Rüden tun dies gerne, vor allem, wenn sie sich Ranghoch fühlen.

Klären Sie die Ränge wieder und stellen Sie Regeln und Grenzen im Haus und auch beim Gassi auf.
Kontrollieren Sie alle Ressourcen wie Spielsachen, Futter und Streicheleinheiten und teilen Sie diese nur aus, wenn er folgsam ist.


Man muss sich klar werden, dass eine geordnete Rudelstruktur als überlebenslebensnotwendig in einem Hund verankert ist. Eine unklare und schwammige Rangordnung stresst einen Hund und kann sein Seelenheil bedrohen.
Stellen Sie unbedingt klar, dass Sie der Rudelführer sind. Dies hat nichts mit Macht oder Alpha zu tun, sondern ist eine Mischung aus Vertrauen und Respekt mit gegenseitigen Rechten und Pflichten. Der Hund weiß, dass Sie kein Hund sind, dennoch müssen klare Regeln und Grenzen gesetzt werden.

• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

• -Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
• Der Grundsatz ist, dass jedes Rudelmitglied nach Status und
Aufgabenspektrum im Rudel über Liege- und Aufenthaltsplätze verfügt.
Je wichtiger der einzelne für das Rudel ist, desto zentraler und übersichtlicher
ist sein Liegeplatz – von dort aus hat er alles im Blick und kann jederzeit ordnend eingreifen. Richten Sie ihm einen Platz ein, wo er nicht komplett alles im Blick hat, bzw gleich handeln kann, wenn etwas passiert, also nicht in Fluren, neben Haustüren usw. Am besten da, wo am wenigsten los ist.
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• Lassen Sie ihn für sein Futter „arbeiten“, fordern Sie z.B. Ruhe ein, wenn er sich unruhig verhält, das ist schon „arbeiten“ für den Hund.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften mal (Beispiel)
• .-Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren.Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
• setzen Sie Regeln und Grenzen, die Sie dann auch bitte einhalten, ein Hund braucht sie sonst kann es sein, dass er welche aufstellen will.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt.

Zur Stelle führen und schimpfen nützt nichts, denn erstens kann er es nicht mit seinem Tun verknüpfen, er weiß also nicht mehr, wieso man ihn da hin führt und schimpft. Zum zweiten hat er in seinen Augen nichts falsches Gemacht, denn wenn er sich Ranghoch fühlt, dann hat er nur das gemacht, was ihm seiner Meinung nach zusteht.

Machen Sie am besten die oben genannte Platzübung und grenzen Sie ihn ein, dann wird das Problem schnell aufhören.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Vielen Dank und Grüße
Paula Ciolacu


Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Beurteilung, dass eine individuelle Beratung online nicht richtig möglich ist, da man das Gesamtbild Mensch/Hund/Ort usw. nicht sehen kann.
Alle meine Ratschläge wurden von den Unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams erprobt und werden sich bei richtiger Anwendung in 98% der Fälle als Erfolgreich erweisen.
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