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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

hallo... wir haben uns einen kleinen Mischling vor 5 Tagen

Kundenfrage

hallo... wir haben uns einen kleinen Mischling vor 5 Tagen als Familienmitglied angeschafft, nun stellten wir fest das sie absolut nicht allein sein kann, auch wenn einer von uns beiden lediglich auf die Toilette geht und die Tür zumacht, fängt sie an zu kratzen und zu jaulen. Was können wir da tun??
Die kleine ist eine Mischlingshündin im Alter von ca 1,5 Jahren und kommt aus einer Messihaltung.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo

Für Hunde ist das alleine sei erst einmal unnatürlich, denn da sie ja Rudeltiere sind, sind sie nie alleine. Allerdings kann, bedingt durch die vorherige schlecht Haltung, das alleine sein auch Phobien auslösen, die durch Stress und Ängste entstehen können.
Dabei spielt für den Hund später keine Rolle mehr, ob alle gehen oder nur einer. Viele Hunde versuchen dann auch die anderen Rudelmitglieder am Gehen zu hindern.

Schränken Sie den Hund auch in der Wohnung ein, besonders wenn er ihnen immer hinterherläuft, aber auch, wenn Sie denken, den Hund hat Stress:


Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Machen Sie dies ohne Worte und mit Ruhe, ihr Hund muss ja auch erst Vertrauen zu Ihnen bekommen und unsere menschlichen Worte machen oft das Verhalten noch schlimmer oder verunsichern den Hund.

Wenn Sie Vertrauen gefasst hat und im Haus ruhiger wird, können Sie anfangen das Weggehen zu üben, dies kann allerdings noch etwas dauern, kommt drauf an, wie sehr das bisherige Verhalten schon gefestigt ist.


Falls diese Platz Übungen gut klappen können Sie Ihre Jacke und Schuhe anziehen und so tun als würden Sie gehen.
Wenn er an der Tür wartet, wieder auf seinen Platz führen bis er ruhig ist. Gehen Sie kurz raus aus der Wohnung und wieder rein.

Sie dürfen niemals das Haus verlassen wenn ihr Hund angespannt, nervös unruhig oder dergleichen ist.

Diese Übungen immer machen und die Zeit des Alleineseins immer weiter ausdehnen. Erst nur zwei Minuten, dann fünf usw.
Versuchen Sie ihn richtig müde zu machen bevor Sie das Haus verlassen.

Reden Sie nicht beim Verlassen der Wohnung und schauen Sie auch wenn möglich weg (anschauen bedeutet für den Hund: du bist gemeint), reden sie auch bitte nicht wenn sie wieder kommen, keine Begrüßung, vor allem nicht wenn sie dazu neigen sich aufzuregen.
Erst Hallo sagen wenn der Hund ruhig und devot ist.

Eine schnelle Lösung für Ihr Problem gibt es leider nicht, das kann Wochen oder Monate dauern, bis es soweit ist, dass man den Hund für ein paar Stunden alleine lassen kann.
Falls Sie die Zeit nicht immer aufbringen können, wäre es Sinnvoll sich nach einem Hundesitter umzusehen, denn wenn der Hund über längere Zeit im Stress ist, kann es sogar Aggressiv machen oder gar krank.

Lassen Sie dem Hund auch nicht allzu viel Raum, manche Hunde fühlen sich berufen die ganze Wohnung beschützen zu müssen und die meisten sind damit überfordert und entwickeln mit der Zeit immer mehr "Macken".
Vielleicht nur ein Zimmer oder den Flur?


Für manche Hunde ist es auch sinnvoll sie an eine Box zu gewöhnen, das ersetzt ihnen die Höhle und sie fühlen sich geborgen. Dies aber auch ganz langsam in kleinen Schritten üben, so dass sich der Hund in der Box wohl fühlt und gerne reingeht.
Das Prinzip ist das gleiche wie auf den Platz führen, dabei aber die Box offen lassen, wenn der Hund ruhig ist, können Sie ihm einen Kauknochen geben.



Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Paula Ciolacu

Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das mit dem Hundesitter würde ich ja gerne tun, aber da reagiert sie genauso, wenn wir gehen und gibt auch keine Ruhe bis wir wieder da sind. Sie geht mit dem Hundesitter auch kein Gassi.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das ist nur eine Sache der Eingewöhnung und des Vertrauens.
Ein guter Hundesitter, der sich mit einem gestressten Hund auch auskennt und den Hund beschäftigt, sollte es aber sein, vielleicht auch jemand mit mehreren Hunden, denn diese können, wenn sie gut sozialisiert sind, dabei helfen, dass ihr Hund mehr Vertrauen in die Person fasst.
Man darf dem "gezicke" der Hund auch nicht nachgeben, sonst setzen sie es immer gegen uns ein (sie geht nicht mit dem Hundesitter Gassi).

Machen Sie immer weiter die Übungen, schenken Sie auch keine Beachtung, falls der Hund unsicher reagiert, sonst verstärken Sie wieder das Verhalten.
Je weniger man redet oder den Hund tröstet, umso schneller geht es.
Den Rest wird die Zeit erledigen, wenn Ihr Hund sich gut eingelebt hat und Vertrauen zu Ihnen und der Umgebung gefasst hat.

Falls noch Fragen da sind, bitte noch einmal melden
Viele Grüße und alles Gute
Paula Ciolacu