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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo,unser Zwrgschnauzer (16 Monate) knurrt,bellt und schnappt

Kundenfrage

Hallo,unser Zwrgschnauzer (16 Monate) knurrt,bellt und schnappt nach Kindern(Baby bis ca. 10Jahre ):Wir haben Ihn seit er 10 Wochen alt ist und er hat noch nie schlechte erfahrungen gemacht.Wir haben erwachsene Kinder und haben seit 3 Monaten eine Enkelin ,haben schon einiges Probiert mit dem Enkel (7 Jahre)unserer Nachbarn,trotzdem wird es im moment immer schlimmer.Was können wir tun? Vielen Dank XXXXX XXXXX Rat im Voraus
Heike Schmitt
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo
In erster Linie gilt: Hunde NIEMALS mit Kleinkinder alleine lassen, denn diese machen manchmal unkontrollierte Bewegungen die für einen Hund bedrohlich oder unnatürlich sind und das Kind könnte dem Hund unbewusst drohen. Auch starren Kinder oft Objekte lange Zeit an, dies ist wiederum für den Hund fast so etwas wie eine Kampfansage.
Damit der Hund das Kind akzeptiert, gehen Sie so oft es geht mit Kinderwagen und Hund Gassi, der Hund soll dabei neben dem KiWa herlaufen, an der Leine, er soll der KiWa nicht überholen und es ist wichtig, dass er an der Leine mit Ihnen und dem Rudel läuft, nicht stehenbleiben wenn der Hund es will. Das ist sehr wichtig, denn in einem Hunderudel laufen Hunde um zu jagen und dabei hat jeder eine Aufgabe, denn wenn jeder alles machen dürfte, würden sie hungrig bleiben. Dieses "Jagen" ist in unsern Haushunden noch in den Genen verankert und wenn sie richtig mit KiWa Gassi gehen, lernt der Hund, dass das Baby zum Rudel gehört. Ihr Hund ist jetzt auch im Flegelalter, d.h. er wird erwachsen und Hunde sehen "neue Familienmitglieder" als Bedrohung, weil sie denken sie bekommen nichts mehr zu essen und "der neue" will ihm den Rang streitig machen.
Üben Sie unbedingt generelle rangordnungs Rituale:
Hierbei gilt es klare Grenzen und Regeln aufzustellen und einzuhalten. Stellen Sie die Rangordnung klar:
-schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin (Leine). Wenn er da ruhig ist, in Anwesenheit des Babys, dann Leckerli oder andere Belohnung.
-Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
-aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang -füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an. Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
- alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
-Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden. -falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
- viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung -gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
-Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
-Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.
Achten Sie darauf, das der Hund zum Baby geht nicht das Baby zum Hund führen. Wenn Sie einen zur Dominaz neigenden Hund haben, der auch in anderen Bereichen unsicher oder gar etwas aggressiv handelt, bitte gehen sie zu einem Erfahrenen Hundetrainer. Hunde werden bei Babys oft unsicher und Unsicherheit kann zu massiven Aggressions-Problemen führen.
Achten Sie darauf, dass das Baby erst einmal nicht in die Nähe des Schlafplatzes oder des Futter kommt.
Hunde sehen Babys nicht als Rudelführer, daher ist es ungeheuer wichtig den Kindern schon früh beizubringen, wie man mit Hunden umgeht. Erst ab ca Schulalter werden Kinder akzeptiert, kommt aber auch auf den Hund an und sein Wesen.
Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer, der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen, denn wenn man versucht einen dominanten oder unsicheren Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.
Auch merkt der Hund, dass sich Ihre Stimmung ändert, wenn Baby und er selbst im Raum sind, und dies könnte er negativ mit dem Baby verknüpfen. Achten Sie bitte darauf, dass Sie nicht allzu nervös oder unsicher sind, wenn beide in einem Raum sind.
Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal
Vielen Dank XXXXX XXXXX guten Rutsch
Paula Ciolacu
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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX schnelle Antwort.Zum großteil machen wir das schon was Sie geschrieben haben.Er macht es ja nicht nur beim Baby sondern auch bei größeren Kinder bis ca. 10 Jahren.Wir haben es auch schon mit Maulkorb und Leine Probiert,aber er fängt meistens schon an zu Bellen wenn er ein Kind auf dem Arm sieht.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Person mit dem Kind auf dem Arm muss einfach nur seinen Platz behaupten.
Viele Hund haben das Bedürfnis alles verteidigen zu müssen, weil von den Rudelführern keine richtigen Signale kommen. Die meisten Hunde sind damit überfordert und sie kennen keinen anderen Ausweg als nach vorne und Bellen. Je nach Hund.
Also:
Stehenbleiben, groß machen, Hund nicht ansehen, anreden oder streicheln, selbstbewussten Eindruck machen.
Einfach nur stehen und warten, versuchen einen ruhigen und entspannten Eindruck zu machen, der Hund muss Kinder mit Ruhe und Entspannung verknüpfen, daher auch nur belohnen wenn er ruhig ist.
Die meisten Hunde werden von alleine ruhig, wenn sie merken, dass das Gegenüber ruhig aber bestimmt auftritt.
Es hängt zwar auch ein bisschen davon ab wie sehr es sich der Hund schon angewöhnt hat, aber Ihrer ist noch recht Jung.

Hier noch einmal eine Platzübung im einzelnen, diese können sie immer machen, nicht nur wenn das Baby da ist, ist auch nützlich für den Fall das er mal alleine bleiben muss.

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.
Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.
Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Zeigen Sie ihm Grenzen und Regeln auf aber versuchen Sie ihn trotzdem am normalen Familienleben mit Baby teilhaben zu lassen.

Sie brauchen sicherlich Geduld, Hundeerziehung ist leider nicht immer einfach und sicherlich nie zu Ende, aber mit Geduld und Übung schaffen sie das sicherlich. Nur nicht aufgeben.

Viele Grüße
Paula Ciolacu

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