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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Ich wohne mit meiner bald 6jährigen Weimaraner-hündin seit

Kundenfrage

Ich wohne mit meiner bald 6jährigen Weimaraner-hündin seit Anfang des Jahres (erstmals) in einem Mehrfamilienhaus/Hochparterre vorne heraus. Es häufen sich Beschwerden, dass mein Hund ständig und wohl auch anhaltend während meiner Abwesenheit bellt. Dazu muss ich sagen, dass sie es immer gewohnt war, bis zu 6 h alleine zu sein, allerdings hat sie bisher in kleinen Einheiten gewohnt mit weniger Bewegung und Außerngeräuschen aus Treppenhaus o.Ä. Sie war aber beispielsweise oft bei meinem Freund in einem großen Altbau (1.OG, 18 Parteien) auch allein. Dort haben sogar andere Hunde im Haus gebellt und das stellte nie ein Problem dar. Ich möchte verstehen, warum mein Hund auf einmal so häufig bellt. Zudem ist dieses Haus sehr hellhörig und einige ältere, nicht Berufstätige wohnen hier, die viel hin und her laufen-auch draußen oder sich im Treppenhaus unterhalten. Das ist neu für sie. Ich habe bisher als Maßnahmen ergriffen, was auch eine teilweise Verbesserung (aber nicht zufriedenstellend) herbeigeführt hat: Rollläden soweit geschlossen, dass sie nicht jede Bewegung auf den Zuwegen mitbekommt, Radio an, um Nebengeräusche etwas zu überdecken, WZ-Tür geschlossen, damit sie nicht direkt hinter der Eingangstür "horcht". Was kann ich weiter veranlassen? Macht ein Trainer Sinn? Sprühhalsbänder möchte ich eher nicht verwenden.. Anja Peters
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Anja

So ein Orts- bzw. Wohnungswechsel ist für einen Hund auch mit Stress verbunden. Alles ist neu und ungewohnt.
Auch das Alleine bleiben muss ganz neu geübt werden, fast wie bei einem Welpen. Hunde können Ortschaften schlecht bis gar nicht miteinander verknüpfen, Ihnen bleibt leider nichts anderes übrig, als wieder Schritt für Schritt zu üben:

Als erstes nur von Zimmer zu Zimmer gehen ohne dass der Hund Ihnen hinterher läuft. Falls er das tut:
Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er aufsteht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Falls er zu weit weg ist, wieder Leine nehmen und auf den Platz führen. Der Hund muss seinen Platz mit Entspannung verknüpfen.
So hätten Sie ihn besser unter Kontrolle und Hunde sind es gewöhnt eingeschränkt zu werden , denn das macht Mama auch mit den Welpen.

Falls diese Übungen gut klappen können Sie Ihre Jacke und Schuhe anziehen und so tun als würden Sie gehen.
Wenn er an der Tür wartet, wieder auf seinen Platz führen bis er ruhig ist. Gehen Sie kurz raus aus der Wohnung und wieder rein.

Sie dürfen niemals das Haus verlassen wenn ihr Hund angespannt, nervös unruhig oder dergleichen ist.

Diese Übungen immer machen und die Zeit des Alleineseins immer weiter ausdehnen. Erst nur zwei Minuten, dann fünf usw.
Versuchen Sie ihn richtig müde zu machen bevor Sie das Haus verlassen.

Reden Sie nicht beim Verlassen der Wohnung und schauen Sie auch wenn möglich weg (anschauen bedeutet für den Hund: du bist gemeint), reden sie auch bitte nicht wenn sie wieder kommen, keine Begrüßung, vor allem nicht wenn sie dazu neigen sich aufzuregen.
Erst Hallo sagen wenn der Hund ruhig und devot ist.

Eine schnelle Lösung für Ihr Problem gibt es leider nicht, das kann Wochen oder Monate dauern, bis es soweit ist, dass man den Hund für ein paar Stunden alleine lassen kann.
Als alternative bleibt nur ein Hundesitter.

Das mit dem Radio würde ich weiter machen.

Lassen Sie dem Hund auch nicht allzu viel Raum, manche Hunde fühlen sich berufen die ganze Wohnung beschützen zu müssen und die meisten sind damit überfordert und entwickeln mit der Zeit immer mehr "Macken".
Auch die Rolladen können zu bleiben, vielleicht haben Sie einen Raum in der Wohnung, der keine Geräusche zulässt, das wäre ideal.

Für manche Hunde ist es auch sinnvoll sie an eine Box zu gewöhnen, das ersetzt ihnen die Höhle und sie fühlen sich geborgen. Dies aber auch ganz langsam in kleinen Schritten üben, so dass sich der Hund in der Box wohl fühlt und gerne reingeht.
Das Prinzip ist das gleiche wie auf den Platz führen, dabei aber die Box offen lassen, wenn der Hund ruhig ist, können Sie ihm einen Kauknochen geben.
Allerdings müsste es für einen Weimaraner schon eine sehr große Box sein und Ihre Abwesenheit nicht länger wie zwei Stunden, denn sonst kann sich der Hund nicht strecken.



Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Paula Ciolacu


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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Voraus
Paula Ciolacu
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Paula Ciolacu
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
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