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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

hallo, wir haben einen 3 3/4jährigen Labradorrüden, der eine

Kundenfrage

hallo, wir haben einen 3 3/4jährigen Labradorrüden, der eine Seele von Hund ist, er hat eine teilweise Ausbildung als Therapiehund, seine erste Besitzerin bekam dann eine furchtbare Tierhaarallergie, sodaß die Dame Beruf und Tiere (Pferde, Hund etc.) aufgeben musste. Mit 8 Monaten kam Lenny dann zu uns, seither passt er auf unseren behinderten Sohn 6 3/4 Jahre auf. Er ist auch immer dabei. Vor drei Wochen kam mein Mann in eine Rehamaßnahme, tja und seit ca. 1 Woche rieche ich immer wieder Hundepisel, und heute war eine Pfütze im Gang, dort liegt unser Labbi aber eigentlich sehr gern. Da er sich immer für die Türe sehr verantwortlich zeigt, also es könnte ja jemand rausgehen und er darf nicht mit, kommt aber nur sehr selten vor. Ich habe ihm im Wohnzimmer, das ganze Untergeschoss ist offen, einen kuschligen Schlafplatz eingerichtet, damit er endlich den Stress des Aufpassens nicht mehr hat. Beim Gassigehen meint er auch nicht mehr hören zu müssen und zeigt das typische Imponiergehabe beim pisen, da fliegen die Fetzen (Gras etc. ) nur so. Sollte man den Hund nun kastrieren oder könnten es andere Probleme sein.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo

Also eine Kastration wird in Ihrem Fall nicht wirklich helfen, da er ja schon drei ist und bis jetzt keine Probleme da waren, oder?

Kann es sein, dass es bei Ihnen in der Familie in letzter Zeit mehr Stress oder Unruhe gab?
auch die Reha von Ihrem Mann kann ein Grund sein. Nicht unbedingt für den Hund, aber alle Veränderungen im Haus bekommt er aktiv mit und wenn Sie selbst gestresst sind oder auch mal gereizt, bekommt der Hund das immer mit, allerdings als negative Energie und diese kann auf Dauer das Verhalten des Hundes ändern?

Ist Ihr man vielleicht auch der Rudelführer oder denken Sie er folgt beiden gleich gut?
Für mich hört es sich so an als wolle er, gerade beim Gassi, die Kontrolle übernehmen und das darf er nicht.

Das mit der Tür haben Sie richtig gemacht, es darf nicht seine Aufgabe sein die Tür zu bewachen, für viele Hund ist diese Aufgabe Stress und dann Piseln sie schon mal.

Sie müssen generell die Rangordnung wieder klären:

• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

• -Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften mal (Beispiel)
• .-Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren.Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
• setzen Sie Regeln und Grenzen, die Sie dann auch bitte einhalten, ein Hund braucht sie sonst kann es sein, dass er welche aufstellen will.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt.

Also alternative gibt es die chemische Kastration, da werden dem Hund Hormone gespritzt und das simuliert eine Kastration und man würde sehen, wie sich das Verhalten verändern würde.

Ich persönlich bin generell für eine Kastration wenn man nicht züchten will, aber das sollte jeder für sich entscheiden.

Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer, der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen, denn wenn man versucht einen dominanten Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu
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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.









Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort,
ja es war in den letzten Monaten schon Stress in der Familie, da mein Mann das Burn Out-Syndrom hat und nun deswegen in der Klinik ist. ich denke, er hat meinen Mann als das Alphatier angesehen und mich als sogenannter "'Dosenöffner" denn mein Mann hat ihn in den letzten Monaten fast immer Gassi geführt etc. denn er brauchte bis zur Klinik eine Aufgabe.
Zwecks der Kastration hat uns die Tierklinik immer abgeraten, denn er würde sich zu sehr verändern, meine Frage, ist es jetzt noch sinnvoll?
Wir nehmen Lenny auch immer zur Intensivtherapie meines Sohnes 2x im Jahr mit, dort ist er sehr glücklich unter den ganzen Kindern.
Noch eine Frage, Entschuldigung! Unser Labbi hat eine Decke, wäre ein Körbchen oder ein Bettchen besser, denn Sofa, Bett etc. sind absolut tabu für unseren Hund!!!
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen, ich kann nur sagen, tolle Tipps und ich bin absolut zufrieden.
LG Andrea
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Andrea

Nein, er braucht keinen Korb, Decke reicht völlig, er muss nur einen Platz haben, wo er sich zurückziehen kann und diesen Platz muss er mit Entspannung verknüpfen.

Dass ihr Mann das Alphatier ist, hat nichts mit "mehr Gassi gehen" oder Beschäftigung zu tun, sonder mit der Energie und Handlungen.
Ein Hund folgt immer dem, der eine ruhig und bestimmte Ausstrahlung hat.
Ein Rudelführer ist immer ruhig und steht über den Dingen, es kann ihn meist nichts aus der Ruhe bringen, ja wir Menschen würden sagen er sei Arrogant :-)

Machen sie sich die Erfahungen mit Ihrem Sohn zunutze denn sicherlich müssen sie mit ihm anders Umgehen, als Mütter mit gesunden Kindern, sie brauchen mehr Geduld und Zeit. Wenn Sie mit dem Hund üben, gehen Sie in den "Mama-Modus", handeln sie immer ruhig aber seien sie selbstbewusst und bestimmt. Wenn sie merken, dass sie langsam gereizt werden, hören sie kurz auf und atmen durch.


Ein Vorteil von einer Kastration wäre generell weniger Krebsrisiko, auch müssen Sie darauf Acht geben, ob er oft den Penis ausfährt, dies könnte einmal zu einer Prostata Entzündung führen.
Dass sich das Wesen des Hundes generell ändert stimmt nicht, diese Theorie ist sehr veraltet. Dafür gibt es eben die chemische Kastration, damit kann man es testen.
Was bei Rüden oft noch eintritt ist, dass sie nicht mehr so ein großes Territiorialverhalten haben und der Sexualtrieb fällt weg, weil sie keinen drang haben sich zu vermehren.

Ob sich das Wesen ändert kann man nicht immer genau sagen, denn das Wesen eines Hundes kann sich immer ändern, auch durch falsche Führung und Erziehung.
Falls Sie noch Fragen haben, bitte noch einmal melden

Danke XXXXX XXXXX
Paula





Das der Hund bei der Therapie auch anders ist, liegt daran, dass das Umfeld anders ist und Sie wohl auch entspannter ist, somit darf er auch entspannen.



Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort, das hilft mir sehr, es stimmt, dass ich momentan auch nicht immer so ruhig sein kann wie sonst, ich glaube, der Lenny und ich werden uns ganz fest an die Empfehlungen halten, dann wird zwischen uns wieder eine gute Bindung sein, so wie vor dem ganzen Stress.
Vielen vielen Dank für die tollen Antworten, lg
Andrea
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne, noch ein kleiner Tipp:

Wenn Sie gestresst sind oder sich nicht gut fühlen, denken Sie an etwas schönes, ein schönes Erlebnis oder vielleicht auch ein Vorbild, das Sie haben. Nehmen Sie sich 5 Min und denken Sie intensiv daran, richten Sie sich auf, Rücken gerade.

Sie werden merken, dass sich ein wohliges Gefühl breit macht und Sie sich dann besser fühlen, auch wenn es nur eine kurze Illusion ist.

Unsere Fantasie kann uns das sehr nützen sich besser zu fühlen :-)

Viel ERfolg und Gruß

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