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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6878
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Wir haben einen Münsterländer (Leo) von 3,5 Jahren adoptiert.

Kundenfrage

Wir haben einen Münsterländer (Leo) von 3,5 Jahren adoptiert. Leo war mit 1 anderen Hund groß geworden aber diese vertragten sich nicht mehr und es kam zu heftigen Zerbeissen wobei Leo arg blessiert wurde und so mussten sie ihn abgeben. Leo ist ein sehr treuer und lieber Hund und hat einen sehr guten ausgeprägten Jagdinstinkt. Trifft sich gut da wir auch die Jagd ausüben..... Nun haben wir Leo seit Oktober 2011 und Leo können wir keinen Augenblick, sprich Stunden, alleine lassen... Er zerkratzt die Türen und beisst in den Türrahmen und bellt die ganze Zeit. Im Haus wenn wir zu Hause sind verfolgt er uns auf Schritt und Tritt. Er möchte gar nicht alleine sein. Was können wir tun damit er sich auch alleine bei uns wohlfühlt?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

in vielen Fällen handelt es sich beim "Nicht-allein-bleiben-wollen"

nicht um Trennungsangst, sondern um eine Rangordnungsproblem, dafür spricht auch, dass er Sie ständig verfolgt.

Bitte überprüfen Sie die Rangordnung, hier ein paar Tipps dazu.

Trotzdem sollten Sie das Alleinbleiben weiter in kleinen Schritten üben-in vielen Fällen hilft das Gewöhnen an eine Hundebox-langsam und über Futter-diese wird meist sehr gern als Höhle und Rückzugsort akzeptiert.

 

Rangordnungstipps:

 



"Nabel der Welt Training" (Das sind SIE)

-es gibt nichts mehr für umsonst (Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen,
Rausgehen)

zuerst tut der Hund etwas für SIE: z.B. Sitz.

- SIE gehen immer zuerst, auch als erster durch Türen

- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum.

Sie beginnen und beenden jedes Spiel (wenn es am schönsten ist) und packen das
Spielzeug weg.

- Keine Zerrspiele

-jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert(Kopf auflegen, Pföteln)
-zum Beispiel durch abwenden-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe
gibt.

Futter nur noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten und zwischendurch
wegstellen-evtl die Tagesfutterration aus der Hand füttern als Belohnung. für gute Übungen.

-KEINE erhöhten Liegeplätze (Bett, Sofa)-zumindest aber darf er nur NACH Aufforderung dorthin.

-viel Grunderziehungsübungen im Haus und draußen.

Ein fester Hundeplatz ist wichtig, auf dem er bleibt , wenn Sie es wollen-am besten
über Leckerlis antrainieren, alternativ-wie gesagt- eine Hundebox.

 

Um das Alleinbleiben weiter zusätzlich zu üben, hilft folgendes Verhaltenstraining:

- immer nur einen müden Hund allein lassen

- Üben Sie in kleinen Schritten-anfangs Minuten- das er auf seinem Hundeplatz bleibt, wenn Sie es möchten.(notfalls vorübergehend anbinden)-so, wie Sie es ja schon angefangen haben.

Geben Sie ihm dazu einen Kauknochen

und geben Sie ihn immer nur wieder frei, solange er noch ruhig ist.Als Belohnung ein Superlecker und den Knochen wegpacken.

Klappt das, können Sie kurz das Zimmer verlassen- NIE auf den Hund eingehen wenn er bellt oder fiept, sonst wirkt dies als Verstärkung seines Verhaltens.

So können Sie langsam-über Wochen die Zeitdauer Ihrer Abwesenheit ausbauen.

-Grundsätzlich bitte auch an der Rangordnung arbeiten (s.o)-SIE sind der Chef, der Hund hat keine Privilegien und darf sich nichts rausnehmen ohne Ihre Anweisung-auch kein dauerndes Hinterherlaufen.

- Weggehrituale üben ohne wirklich weg zugehn: also Schlüssel, Tasche, Jacke
nehmen als wolle man weggehen - und doch dableiben.
So werden diese Handlungen nicht zu einem Angstsignal der bevorstehenden
Trennung.



Leider gibt es keine schnelle Lösung, je langsamer Sie
vorgehen und je geringer anfangs die Zeit der Trennung ist, um so schneller
haben sie langfristig Erfolg.

Alles Gute

Dr.ML.Wörner-Lange Verhaltenstherapie

www.problem-tier.de

 

 

 

 

Nachfragen beantworte ich gerne kostenfrei.Bitte das Akzeptieren nicht vergessen.
Dr.Wörner-Lange
Tierärztin Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Dr.ML.Wörner-Lange

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Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

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