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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo und guten Tag. Ich wohne in Sangerhausen (Südharz, Sachsen-Anhalt)

Kundenfrage

Hallo und guten Tag. Ich wohne in Sangerhausen (Südharz, Sachsen-Anhalt) Ich habe einen Ridgeback und mit ihm große Sorge, denn ich kann ihn wohl nicht behalten. Es ist ein sehr sehr liebes Tier, wenn wir zu Hause sind, aber auf der Straße ....... nicht bei jedem, teilweise bei Hunden und auch bei Menschen, da hab ich das Gefühl, ich habe einen Kampfhund. Ich kann auch nicht allein mit ihm raus gehen. Sind wir dann am Stadtrand in der Natur, rennt er, bringt Bälle und Stöcke zurück und hört problemlos, wenn es darum geht, ihn wieder anzuleinen.
Ich wohne in einer Blockwohnung und beim Vermieter - wo ich mich mit ihm"vorstellen" musste, ist er sofort durchgefallen, d.h., ich habe keine Genehmigung, ihn in der Wohnung zu behalten. Ich habe den Hund zu mir genommen, ich habe einfach nur gehandelt, im Nachhiein übereilt, denn ich habe keine Erfahrung mit großen Hunden, bitte, ich brauche Hilfe !
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo

Anhand Ihrer Schilderung ist die Frage bezüglich Ihres Problems nicht ganz klar.
Geht es um die Leinenführung draußen?
Sie müssen bitte eine konkrete Frage zur Erziehung stellen, damit ich Ihnen weiterhelfen kann.

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ja, es geht um die Leinenführung draußen. Wie kann ich verhindern, dass er Passsante oder Hunde bössantig anbellt und dabei so an der Leine hieht, dass ich ihn nicht halten kann ? MfG
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo nochmal


So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.
Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.
Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.
Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Genen verankert.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem Anleinen bis er wirklich entspannt ist.

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.
Bei Ihrem Hund spielt die Größe natürlich auch eine Rolle, hinter sich haben Sie ihn besser im Griff.

Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Setzen Sie sich eine unsichtbare Grenze (z.B. Ihr Bein) und diese darf der Hund nicht überschreiten.
Sie müssen ihn aber blockieren BEVOR er diese Grenze überschreiten kann. Einfach zum Hund drehen, machen Sie sich groß. Sobald er auch nur minimal zurückweicht oder Sie ansieht, entspannen Sie sich wieder.

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und warten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".
Wenn er vor läuft und Sie haben es versäumt, bitte stehen bleiben, nicht nach hinten ziehen, das animiert den Hund nur noch mehr zu ziehen.
Oder Sie drehen einfach kurz um.

Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.

Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.
Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.

Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.

Wenn Sie einen anderen Hund/Mensch sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.

Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.
Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Wenn er immerzu bellt obwohl er bei Ihnen ist, versuchen sie ihn die Sicht auf sein Objekt zu versperren, drehen Sie ihn zur Not um und berühren Sie ihn leicht am Rücken auf höhe des Popos, so das er sich setzten muss (mit Rücken zum Objekt). Halten Sie die Hand mit leichtem Druck zur Not auf ihm, so dass er nicht aufstehen kann, er muss sich erst beruhigt haben, bevor er aufstehen darf.

Körperliche Kraft ist hierbei nicht entscheidend, sondern dass Sie selbst ruhig bleiben und bestimmt auftreten, sonst wird sie ihr Hund bestenfalls ignorieren.

Stellen Sie auch zu Hause in der Wohnung Regeln und Grenzen auf, die der Hund (und Sie bitte auch) einhalten.
Bis aber alles reibungslos mit ihm funktioniert, kann es schon ein bisschen dauern, das hängt davon ab, wie tief sich sein Verhalten schon gefestigt hat, bzw wie intensiv Sie mit ihm üben können.

Ich würde mir vielleicht auch einen erfahrenen Hundetrainer vor Ort suchen, der es Ihnen auch zeigen kann, bzw den Hund und Sie selbst sieht und die Lage besser einschätzen kann, dies ist mir von hier aus leider nicht möglich.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu

_____________________________________________________________________

Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo und guten Abend, vielen Dank für die ausführlich gegebenen Hinweise. Wir (meine Tochter -41 und ich -64) haben natürlich bisher viele Fehler gemacht - das gravierendste,wir haben ja immer beruhigend auf unseren Diego eingeredet. Ich denke schon, dass wir die Ratschläge umsetzen können, zumindest sind sie eine große Hilfe. Das Problem ist nur, dass der Vermieter die Abgae des Hundes erwartet ..... Es sind schon Tränen geflossen, aber so wie er sich verhalten hat, als der Vermieter ihn ansehen wollte, ist diese Reaktion des Vermieters zu verstehen. Wenn es wirklich so kommen sollte, dass er uns verlassen muss, dann soll er in liebevolle Hände eines Halters gehen, der auch Erfahrung mit gro0en Hunden hat - nur wo ist ein solcher Hundefreund ? Ich gehe davon aus, dass Sie uns dabei nicht unterstützen können - oder wissen Sie jemand ?
Ich bednke mich nochmals und werde Ihnen berichten, inwieweit wir Erfolge verzeichnen können. Einen schönen Abend. mit frdl. Grüßen Renate Koch
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Frau Koch

Ich würde, falls Sie ihn wirklich abgeben müssen, eine Anzeige schalten und versuchen ihn privat unterzubringen, an jemanden, der Erfahrung hat, da haben Sie Recht.
Vielleicht auf Quoka.de oder www.deine-tierwelt.de
Auch gibt es private Tierschutz Organisationen, die geben Hunde zu privaten Pflege Familien, damit sie nicht ins Tierheim müssen.

Leider kann ich ihnen dabei nicht helfen, da müssen Sie auch ein bisschen nach Bauchgefühl gehen. Falls Ihnen einer unsympathisch ist, geben Sie den Hund nicht weg. Nur wenn Sie ein gutes Gefühl haben.

Vielleicht kann man aber noch einmal mit dem Vermieter reden, ob er ein Auge zudrückt, oder in den sauren Apfel beissen und umziehen?

Diese Entscheidung kann Ihnen aber leider niemand abnehmen, tut mir leid.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein bisschen helfen
Viel Erfolg und alles Gute weiterhin

Falls Sie noch etwas wissen wollen, so lange die Frage offen ist, melden Sie sich bitte noch einmal
Viele Grüße
Paula Ciolacu
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
T´schuldigung, dass ich erst jetzt antworte. Ich bedanke ich für Ihre Mail. Wir haben schon über Internet angezeigt. Zwei haben sich gemeldet, wollten ihn gleich abholen. Auf unser Angebot, dass wir mit dem Hund hin kommen, um zu sehen, wie er sich anlässt, kam je eine Absage. Aber einfach nur abholen lassen können wir ihn nicht, wir möchten schon wissen, wohin er kommt. Wir bleiben aber "am Ball". Jetzt haben wir Kontakt aufgenommen mit einem Ehepaar, welches selbst 2 große Hunde hat, mal sehen .....
Das mit dem Vermieter wird nix, er lässt uns aber Zeit und ist auch der Meinung, möglichst nicht ins Tierheim. Ein Umzug wäre nicht nur ein Biss in einen sauren Apfel, aber diese Variante ist wirklich nicht möglich. Erstens bin ich gerade erst umgezogen und andererseits werde ich ja immer einen Vermieter haben..... Danke nochmals, frdl. Gruß Renate Koch
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen

Ja, schauen Sie sich an, wo er hinkommt, das würde ich auch so machen.

Na dann viel Erfolg und alles gute für Sie

Viele Grüße
Paula Ciolacu

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