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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,meine 12 jährige Sheltiehündin

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, meine 12 jährige Sheltiehündin ist letzte Woche ganz plötzlich erblindet. Wir sind auch beim Tierarzt gewesen, der mir dieses bestätigte. Sie ist mit der Situation überfordert, wenn sie draußen zum Lösen auf die wiese gesetzt wird, fängt sie an zu zittern und geht keinen Millimeter mehr, obwohl ich bei ihr bin und mit ihr spreche. Gibt es ein Training, wie man der Hündin trotz Ihrer Blindheit wieder Sicherheit und Vertrauen geben kann? Wie kann ich ihr helfen? Ich hoffe sehr auf eine Antwort von Ihnen und bedanke XXXXX XXXXX Voraus. Mit freundlichen Grüßen (von Moderation entfernt)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag

Ihre Hündin ist jetzt unsicher geworden, da es ja eine neue Situation für sie ist.
Wichtig ist nun, dass sie sie sicher und souverän führen, d.h.
wenn sie merken sie ist unsicher, bitte nicht auf sie einreden oder versuchen auf menschliche Weise zu beruhigen.
Das nehmen Hunde als Zuspruch auf und Sie bestätigen quasi ihr Verhalten.

Tun Sie so als wäre nichts, auf keinen Fall versuchen aus Mitleid zu verschonen.
Wenn Sie draußen sind und sie läuft nicht mit, nehmen sie sie an die Leine und gehen Sie. Sie muss ihre Angst überwinden und wieder neu Vertrauen fassen und das kann sie nur, wenn sie ihr zwar Sicherheit geben aber mit Bestimmtheit.
Wenn Sie bockt, einfach weiter, nicht locken, denn Sie weiß sowieso, dass Sie da sind. Wenn sie läuft löst das mit der Zeit die Angst weil dann das Hirn auf "Laufen" geschaltet ist und Hunde können sich nur auf eine Sache konzentrieren, wenn sie läuft, baut sie Stress und Angst ab.
Nie streicheln, wenn sie nervös oder ängstlich ist, damit nähren SIe ihre Angst.


Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Ciolacu!
Meine Hündin ist als junger Hund traumatisiert worden durch ein "gefügig machen" mit der Leine. Sie ist im Halsband hängend ca. 500 m über den Asphalt gezogen worden. Meine Cindy war 3 Jahre, als ich sie bekam. Insofern bin ich sehr vorsichtig mit der Leine. Gibt es nicht die Möglichkeit, spezielle Kommandos einzuführen, z.B. wenn eine Stufe oder ein Hindernis sich in Ihrem Weg befindet?

Lieben Dank!
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo

Ich verstehe Ihre Bedenken, allerdings ein Hund, der sehr im Stress ist oder auch verängstigt ist, wird keine Kommandos ausführen, denn sie sind so mit ihrer Angst beschäftigt, dass sie fast nichts mehr wahr nehmen können.

Sie können aber folgendes machen:
Sie können versuchen wieder die Nase zu aktivieren. Da Hunde ja Nasentiere sind, ist es ihr ausgeprägtestes Organ, nach dem sie sich auch richten können, als Welpen haben sie ja erstmal nur die Nase. Sie muss es nur wieder "lernen".

Versuchen Sie die ersten Schritte zu Hause in gewohnter Umgebung, ohne andere Reize:

Nehmen Sie ein Stück "Stinkekäse" oder Fleischwurst und lassen Sie sie nur daran riechen, wenn dann die Nase die Witterung aufgenommen hat (sie wackelt dann hin und her) dann entfernen Sie sich vom Hund. Denken Sie daran, nicht reden, Sie soll nur die Nase einsetzen.
Laufen Sie langsam etwas durch die Wohnung, so dass sie der Spur folgen kann. Belohnen Sie erstmal keine Schritte.
Es wäre von Vorteil, wenn sie ein bisschen hungrig wäre.

Wenn es in der Wohnung gut klappt, dann gehen Sie raus, versuchen Sie auch erst einmal in einer reizarmen Umgebung zu Üben.

Draußen bitte nicht belohnen, wenn sie Angst zeigt oder Unsicherheit, Sie soll einfach nur der tollen Spur folgen, die sie zu Hause ja schon positiv verknüpft hat.
Sie müssen vielleicht etwas Geduld haben, kommt darauf an wie groß die Unsicherheit ist, aber früher oder später folgen alle ihrer Nase :-)

Nach einiger Zeit und wenn sie draußen lockerer ist, können Sie ein Pfeifsignal Parallel zur Wurst geben, das ist neutral im Gegensatz zu gesprochenen Worten.

Sehr wichtig ist, wie schon erwähnt, reden oder streicheln Sie sich nie, wenn sie nervös, aufgebracht, ängstlich usw ist, damit verschimmert man alles. Lassen Sie sie mit der Nase "arbeiten".

Falls Sie noch Fragen haben, können Sie gerne noch einmal nachfragen
Viele Grüße
Paula Ciolacu
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Ciolacu,

kann es sein, dass Sie meinten: Erst einmal KLEINE Schritte belohnen anstatt keine Schritte belohnen?
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Äh...ja.
Entschuldigung, ich tippe manchmal zu schnell :-)

Natürlich: kleine Schritte belohnen


Viel Erfolg einstweilen und alles Gute
Danke und Gruß

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