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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Wir haben seit knapp 4 Wochen einen lieben Hund aus Katalonien-wurde

Kundenfrage

Wir haben seit knapp 4 Wochen einen lieben Hund aus Katalonien-wurde gerettet von der Straße. Ihr mussten 10 Zähne gezogen werden, geht ihr aber gut damit. Sie ist ca. 3 Jahre alt. In ihr steckt ein Mix aus Bracke...weiteres wissen wir nicht. Mein/ Unser größter Wunsch ist es sie ohne Leine laufen lassen zu können. Sie ist schon sehr wachsam wenn Vögel fliegen und sie schnüffelt gern...........manchmal vergisst sie auch beim Gassi gehen, dass Frauchen ja auch noch an der Leine hängt so sehr ist sie dann mit dem Ziehen und Schnüffeln an der Leine beschäftigt. Eine Hundetrainerin werden wir bald aufsuchen. Trotzdem würde ich mich über ihre Erfahrungswerte vorab freuen. Weiss nicht so recht was genau sie noch an Informationen benötigen. Sie ist im Haus total lieb und sehr anhänglich, folgt auf Schritt und Tritt, kann aber trotzdem 4-5 Stunden gut alleine sein ohne den Teufel anzustellen. Kommandos wie Sitz klappen super, aber mit dem Bleib hat sie es noch nicht so. Draussen bellt sie alle Hunde an, manchmal auch Jogger--------------Hunde die sie kennt werden nicht angebellt........das stört mich und ich möchte auf jeden Fall, dass sie einen guten Bezug zur Umwelt erfährt und Vertrauen schöpft in ihre Herrchens. Zu hause bellt sie überhaupt nicht.
Liebe Grüße
Silva Jütte
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen Silva

Ich fange mal im Haus an :-) :
Hunde, die einem hinterherlaufen, lieben uns Menschen nicht so doll, das ist ein kleiner Kontrollzwang, das würde ich abstellen, zumal ich aus eigener Erfahrung sagen kann: in ein paar Jahren wird es Sie tierisch aufregen :-)

Für den Hund ist es auch mit Stress verbunden, da er nie richtig zur Ruhe kommen kann, daher müssen Sie den Hunde, auch in der Wohnung, einschränken:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Immer wenn Sie merken der Hund ist unruhig, machen Sie bitte die Platz Übung, sie muss lernen zu entspannen. Dann wirkt es sich auch positiv auf draußen aus:

So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.
Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.
Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.
Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Genen verankert. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist.

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.

Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Setzen Sie sich eine unsichtbare Grenze (z.B. Ihr Bein) und diese darf der Hund nicht überschreiten.
Sie müssen ihn aber blockieren BEVOR er diese Grenze überschreiten kann. Einfach zum Hund drehen, machen Sie sich groß. Sobald er auch nur minimal zurückweicht oder Sie ansieht, entspannen Sie sich wieder.

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und waten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".
Wenn er vor läuft und Sie haben es versäumt, bitte stehen bleiben, nicht nach hinten ziehen, das animiert den Hund nur noch mehr zu ziehen.
Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.
Allerdings müssen Sie hierbei, wie schon erwähnt, 100% Rudelführer sein und der Hund muss dies auch annehmen.
Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.
Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.
Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben.
Bitte nie versuchen den Hund in so einer Situation zu beruhigen oder zu schimpfen, in beiden Fällen bestätigen sie sein Verhalten und es würde von mal zu mal schlimmer werden.
Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen.

Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.
Wenn Sie einen anderen Hund sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.
Dies müssen Sie aber immer machen, sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen".
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.

Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.

Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Für einen Hund, egal ob Welpe oder aus dem Tierschutz, ist es enorm wichtig eine klare Schiene zu Fahren, d.h. Grenzen, Regeln und ein ruhig bestimmter Rudelführer. Erst wenn der Hund sie 100%ig als solchen anerkennt und Respekt vor Ihnen hat, erst dann wird er nicht mehr jagen und 100%ig auf Kommandos hören.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu

_____________________________________________________________________

Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.

Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
hallo Paula,
Benita und ich hatten einen eher stressigen Gassigang hinter uns gebracht. Ich habe jetzt Muskelkater im Arm, da ich , um sie dazu zu bekommen neben mir vor Knie oder hinter mir laufen zu lassen, sie sehr kurz an die Leine nehmen müssen, da sie ansonsten sofort seitwärts im Feldgeschnüffelt hätte und losgezogen wäre.
Sie sollte ja auch ihr Geschäft erledigen, also war dies mit Schnüffeln, Versuch vorwärtsziehen etc. verbunden--------------Ich habe auch immer wieder klar signalisiert , dass ich das nicht akzeptiere, in dem ich ein Bein immer wieder mal vorgestellt habe, so weit mir das möglich war, oder habe gestoppt.
Beim Spaziergang begegneten uns mehrere Hunde die sie auf Grund der Übung erst anbellte als wir auf Augenhöhe waren und nicht wie gestern noch..........................auf tausend Kilometer EntfernungLaughing. Sie hat schon gemerkt, dass mit Frauchen etwas anders läuft, die Rute war eingezogen............Das mit zuerst aus der Tür und wieder rein mache ich eh grundsätzlich. Wir sind Welpenerfahren-------da lief alles bei unserem Golden Retriever von Anfang an alles stringenter. Die lief nie vor dem Knie, wurde ihr gleich abtrainiert..............etc. Ich dachte halt ,dass Welpenerziehung und ältere Hunde zu erziehen doch etwas anders ist zumal unsere Benita ja ne Geschichte hinter sich hat die wir nur erahnen können.
Was ich auch gleich heute nachmittag trainiert habe war das Bleib auf ihrer Decke......................immer und immer wieder. Im Moment liegt sie friedlich da. Was Sie sagen mit dem Stress und nicht zur Ruhe kommen , dachte ich mir auch. Denn sie stand manchmal einfach nur Mintunenlang in der Küche und schaute beim Kochen zu-------------Ich sagte dann immer, "Schätzelein, leg dich doch mal hin und entspann dich-------------", Scherz, ich weiss das ist kein Kommando. Mein Sohn meinte dann : och die liebt dich so sehr, dass sie dir überall hin folgt. Danke, XXXXX XXXXX das so klar ausgedrückt haben, dass das nicht so ist.
Und noch etwas, die Maus hat von Anfangan einen festen Schlafplatz. Es kann dann aber schon mal vorkommen, dass sie auf der Couch schläft, nachdem die Familie von der Couch aus in's Bett geht. Wir bekommen das nicht mit, denn sie würde das niemals tagsüber tun. Ich habe das so interpretiert, dass sie unsere Gerüche wahrnimmt und sie damit Geborgenheit hat----Tolerieren tun wir das grundsätzlich nicht.
So, ich möchte mich hiermit erst einmal herzlich bedanken für die guten Ratschläge, hab vielleicht noch die ein oder andere Frage------------die mir noch einfällt.
Freue mich wenn sie mir noch einmal antworten.
Wie gesagt, das mit der kurzen Haltung der Leine wenn sie machen soll........weiss nicht ob das heute richtig war----------------Denn entweder kurz und bei Fuß und nicht schnüffeln----------oder locker lassen, schnüffeln, Geschäft erledigen--------Puh, nicht einfach.

Liebe Grüße
Silvia Jütte
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Silvia

Ich freue mich, dass es schon erste Anzeichen einer Besserung gibt, das zeigt auch, dass Sie es richtig machen.
Natürlich werden Sie immer wieder üben müssen, aber wenn Sie erste ERfolge zeigen, wird man immer selbstbewusster und stärker und er Hund merkt es auch.

Zum Gassi:

Versuchen Sie, sie so zu blockieren, dass Sie nicht immer Druck auf der Leine hat.
d.h. zieht sie und Sie können sie nicht blockieren, bleiben Sie stehen und versuchen, dass kein Druck mehr auf dem Halsband ist (oder GEschirr), sonst lernt der Hund den Unterschied zwischen "Druck" und "nicht Druck" nicht und kann sich wiederum nicht entspannen.

Das mit der Couch ist so ne Sachen, Hund nutzten alle Gelegenheiten, die sich ihnen bietet, und er merkt: keiner da, Luft ist rein, ab auf die Couch.
Da ja auch nichts passiert, wenn sie da drauf liegt, können Sie dies auch nicht kontrollieren und der Hund weiß das.
Sie können nur versuchen sie auf Einladung hoch zu lassen und dann wieder runter schicken, so lernen sie, das sie nur auf Kommando oder Einladung auf die Couch dürfen.
Allerdings ist das leider keine 100% ige Garantie, dass sie es dann auch unterlassen, wenn keiner da ist.


Ja, die Hundeerziehung ist nicht immer nur lustig und kann sehr kräftezehrend und manchmal nervig sein.
Bleiben Sie dran, dann haben Sie sehr lange Freude an Ihrem Hund.

Falls Sie noch etwas beantwortet haben wollen, bitte melden Sie sich noch einmal

Danke und Gruß
Paula

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