So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr.M.Wörner-Lange.
Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7100
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hundetrainer hier ein
Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Ich habe das Problem, dass meine Ronja gerade einen extremen

Kundenfrage

Ich habe das Problem, dass meine Ronja gerade einen extremen Jagdtrieb entwickelt. Zuhause und an der Leine ist sie sehr lieb und ruhig. Allerdings braucht sie sehr viel Bewegung und ist unglaublich agil. Manchmal hört sie super, wenn sie von der Leine ist. Sobald sie aber etwas erschnüffelt, sei es eine Maus oder anderes schaltet sie um auf "Jagen". Mein großes Problem ist allerdings, dass sie auch Kühe und Pferde jagt, bzw. umkreist und anbellt und dann nicht mehr abrufbar ist. Deshalb meine Frage: Gibt es eine andere Lösung als immer nur an die Leine?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer?
Um was für einer Rasse handelt es sich bei Ihrer Ronja?
Jagen ist genetisch bedingt und bei den verschiedenen Rassen unterschiedlich ausgeprägt-auch Hüten gehört dazu- und ist schon im Ansatz (Fixieren) selbstbelohnend durch die Ausschüttung von
Glückshormonen-auch ohne Jagderfolg.
Der einzige Weg dies Verhalten langfristig in den Griff zu bekommen ist ein Antijagdtraining mit der Schleppleine.
Schleppleine allein ist gut, aber nicht erfolgsversprechend genug: Sie benötigen zusätzlich ein "Jagdersatzobjekt":z.B. Ball, Quitschie,Frisbie o.ä.

Hier eine Anleitung zu diesem Training:
Sie sollten mit Ihrem Hund den Rückruf an der Schleppleine solange üben,
bis er sicher zurückkommt.Üben Sie mit viel Belohnung -und dem "Jagdersatzobjekt" (s.o)-
Sie müssen sich für den Hund immer interessanter machen als die Umwelt- und er darf keinen Jagderfolg haben -außer mit Ihnen u. den "Jagdersatzspielen".
Auf SEHR übersichtlichem Gelände-z.B. einer Wiese- können Sie es evtl wagen, diese Spielübungen auch an fallen gelassener Schlepp- Leine zu machen.
Klappen diese Übungen immer und überall- Sie sollten ihn natürlich auf das Jagdspielzeug
schon konzentrieren, bevor sie Pferde oder Kühe sieht bzw wenn Sie in wildreiches Gebiet kommen- können Sie anfangen, die Schleppleine auch in bisher schwierigen Situationen am Boden schleifen zu lassen.
Im Laufe vieler Wochen wird dann die Schleppleine pro Woche eine Handbreit gekürzt-bis nur noch etwa 20cm am Halsband verbleiben.
So wird dem Hund vermittelt, weiter in ihrem Einzugsbereich zu sein.
Das Jagrersatzobjekt muss lebenslang weiter (unregelmäßig) im Einsatz bleiben- denn ausgeprägtes
Jagdverhalten, dass sich einmal gefestigt hat, lässt sich nicht löschen.
Haben Sie noch Fragen?
Viel Erfolg.





Nachfragen beantworte ich gerne kostenfrei ü.d.Button:dem Experten antworten.
Dr.Wörner-Lange
Tierärztin Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de
Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX das hört sich hilfreich, wenn auch anstrengend und nach viel Geduld an. Meine Hündin ist ein Labrador- vermutlich Windhund- Mischling. Sie ist jetzt gerade eineinhalb. Eine Frage habe ich noch, denn das mit der Ablenkung bzw. dem Ersatzobjekt habe ich schon probiert. Allerdings ist das Interesse bei meinem Hund immer nur von kurzer Dauer und ich habe schon wirklich viel versucht. Auch Leckerli sind für sie nicht wirklich reizvoll...
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer,
sowohl Labrador als auch Windhunde sind ja ursprünglich beides Jagdhunderassen.
Da Ihre Hündin ja schon "Jagderfahrung" gemacht hat, ist es natürlich doppelt schwer, sie auf ein Ersatzobjekt zu konzentrieren.
Ich würde es mit einem robusten Quitschie ausprobieren-auf das Sie Ihre Hündin schon im Haus konzentrieren/anspielen, aber Sie bekommt es nur für Sekunden.
Über diese "Indoorübung" ist Sie dann draußen motivierter-und bitte draußen frühzeitig einsetzen um Sie zu konzentrieren.
Viele gute Hundeschulen bieten auch ein Antijagdtraining an-vor Ort ist es immer einfacher
die speziellen Eigenheiten des einzelnen Hundes genau zu bestimmen-und entsprechend zu trainieren.
Alles Gute und danke fürs akzeptieren.