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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo, ich habe ein Riesenproblem mit meiner bald 6-jährigen

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich habe ein Riesenproblem mit meiner bald 6-jährigen Goldenretriever Hündin und meinem fast 1-jährigem Sohn. Jedesmal wenn die Beiden zusammen in einem Raum sind und mein Sohn auf dem Boden ist fängt meine Hündin an zu knurren. Jetzt ist die Frage akzeptiert sie meinen Sohn nicht oder ist sie eifersüchtig?
Problem Nummer 2 ist meine 1 1/2 jährige JackimixHündin, ich habe sie bekommen als sie 6 Wochen alt war (habe ich dann im nachhinein erfahren :( ) sie wird nicht stubenrein, es klappt ein zwei Tage gut und dann scheißt sie meistens in die Wohnung. Nachwischen mit Essig oder anderen scharfen Reinigern bringt nix. Wenn wir Desinfetionsmittel drauf sprühen habe ich immer das Gefühl, das sie genau an die gleiche Stelle geht.
Ich hoffe Sie können mir helfen!
MFG S. Sejnoha
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo

Hunde sehen Kinder nicht (immer) als Rudelführer an, somit ist es Ihre Aufgabe da Ruhe rein zu bringen, sonst versucht es der Hund und das kann schlimme Verletzungen mit sich bringen.

Gerade Kinder sind da gefährdet, denn sie laufen oder krabbeln immer auf den Hund frontal zu (1.Drohung), sie starren den Hund oft an (2. Drohung) und sie streicheln von oben oder umarmen (3.Drohung)

Schon das anschauen kann den Hund provozieren, das hängt vom Wesen des Hundes ab.
Wenn man da einen etwas zur Dominanz neigenden Hund hat, kann das schnell böse enden, wenn man die Signale nicht sieht oder ignoriert.

Generell gilt: Lassen Sie Kinder und Hund niemals länger alleine und bringen Sie ihrem Sohn jetzt schon bei, nicht zum Hund zu laufen (oder krabbeln), wenn der Hund in seinem Korb liegt, ist diese Zone Tabu.


Versuchen Sie nicht zu schimpfen, denn der Hund könnte dies mit Ihrem Sohn negativ verknüpfen, wenn er im Raum ist.

Machen SIe folgenden Um Ruhe rein zu bringen:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

Der Hund macht aus seiner Sicht nichts falsch, er will nur seine Ruhe und Respekt und Hunde können es nicht anders sagen, als mit Knurren oder Schnappen.
Bei der Übung bitte nicht reden, es funktioniert ganz ohne, nur mit Körpersprache. Versuchen Sie immer ruhig aber bestimmt aufzutreten.

Klären Sie auch immer wieder die Rangordnung mit dem Hund:

• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin (wie oben)

• -Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften mal (Beispiel)
• .-Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren.Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
• setzen Sie Regeln und Grenzen, die Sie dann auch bitte einhalten, ein Hund braucht sie sonst kann es sein, dass er welche aufstellen will.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt.

Machen Sie dies auch mit ihrer Hündin.
Gab es Umstellungen zu Hause? Stress vielleicht wg. dem Baby?
War sie noch nie Stubenrein?

Sehr unsichere und etwas ängstliche Hunde fühlen sich draußen oft nicht sicher und dann machen Sie nicht, wenn sie zu Hause sind, fühlen sie sich wohl und entspannen sich und dann müssen sie sich auch lösen.

Ist die Jackihündin eher unsicher? oder haben sie das Gefühl sie ist selbstbewußt?
Hund ändern sich auch wenn irgendetwas in der Familie passiert. Sie haben das Baby bekommen, alles ist etwas stressiger usw.
das geht an unseren Hunden nicht spurlos vorbei.

Versuchen sie zügig an der Leine Gassi zu gehen, nicht überall schnüffeln lassen, einfach sehr zügig gehen, so dass der Hund sich konzentrieren muss. Das löst dann die Blase.
machen Sie dies ca 15 min und bleiben sie dann stehen, dann darf der Hund sich lösen.
Falls sie dies nicht tut, machen sie in der Wohnung die Platzübung, da soll sie bleiben, dann haben sie sie unter Kontrolle und Hund machen meist nicht auf Ihr Lager.

Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer, der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen (sie haben ja auch 2 Hunde), denn wenn man versucht einen "dominanten" oder "unsicheren" Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.

Noch einmal: gerade bei Kindern ist es sehr wichtig, dass immer jemand dabei ist. Bitte nie alleine lassen, auch wenn die Kinder schon etwas älter sind.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Unsere Jackihündin war noch nie stubenrein, nur in der Zeit als sie bei Schwiegereltern zu Gast war aber da war sie auch die absolute nummer eins und alles drehte sich nur um sie. Das kann ich aber natürlich nicht umsetzen. Sie macht auch draußen ganz normal ihr Geschäft. Wir gehen 2-3 mal am Tag raus und zusätzlich noch ein langer Spaziergang. Es kommt aber öfter vor, das ich die Hunde in der Küche einsperre auch wegen dem Problem Goldi-Kind und oft ist es dann so das sie in die Küche macht. Ebenso wenn wir wegfahren und sei es nur 15 min. um meine Tochter von der Schule zu holen. Sollte ich evt. eine Hundebox kaufen und die als Schlafplatz aufstellen? Ich bin mit meinem Latein am Ende und zweifel mittlerweile an mir selbst. Ich kann auch nicht behaupten das sie dominant oder ängstlich ist. Nach meiner Einschätzung ist sie ziemlich durchschnittlich.

Unsere Goldihündin ist als Welpe beim "Züchter" leider sehr reizarm aufgewachsen, geht z.B. nicht gern über Metallgitter, Brücken, hat keine Kinder kennengelernt usw. in solchen Situationen erscheint sie oft unsicher. Meine "Hilfen" z.B. bei unbekannten Untergründen sind dann einfach, den Hund ignorierend, weitergehen ohne das ich sie hinter mir herzerre. Also aus meiner Sicht eher unsicher und sehr sensibel. Wenn sie z.B. Läufig wird, oder weniger beachtung als üblich bekommt reagiert sie gleich mit Hot Spots.

Ich hoffe das war ein wenig genauer?

MFG Sejnoha

Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Sejnoha

Also eine Box wäre schon eine gute Möglichkeit, Hunde machen, wenn sie gesund sind, nie ihr Lager schmutzig.
Wenn sie noch keine Box kennt, langsam daran gewöhnen.

Wenn Sie das Haus verlassen, egal wie lange, achten sie darauf, dass die Hunde ruhig sind. Unruhige Hunde werden immer irgendwas anstellen. Manche machen ihr Geschäft, oder sie bellen und zerstören Sachen. Dabei spielt es keine Rolle, ob noch ein anderer Hund zur Gesellschaft da ist.

Wenn ihre Goldie Hündin unsicher und etwas ängstlich ist, dann bitte die oben genannte Übungen versuchen. Solche Hunde brauchen sichere Führung und Regeln an die sie sich halten können. Dabei ist es sehr wichtig, dass Sie aber sicher sind.
Mit den Untergründen handeln sie richtig, einfach weiterlaufen, auch wenn sie bockt, wenn wir ihren Ängsten nachgeben, bestätigen wir sie immer weiter und alles wird schlimmer.

Es ist schwierig Ihr Problem genauer zu ergründen, dafür müsste man auch das Umfeld sehen. Für mich hört es sich so an als hätten beide Hunde eher ein Psychisches Problem und oftmals wird dies durch eine Umstellung in der Familie ausgelöst oder schlimmer.
Ihre Schwangerschaft zum Beispiel. Dies ist jetzt zwar schon etwas her, aber Veränderungen beim Hund kommen meist schleichend und am Ende weiß man die Ursache nicht mehr.

Ich würde Ihnen Raten sich einen Hundepsychologen ins Haus zu holen, der Ihnen auch den Umgang Hund-Kind richtig zeigt. Manche Hundetrainer bieten dies an. Ich selber gebe Kurse in Kindergärten, weil das Thema immer aktuell ist.
Sie schreiben auch, dass sie oft unsicher sind und dies dürfen sie auf keinen Fall sein.
Da sie aber Hunde und ein Kind haben, weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es manchmal sehr stressig sein kann und dies übertragen wir alles auf unsere Hunde.

Also zusammengefasst:

Rangordnungsübungen mit beiden.
Hunde auf die Plätze führen und Ruhe reinbringen, die Ruhe ist am evtl eine wichtigsten.
Evtl eine Box für die Jacki Hündin, sie können es aber auch mit der Platzübung machen.
Vermeiden Sie Stress und viel Unruhe, zumindest auf Dauer, das macht Hunde "krank"
bitte einen Trainer holden, wenn sie nicht weiterkommen, der es Ihnen in der Praxis zeigt, das ist oft viel einfacher umzusetzen und er kann ihnen auch sagen, ob sie es richtig machen.

Viel ERfolg und alles Gute
Mit freundlichen Grüßen



Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Gibt es einen Verband oder ähnliches um einen geeigneten Trainer zu finden?

Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo

Also am allerbesten ist, Sie geben Hundetrainer oder Hundepsychologe in Google ein und Ihre PLZ.

Auch eine Hundeschule ist OK, aber die können oft nicht zu den Leuten nach Hause kommen, weil die meisten Vereine sind.

Aber fast alle Trainer haben mittlerweile eine Homepage und da kann man auch nachlesen, was die für eine Ausbildung haben und nach welchen Methoden diese arbeiten.

Wenn man mit den Leuten in Kontakt tritt, merkt man am Telefon schon, ob man mit der Person warm wird, das ist wichtig.
Denn es nützt der beste Trainer nichts, wenn er sein Wissen nicht rüber bringen kann oder auch nur "den einen Lösungsvorschlag" hat.

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.

Viel Erfolg und alles Gute

Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.