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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo, ich habe einen Landseer ( 11 Monate) , er lernt sehr

Kundenfrage

Hallo, ich habe einen Landseer ( 11 Monate) , er lernt sehr schnell und war auch in der Hundeschule in 2 Kursen, aber leider ist er ein absoluter Leinenpöbler, sobald ein anderer Hund auftaucht. Er bellt , zieht , ist absolut ausser sich. Was kann ich am besten machen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen

Jeder Hund muss von Anfang an lernen nicht nach vorne zu gehen und die Situation übernehmen zu wollen, daher versuchen Sie folgendes:
Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist, was ich beim Landseer annehme

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.
Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Da er sehr groß und schwer ist würde ich ihn schon blockieren, noch bevor sein Kopf die Höhe ihres Beines überschritten hat, dann kommt er erst gar nicht dazu mit voller Wucht zu ziehen und sich hätten ihn besser unter Kontrolle.
Setzten Sie sich eine unsichtbare Grenze und die soll er nicht überschreiten.

Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und waten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".
Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.
Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert, ihn Ihrem Fall natürlich stärker, sonst spürt er ja nichts :-)

Falls er sich nach so einer "Begegnung" nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.
Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben.
Bitte nie versuchen den Hund in so einer Situation zu beruhigen oder zu schimpfen, in beiden Fällen bestätigen sie sein Verhalten und es würde von mal zu mal schlimmer werden.
Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.
Wenn Sie einen anderen Hund/Jogger/irgendwas sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.
Gibt es etwas, auf dass er besonders reagiert?

Diese Übungen müssen Sie aber immer machen (zumindest bis er gelernt hat), sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen".
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.
Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.
Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.


Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,
danke XXXXX XXXXXür die Antwort. Wir haben noch einen Landseer-Golden Retriever Mischling mit 2,5 Jahren. Bei ihm läuf da alles gut, ist es aber besser wenn ich momentan mit jedem Hund alleine laufen gehe bis sich der kleine das ziehen und bellen abgewöhnt hat ?
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
ja , das würde ich schön machen, denn bei zwei großen Hunden kann man schnell den überblick verlieren und wenn wirklich etwas ist, können sie im Zweifelsfall den Hunde nicht halten.
Versuchen Sie aber trotzdem oft mit beiden zusammen zu gehen, vielleicht wenn Sie jemand begleitet, denn Hund laufen ja immer im Rudel und das Stärkt das Rudelverhalten.
Aber zu Übungszwecken, kann man, oder muss mann, ab und an getrennt gehen.

Falls Sie noch eine Frage haben, können Sie gerne noch einmal nachfragen.
Danke und Gruß
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
O. K. , wie gewöhne ich dem kleinen denn das bellen ab, nicht nur wenn er andere Hunde sieht, sondern auch wenn er alleine zu Hause ist( ohne den 2. Hund) dann bellt er ständig und steiget sich auch hier voll in das Bellen hinein, dass er hinterher fix und fertig ist. Aber er muss auch alleine bleiben können, da cih ja mit dem grossen auch mal alleine rausgehe.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie das alleine sein ganz langsam geübt?

Ihnen wird nichts anderes übrig bleiben, als noch einmal ein paar Schritte zurück zu gehen, denn das bellen zeigt an, dass er es noch nicht richtig verstanden hat. Hierzu noch einige Tips:

Als erstes nur von Zimmer zu Zimmer gehen ohne dass der Hund Ihnen hinterher läuft. Falls er das tut:
Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er aufsteht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Falls er zu weit weg ist, wieder Leine nehmen und auf den Platz führen. Der Hund muss seinen Platz mit Entspannung verknüpfen.
So hätten Sie ihn besser unter Kontrolle und Hunde sind es gewöhnt eingeschränkt zu werden , denn das macht Mama auch mit den Welpen.

Falls diese Übungen gut klappen können Sie Ihre Jacke und Schuhe anziehen und so tun als würden Sie gehen.
Wenn er an der Tür wartet, wieder auf seinen Platz führen bis er ruhig ist. Gehen Sie kurz raus aus der Wohnung und wieder rein.

Sie dürfen niemals das Haus verlassen wenn ihr Hund angespannt, nervös unruhig oder dergleichen ist.

Diese Übungen immer machen und die Zeit des Alleineseins immer weiter ausdehnen. Erst nur zwei Minuten, dann fünf usw.

Dies kann natürlich schon länger dauern, es kommt auf den Hund und natürlich auf Sie an.
Bitte nie schimpfen denn das zerstört das vertrauen, dass man sich bei einem neuen Hund sowieso erst aufbauen muss.
Reden Sie nicht beim Verlassen der Wohnung und schauen Sie auch wenn möglich weg (anschauen bedeutet für den Hund: du bist gemeint), reden sie auch bitte nicht wenn sie wieder kommen, keine Begrüßung, vor allem nicht wenn sie dazu neigen sich aufzuregen.
Erst Hallo sagen wenn der Hund ruhig und devot ist.

Eine schnelle Lösung für Ihr Problem gibt es leider nicht, das kann Wochen oder Monate dauern, bis es soweit ist, dass man den Hund für ein paar Stunden alleine lassen kann.

Lassen Sie dem Hund auch nicht allzu viel Raum, manche Hunde fühlen sich berufen die ganze Wohnung beschützen zu müssen und die meisten sind damit überfordert und entwickeln mit der Zeit immer mehr "Macken".
Für manche Hunde ist es auch sinnvoll sie an eine Box zu gewöhnen, das ersetzt ihnen die Höhle und sie fühlen sich geborgen. Dies aber auch ganz langsam in kleinen Schritten üben, so dass sich der Hund in der Box wohl fühlt und gerne reingeht.

Wenn der Hund beim Gassi bellt, wie oben beschrieben, dazwischen stellen, Hund ggf. umdrehen, so dass er keine Sicht mehr auf sein Objekt hat, nicht zu viel auf den Hund einreden, nur Berühren.
Sie selbst müssen aber unbedingt ruhig und bestimmt bleiben und dürfen nicht Hektisch werden, sonst nimmt es der Hund als Anreiz noch mehr nach vorne zu gehen und zu Bellen.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Paula Ciolacu

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