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AndyJJ81
AndyJJ81, Mittlere Reife
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 3
Erfahrung:  Tierpsychologe
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AndyJJ81 ist jetzt online.

Guten Morgen! Leider habe ich etwas Probleme,mit,mit meiner

Kundenfrage

Guten Morgen!
Leider habe ich etwas Probleme,mit,mit meiner 1,5 Jahren alter Rottweilerhündin.Ich habe sie erst mit 10 Monaten erhalten,und sie wurde bis dahin in der Großstadt,bei einem arbeitenden Pärchen in einer 1 Zi-Whg gehalten.Sie ist leider sehr ungestüm,liebt Ihre Spielsachen,bringt sie mir jedoch nicht wieder.1 Meter vor mir läßt sie Ihre Bälle fallen,und fordert mich auf,daß ich sie aufhebe und Ihr dann,am liebsten dann noch nachlaufe.Das mache ich aber auf keinen fall.Ich habe mit meinen anderen Hunden Rettungshundausbildung,gemacht,aber bisher hatte ich alle schon als Welpen.Meine Schäferhündin ist jetzt 17 Jahre alt,rennt aber mit leidenschaft zu einem neuen Doggenrüden.Meine Hündin heißt Luna,geb.01.08.2010.Verzweifelt versuche ich Ihr auch Platz bleib da beizubringen.Sie macht dann zwar Platz,steht aber sobald ich mich mehr als 50cm entferne,gleich wieder auf.So ungestüm,wie sie ist,läuft sie nicht gerne an der Leine,und schon gar nicht bei Fuß.Manchmal ist es schwer für mich sie zu halten,da ich das Gefühl habe,sie ist schwerer als ich,und kräftiger.
Mfg Monika Riefler,[email protected]
PS:Was kostet mich die Antwort?Meine von meinen Katzen ist seit einer Woche schwer krank beim Tierarzt,was,bestimmt auch wieder 600 EURO kosten wird,und so langsam wird mein Geld knapp,da ich noch einen Freund ,der tägl.50-100Euro von mir braucht,auch noch mitunterhalten tue.Schreibfehler,bitte ich zu entschuldigen,da ich kaum Zeit zu schlafen habe.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  AndyJJ81 hat geantwortet vor 5 Jahren.

Liebe Frau Riefler,

 

für mich ist das ein absolutes Rangordnungsproblem. Um wirklich richtig Antworten zu können, würde ich einige Antworten von ihnen benötigen.

Nun gut. Sie sollten anfangen, dem Hund zu erklären, dass Sie der "Chef" sind. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich einige Verhaltensmuster aneignen. Ich würde Ihnen raten, ab sofort folgende Abläufe konsequent einzuhalten:

1. Der Hund verlässt Ihre Wohnung immer nach Ihnen. Lassen Sie ihn sitzen, gehen Sie durch die Türe und erst dann darf er kommen. Auch an der Leine. (Der Rudelführer schaut sich erst mal um, wenn alles sicher ist, können die anderen kommen)

2. Futter steht niemals den ganzen Tag zur Verfügung. Sie können sich aussuchen, ob Sie einmal oder mehrmals am Tag füttern. Wenn Sie die Futterschüssel auf den Boden stellen, dann haben Sie verdeckt in Ihrer Hand irgend ein Lebensmittel für Sie, mit dem Sie dann so tuen, als würden Sie erst aus der Schüssel essen, denn der Chef ist immer zuerst. (Was der Rudelführer über lässt, dass bekommt der Rest)

Hunde neigen dazu, unser Verhalten zu interpretieren. Wenn wir uns falsch verhalten, übernehmen sie Führung, und das in einer Welt, die sie nicht verstehen. Ein Hund ist viel Entspannter, wenn er keine Führungsposition einnehmen muss.

 

Das haben Sie sich also verinnerlicht, dann geht es weiter. Wenn Ihr Hund kommt, müssen Sie ihn immer loben. Egal was davor geschah. Wenn Sie sich noch so lange die Lunge aus dem Hals geschriehen haben, der Hund muss gelobt werden. Wenn er das Spielzeug nicht bringt, dann beenden Sie das Spiel. Geben Sie ihm durch 2-3 erwiederte Befehle die Chance, das Spielzeug zu bringen. Wenn er kommt, dann nehmen Sie ihm das Spielzeug auf keinen Fall sofort ab, sondern Spielen Sie mit ihm und lassen Sie ihn gewinnen!!! Er darf das Spielzeug wieder mitnehmen! Sonst merkt er sich: Wenn ich zu Frauchen gehe, ist mein Spielzeug weg! Erst beim 2., 3. oder sogar 4. Mal nehmen Sie das Spielzeug ab. Am Anfang würde ich sogar erst mal bei dem Befehl "Aus" mit einem Leckerli tauschen.

 

Zum Platz und bleib:

Sie geben dem Hund den Befehl "Platz". Wenn der Hund liegt, bleiben Sie neben ihm stehen. Geben Sie immer wieder Leckerlis. Werfen Sie die Leckerlies zwischen die Vorderbeine. Wenn Sie mit der Hand zu ihm gehen, dann tendieren die Hunde der Hand entgegen zu gehen und damit aufzustehen. Wenn das klappt, entfernen Sie sich immer weiter von Ihrem Hund. Vergessen Sie aber nie, ihn zu loben und zu ihm zurück zu gehen, damit Sie ihm das Lerckerlie zwischen die Beine werfen können.

 

Dann noch zur Leinenführigkeit: Am Anfang legen Sie die Leine an, führen sie aber trotzdem in Ihrer Futterhand. D.h. sie halten in Ihrer linken Hand Futter, dass der Hund während des Laufens daraus fressen darf. Dabei geben Sie immer wieder den Befehl "Fuss". Das Futter wird mit der Zeit dann immer mehr abgebaut.

Wenn es nur um Spaziergänge geht, bei denen der Hund zwar an der Leine gehen muss, aber nicht bei Fuss, dann gehen Sie einfach solange, bis der Hund zieht. In diesem Augenblick bleiben Sie einfach stehen. Absolut Kommentarlos! Kein "nein" oder "Fuss" oder irgendwas. Einfach stehen bleiben. Und zwar so lange, bis der Hund von selbst einen Schritt zurück macht. Dann gehen Sie weiter. Der Hund möchte ja nach vorne, da es etwas gibt, dass ihn total interessiert. Deshalb merkt er schnell, dass er sein Ziel nicht erreicht, wenn er zieht.

 

Bitte erwarten Sie nicht, dass Ihr Hund in einer Woche alle Unarten ablegt. Nur konsequentes Training hilft Ihnen weiter. Nur das Füttern und die Sache mit dem vor die Türe gehen würde ich an Ihrer Stell immer beibehalten.

 

Viel Erfolg,

 

Andy