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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Guten Abend, Wir haben 4 Hunde. Einen 8 J. Chihuahua, einen

Kundenfrage

Guten Abend,
Wir haben 4 Hunde. Einen 8 J. Chihuahua, einen 8 J. Cavalier King Charles Spaniel, beides weibchen kastriert, einen 3 Jährigen Mischling Appenzeller/Bordercolly (Mutter) Beagle/Koiker (Vater), kastriert, und eine einjährige Bully, seit April 2011 bei uns, weibchen, nicht kastriert.
Bis vor 3 Tagen ging das mit allen vieren super. Unser Rüde, Max, der grösste von allen, hat sich rührend um seine drei Weiblein gekümmert, vor allem mit der jungen Bully gespielt und hat immer abwechslungsweise den Weibchen das Gesicht geputzt.
Max selber ist sehr sensibel, er hat viel Border Colly drinnen im Character. Ich habe Hundeschule mit ihm gemacht, Agility. Doch mit Wurfspielen und Ballspielen musste ich aufhören, er wurde immer besessener. So habe ich im Garten einen kleinen Parcour aufgebaut (Tunnel,über die Hindernisse springen) somit kann ich mit ihm Gehorsam üben.
Jetzt plötzlich hat er vor drei Tagen den Chiuahua gebissen, ja ich musste ihn wegzerren von ihr und sie hatte eine Bisswunde am Hals, somit ging ich zum Tierarzt, ich dachte zuerst, es sei wegen einem Knochen, der in einer Box drinnen lag. Weil normalerweise darf bei uns kein Spielzeug herumliegen, da Max sonst besitzergreifend ist. Der kleine Bully spielt sehr gerne, somit mache ich mit ihr das in einem Zimmer alleine. Nun, Max wusste glaube ich, dass er einen Blödsinn gemacht hatte. Er war dann die letzten 2 Tage so down bei uns zuhause, beim spazierengehen war dann wieder alles ok mit allen vieren.
Gestern war mein Mann und meine Tochter zu Hause und ich ging schnell eine Stunde am Abend weg, da hat er die kleine Bully gepackt, mein Mann wurde dann laut und ging dazwisXXXXX, XXXXXn ging Max weg.
Heute abend ging ich dann extra nochmals mit ihm eine Runde laufen, alleine, da war er wieder ganz normal. Ich bemerke einfach, dass er viel Gähnt, hab gelesen, dass das Stress oder Unsicherheit bedeuten könnte.
Jetzt wiede daheim sass ich am Tisch und las die Zeitung, Max neben mir und die Bully unter dem Tisch schlafend, wie oft. Dann plötzlich geht er wieder auf sie los. Er hat sie nicht gebissen nur angeknurrt. Ich wurde laut und er wandte ab.
Ich bin total schockiert und ratlos und habe jetzt auch ein wenig Angst, dass ich mich total falsch verhalte.
Ist Max plötzlich eifersüchtig? Hat er Stress oder ist da etwas gesundheitliches?
Oder hat er plötzlich zu viel Macht bekommen.
Er hat auch schon in einem Körchen geschlafen von einem Weibchen, und als die vorbeigegangen ist, hat er geknurrt.
Die Hunde dürfen bei uns auch auf Sofa.
Wäre sehr dankbar für einen Ratschlag.
Besten Dank.
Mit freundlichen Grüssen
Johanna Senn
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen

Wenn Hunde anfangen sich zu verändern, müssen wir oft die Ursache bei uns selbst suchen, wie sie schon richtig gesagt haben:
Gähnen, Kratzen, Hecheln ohne Grund, dies alles Übersprungs-Handlungen, Zeichen von Stress, Unsicherheit usw.

Sie müssen wieder Ruhe ins Rudel bringen und Max zeigen, dass es nicht seine Aufgabe ist, irgendjemanden zu maßregeln.

Gehen Sie viel mit allen Gassi, aber richtig, an der Leine, zügig gehen oder traben, nicht immer stehen bleiben und schnüffeln oder markieren.

Wenn sie zügig laufen dann konzentrieren sie sich am meisten und es geht viel Energie raus.

Üben Sie generell wieder Rangordnung, hin und wieder stellen Hunde diese in Frage:

Üben Sie dies mit allen Hunden, unabhängig ob einer lieb ist oder nicht, es gelten für alle die selben Regeln und Grenzen.


• -schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Das machen sie bitte auch immer, falls er ihnen permanent nachläuft, denn das kann zu einem Kontrollzwang werden.

• -Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
• -aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
• -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
• - alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
• -Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
• -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
• - viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
• -Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
• -Sie müssen unbedingt in der Situation konsequent sein. Ein Sitz ist ein Sitz und nicht erst nach dem fünften mal (Beispiel)
• .-Wichtig ist, dass sie ruhig aber bestimmt auftreten, werden Sie in Situationen zu hektisch, wird Ihr Hund Sie bestenfalls ignorieren.Falls Sie merken, Sie werden ärgerlich oder nervös, stehenbleiben, durchatmen.
• -Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.

Diese Übungen werden sich, bei richtiger Anwendung, auch draußen als nützlich erweisen, denn Sie dienen dazu, dass der Hund Respekt vor Ihnen bekommt.

Bitte nicht mehr laut werden, wenn so etwas wieder passiert, für Max bellen Sie dann nämlich mit, er lässt zwar ab, allerdings mit dem Wissen, dass er Zuspruch von Ihnen bekommen hat.

Beobachten Sie bitte auch Ihr Rudel, nicht immer ist derjenige Schuld, der gebissen hat, oft geht eine Kommunikation zwischen den Hunden einher, die wir Menschen nicht mitbekommen. Fixieren, Nase rümpfen, Lefze vibriert usw

Wenn sie den Unruhestifter ermitteln können sie eingreifen, bevor es zum Kampf kommt und das sollten sie auch unbedingt, schon das Fixieren ist verboten.

Wenn er Knurrt, schicken sie ihn wie oben beschrieben auf seinen Platz.

Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer, der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen, denn wenn man versucht einen Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.
Vielleicht gibt es jemanden, der ihnen auch Tipps und Tricks zur Rudelhaltung zeigen kann.


Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.

Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten TAg Frau Ciolacu

besten DAnk für Ihre Nachricht.

Gerne hätte ich einen erfahrenen Hundetrainer dazugezogen, ich möchte nichts falsch machen. Hätten Sie eine Adresse hier in der Schweiz. Habe von Martin Rütter gehört und ihn auch schon gesehen. Gibt er Privat auch Kurse?

Ich war schon bei zwei Hundetrainer in der Schule. Beide sind sehr auf trimmen aus, haben diese Malinoi Schäferhunde, von denen ich selber riesen Respekt habe, ja sogar fast ein wenig Angst, und dies überträgt sich natürlich auch auf meine Hunde, besonders Max, da gehen beide auf Agressionen über.

Bin Ihnen dankbar für Ihren Hinweis.

Mit freundlichen Grüssen

Johanna SEnn

Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Senn

Tut mir leid, in der Schweiz kenne ich mich leider nicht aus, aber ein Martin Rütter gibt auch Einzelstunden und kommt bestimmt auch in die Schweiz, allerdings wird das nicht gerade billig, denn ein Herr Rütter hat schon seinen Preis.

Auch eine Anita Balser von Hundeteam Schule gibt manchmal Kurse in der Schweiz:
www.hundeteamschule.de

Von Ihr gibt es auch eine DVD, die ist für Ihre Zwecke sehr gut:
"Rudelharmonie" gibt es bei Amazon.
Dort wird gezeigt, wie sie am besten mit Ihrem Rudel umgehen können und sie zeigen auch auf was man bei der Körpersprache der Hunde achten muss, gerade wenn man mehrere Hunde hat.

In erster Linie ist es wichtig, dass Sie sich beim Training wohl fühlen und der Trainer auch sein Wissen weitergeben kann.

Wenn Sie finden, dass der Trainer viel Wissen hat und er ihnen aber nicht sympathisch ist, wird es nicht funktionieren, denn das merkt ein Hund sofort. Lassen Sie ihren Bauch entscheiden und sehen Sie sich vielleicht mehrere Hundeschulen in Ihrer Nähe an, viele bieten Schnupperkurse an, die sind meist kostenlos (zumindest bei uns in Bayern)

Meiden sollten sie Hundeschulen, die Körperliche und psychische Gewalt anwenden, d.h. schreien, würgen, zerren usw.
Oder Trainer, die nicht auf die Fragen oder Bedürfnisse des jeweiligen Hund Mensch Team eingehen.
Oder Hundetrainer die keine Regelmäßigen Seminare oder Schulungen besucht haben und noch nach den Methoden von vor dem Krieg arbeiten.

Es gibt sehr viele Methoden einen Hund zu erziehen und Hundetrainer sollten mehrer Wege versuchen, falls einer nicht klappt.

Ich hoffe, ich konnte ihnen etwas helfen
Vielen Dank und viel Erfolg

Gruß
Paula Ciolacu