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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo, ich habe letzten Freitag eine Jack Russel Hündin (1

Kundenfrage

Hallo, ich habe letzten Freitag eine Jack Russel Hündin (1 Jahr) aufgenommen. Sie kann überhaupt nicht allein bleiben. Heute hat sie sogar Theatter gemacht, obwohl meine Mutter zu Hause war, also scheint sie zu mir ja schon einen kleienn Bezug aufgebaut zu haben, denn nun bin ich da und meine Mutter nicht und sie liegt entspannt auf ihrem Platz. wir haben auch schon angefangen zu trainieren. Immer rausgehen ohen Kommentar und wieder reinkommen ohne Kommentar. Meine Frage ist. Wie lange soll ich das pro Tag durchziehen, weil es ja doch ganz schön stressig sit für die Kleine. Und ich habe gelesen, dass man vorher spazieren gehen soll, wo aber das Leinentraining auch noch dazu kommt? Ist das dann zu viel?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Melanie
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Melanie

Ein Hund, der neu in die Familie kommt, muss sich erst einmal auf diese einstellen, dabei ist es aber unheimlich wichtig vom ersten Tag an Regeln und Grenzen zu setzen und den Hund nicht selbst walten zu lassen.
Sie können immer üben, wenn Ihnen danach ist, wichtig ist nur, dass Sie selbst nicht gestresst, unruhig oder gar mal genervt sind, das überträgt sich alles auf den Hund.

Hier einige Tipps zum alleine sein:

Da für Hunde das Alleinesein unnatürlich ist, können viele Hund Phobien, Ängste, Zerstörungswut usw. bekommen, die sich (im schlimmsten Fall) zur Aggression ausweiten können.

Als erstes nur von Zimmer zu Zimmer gehen ohne dass der Hund Ihnen hinterher läuft. Falls er das tut:
Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er aufsteht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Falls er zu weit weg ist, wieder Leine nehmen und auf den Platz führen. Der Hund muss seinen Platz mit Entspannung verknüpfen.
So hätten Sie ihn besser unter Kontrolle und Hunde sind es gewöhnt eingeschränkt zu werden , denn das macht Mama auch mit den Welpen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.
Ihre Mutter soll dies auch tun, wenn Sie die Wohnung verlassen. Er muss lernen zu entspannen, gerade Jack Russel können zu Nervenbündeln werden und solche Hunde lernen dann auch schlecht, weil sie ständig gestresst sind.

Falls diese Übungen gut klappen können Sie Ihre Jacke und Schuhe anziehen und so tun als würden Sie gehen.
Wenn er an der Tür wartet, wieder auf seinen Platz führen bis er ruhig ist. Gehen Sie kurz raus aus der Wohnung und wieder rein.

Sie dürfen niemals das Haus verlassen wenn ihr Hund angespannt, nervös unruhig oder dergleichen ist (wenn er dann ganz alleine ist, ohne Aufsicht)

Diese Übungen immer machen und die Zeit des Alleineseins immer weiter ausdehnen. Erst nur zwei Minuten, dann fünf usw.
Versuchen Sie ihn richtig müde zu machen bevor Sie das Haus verlassen.

Dies kann natürlich schon länger dauern, es kommt auf den Hund und natürlich auf Sie an.
Bitte nie schimpfen denn das zerstört das vertrauen, dass man sich bei einem neuen Hund sowieso erst aufbauen muss.
Reden Sie nicht beim Verlassen der Wohnung und schauen Sie auch wenn möglich weg (anschauen bedeutet für den Hund: du bist gemeint), reden sie auch bitte nicht wenn sie wieder kommen, keine Begrüßung, vor allem nicht wenn sie dazu neigen sich aufzuregen.
Erst Hallo sagen wenn der Hund ruhig und devot ist.

Eine schnelle Lösung für Ihr Problem gibt es leider nicht, das kann Wochen oder Monate dauern, bis es soweit ist, dass man den Hund für ein paar Stunden alleine lassen kann.

Lassen Sie dem Hund auch nicht allzu viel Raum, manche Hunde fühlen sich berufen die ganze Wohnung beschützen zu müssen und die meisten sind damit überfordert und entwickeln mit der Zeit immer mehr "Macken".
Vielleicht nur ein Zimmer oder den Flur?


Für manche Hunde ist es auch sinnvoll sie an eine Box zu gewöhnen, das ersetzt ihnen die Höhle und sie fühlen sich geborgen. Dies aber auch ganz langsam in kleinen Schritten üben, so dass sich der Hund in der Box wohl fühlt und gerne reingeht.
Das Prinzip ist das gleiche wie auf den Platz führen, dabei aber die Box offen lassen, wenn der Hund ruhig ist, können Sie ihm einen Kauknochen geben.

Zum Leine laufen:

So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.
Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.
Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.
Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Genen verankert. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist.

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.

Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Setzen Sie sich eine unsichtbare Grenze (z.B. Ihr Bein) und diese darf der Hund nicht überschreiten.
Sie müssen ihn aber blockieren BEVOR er diese Grenze überschreiten kann. Einfach zum Hund drehen, machen Sie sich groß. Sobald er auch nur minimal zurückweicht oder Sie ansieht, entspannen Sie sich wieder.

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und waten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".
Wenn er vor läuft und Sie haben es versäumt, bitte stehen bleiben, nicht nach hinten ziehen, das animiert den Hund nur noch mehr zu ziehen.
Oder Sie drehen einfach kurz um.

Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.
Allerdings müssen Sie hierbei, wie schon erwähnt, 100% Rudelführer sein und der Hund muss dies auch annehmen.
Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.
Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.

Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.
Wenn Sie einen anderen Hund sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.
Dies müssen Sie aber immer machen, sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen".
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.
Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.
Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Beim Gassi ohne Leine auch das Gleiche: Hunde sollten nie alleine einen anderen "Begrüßen" denn das ist ein "Abchecken des Feindes", sozusagen, außer man kennt sich.
Aber auch da ist Vorsicht geboten, denn wie gesagt, kommen zwei unruhige Hunde zusammen, kann eine böse Beißerei zustande kommen.
Wenn Sie einen anderen Hund sehen und ihr Hund ist frei, müssen Sie ihn zu sich rufen und Sie müssen zusammen zu dem anderen Hund und dessen Halter gehen, falls der andere Hund auch ohne Leine ist, müssten Sie sich zwischen Ihrem Hund und den Hund der kommt stellen, so begreift ihr Hund mit der Zeit: mein Herrchen hat alles im Griff und ich muss nichts machen.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort. Ich habe nch eine Frage. Wir haben ja insgesamt jetzt vier Hunde. Meine kleinen (JackRussel Mix Rüde dabei) und zwei große. Die Großen haben ihren Platz im Flur und verstehen sich auch mit der Kleinen. Mein kleiner Rüde darf auch mit rein. Die anderen drei sind es gewöhnt allein zu bleiben aber als die kleien immer wieder gejault und gebellt hat ist mein Rüde mit eingestiegen. Nun habe ich Angst, dass er sich das auch angewöhnt. Soll ich ihn in das Training mit einbeziehen oder lieber bei den Großen so lange lassen. Und das mit dem Ignorieren haben wir auch so gemacht, nur springt sie einen wie ein Flummi immer wieder an. Da sind wir dann auch einfach weiter gegangen, aber es hat sich noch nicht gelegt. Sie maßregelt mich auf's Äußerste, wenn ich wieder reinkomme? In Zukunft sollen die beiden Kleinen drin bleiben, damit die Kleine eben nicht alleine ist, und die Großen im Flur. Wir würden sie auch draußen auf dem Hof lassen, aber das geht leider nicht mehr ohne Aufsicht, weil wir eine böse Nachbarin haben und wir da nicht mehr sicher sein können was da passiert. Was ja aber nich schlimm zu sein scheint, wenn man sie Platztechnisch eingrenzen soll...Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort hilft mir sehr
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort. Ich habe nch eine Frage. Wir haben ja insgesamt jetzt vier Hunde. Meine kleinen (JackRussel Mix Rüde dabei) und zwei große. Die Großen haben ihren Platz im Flur und verstehen sich auch mit der Kleinen. Mein kleiner Rüde darf auch mit rein. Die anderen drei sind es gewöhnt allein zu bleiben aber als die kleien immer wieder gejault und gebellt hat ist mein Rüde mit eingestiegen. Nun habe ich Angst, dass er sich das auch angewöhnt. Soll ich ihn in das Training mit einbeziehen oder lieber bei den Großen so lange lassen. Und das mit dem Ignorieren haben wir auch so gemacht, nur springt sie einen wie ein Flummi immer wieder an. Da sind wir dann auch einfach weiter gegangen, aber es hat sich noch nicht gelegt. Sie maßregelt mich auf's Äußerste, wenn ich wieder reinkomme? In Zukunft sollen die beiden Kleinen drin bleiben, damit die Kleine eben nicht alleine ist, und die Großen im Flur. Wir würden sie auch draußen auf dem Hof lassen, aber das geht leider nicht mehr ohne Aufsicht, weil wir eine böse Nachbarin haben und wir da nicht mehr sicher sein können was da passiert. Was ja aber nich schlimm zu sein scheint, wenn man sie Platztechnisch eingrenzen soll...Vielen Dank schonmal. Ihre Antwort hilft mir sehr
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo

Also ich würde das ganze Rudel zusammen lassen, wenn Sie außer Haus gehen oder üben, aber wenn ihre Mutter am Anfang noch im Haus ist, soll sie alle auf ihre Plätze verweisen, auch die anderen. Sie müssen jeden im Rudel gleich behandeln, alle müssen eingeschränkt werden.

Sie dürfen allerdings nie das Haus verlassen, wenn die Hunde sehr aufgedreht sind, sonst funktioniert das nicht. Alles Hunde müssen erst Ruhe lernen, es darf erst einmal keiner mehr unkontrolliert rumlaufen, bei einem großen Rudel ist dies besonders wichtig, sonst stecken Sie sich gegenseitig an, außer vielleicht der "Rudelchef", der ist immer am ruhigsten :-)

Wenn das Ignorieren nichts hilft, wieder auf den Platz führen, ganz ruhig und ohne Worte. Beim Jack Russel ist es immer schwer zu sagen ob Freude oder Maßregeln. Wenn er springt wie ein Flummi, dann freut er sich, wenn er rempelt, dann maßregelt er.

Ich würde Hunde nie alleine im Hof oder Garten lassen, denn solche Hunde werden meist Kläffer, weil sie immer das Bedürfnis haben das Grundstück bewachen zu müssen. Und wenn sie sich langweilen, dann fangen sie an zu buddeln oder suchen sich irgendwas als Beschäftigung.

Was ich Ihnen empfehlen kann ist "Rudelharmonie" von Anita Balser (Amazon), da wird die Struktur eines Rudels auch gezeigt und wie ein Rudel funktioniert, auch wie man richtig Gassi geht, wird schön gezeigt. Wenn man es sieht ist es noch einfacher nachzumachen.

Beim Gassi würde ich allerdings erst einmal alleine mit dem Jack üben, dann geraten Sie nicht so schnell ins Strudeln :-)

Viel Erfolg einstweilen und wenn sie noch eine Frage haben, bitte noch einmal melden

Gruß
Paula CIolacu
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen lieben Dank

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ich geb mien Bestes. Das Leinentraining war schon gar nicht so übel heute...und ganze fünf Minuten alleine lassen ohne irgendwas hat schon geklappt. Ein riesen Erfolg Vielen lieben Dank
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne, wenn Sie noch etwas kostenlos wissen wollen, so lange dieser Thread offen ist, melden Sie sich einfach noch einmal

Einstweilen viel Erfolg und vor allem Spaß beim Training :-)

Viele Grüße

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