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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo , ich habe vor einem halben Jahr einen Havaneser/Tibet

Kundenfrage

Hallo , ich habe vor einem halben Jahr einen Havaneser/Tibet Mischling aus einer schlechten Haltung bekommen. Dort waren 2 Hunde, Vögel , Fische und 4 Kinder. Keiner hat sich richtig um den Hund gekümmert. Als er 15 Monate war, musste er weg. Man hat Ihn als gierig, fresssüchtig,und dickköpfig beschrieben. Na ja die Fressucht war wohl Hunger, denn ausser 150 Gramm trockenfutter hat er nichts bekommen. Er selber hat eien Schulterhöhe von 35 cm bei einem gewicht von ca. 8 KG.

Gierig ist er nicht mehr, fressüchtig auch nicht. Er lässt sich von mir das Futter , den Knochen problemlos wegnehmen. Auch Koammandos beherscht er. Aber das große Problem ist, er bellt jeden ( 3 Ausnahmen ) Hund an. Er stellt dei Ohren und die Rute auf, Rücken gerade und dann gehts los. Ich jann ihn dann nicht mehr beruhigen. Ihm ist es egal ob der Hund groß oder klein ist, Rasse und Farbe egal. Auch zwischen den Geschlechtern macht er keinen unterschied. Wie kann ich Ohm dieses Verhalten abgewöhnen, denn auf die Dauer ist das sehr unangenehm . ich habe aber auch die Befürchtung, das der Hund der angebellt wird, unseren irgendwann mal attackiert. Ich bin um jeden Tip dankbar der mich zum Ziel führt.

Mit freundlcihen Grüßen

Dirk aus Solingen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Dirk

Das Verhalten Ihres Hundes resultiert aus Unsicherheit heraus, manche Hunde gehen erstmal auf "Angriff" um sich alles und jedem vom Leid zu Halten.
Aber Sie haben recht, irgendwann dann dies ein anderer Hund als Angriff deuten und sich provoziert fühlen.

Er muss ganz langsam lernen, dass andere Hunde keine Bedrohung sind:


So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.
Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.
Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.
Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Genen verankert. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist.

Das hat alles nicht mit Körperkraft zu tun, sondern mit der eigenen Energie und Haltung, sie müssen lernen bestimmt aber ruhig aufzutreten, selbstbewußt, sonst wird ihr Hund immer die Führung übernehmen wollen, weil sie in seinen Augen schwach sind (nicht körperlich sondern mental)

Üben Sie erst einmal ohne Ablenkung (wenn möglich), der Hund muss das Grundprinzip erst verstehen:

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.

Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Setzen Sie sich eine unsichtbare Grenze (z.B. Ihr Bein) und diese darf der Hund nicht überschreiten.
Sie müssen ihn aber blockieren BEVOR er diese Grenze überschreiten kann. Einfach zum Hund drehen, machen Sie sich groß. Sobald er auch nur minimal zurückweicht oder Sie ansieht, entspannen Sie sich wieder.

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und waten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".
Wenn er vor läuft und Sie haben es versäumt, bitte stehen bleiben, nicht nach hinten ziehen, das animiert den Hund nur noch mehr zu ziehen.
Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.
Allerdings müssen Sie hierbei, wie schon erwähnt, 100% Rudelführer sein und der Hund muss dies auch annehmen.
Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.
Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.
Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben.
Bitte nie versuchen den Hund in so einer Situation zu beruhigen oder zu schimpfen, in beiden Fällen bestätigen sie sein Verhalten und es würde von mal zu mal schlimmer werden.

Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.

Wenn Sie einen anderen Hund sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.

Dies müssen Sie aber immer machen, sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen".
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.

Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.

Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Falls Sie den Hund korrigieren müssen mit mehr Nachdruck, bitte keinen Klapps auf den Po, das versteht er nicht, sondern wie oben beschrieben in die Seite "giegsen". Ich aber bein kleinen Hunden sehr Mühsam :-)
Oder Sie drücken kurz auch den Po, damit er sich setzt, kein Kommando, er muss erst runterkommen, Hunde die angespannt und nervös sind, hören keine Kommandos mehr.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Voraus
Paula Ciolacu
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
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