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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

HalloHabe einen Rateromix, ca. 6 Jahre. 90% an der leine.

Kundenfrage

Hallo Habe einen Rateromix, ca. 6 Jahre. 90% an der leine. wenn ohne Leine und rufe "Komm" interresiert ihn das nicht. Was tun. Würde ihm gerne das freie Laufen ohne Leine gönnen.
und
wenn er auf dem RücXXXXX XXXXXegt und ich im am Bauch Kraule, knurrt er schon mal, warum?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend

Das mit den Trainern ist schade, da muss man sich ja fast schon schämen als Trainer, sehr ärgerlich.

Sie haben oben geschrieben:
"Funktioniert ganz gut, bin aber sehr ängstlich und Unsicher"
Das dürfen Sie als Rudelführer beim Hund niemals sein, denn der Hund spührt ihre Unsicherheit und deutet diese als schwäche. Einem schwachen Rudelführer würden sie niemals folgen.
Deshalb:

Seien Sie selbstbewußt, suchen Sie vielleicht noch einmal einen anderen Trainer auf, vielleicht einen der nicht aus einer Hundeschule ist, den viele von denen fahren oft die selbse Schiene und können/wollen sich nicht individuell auch das Mensch/Hund Team einlassen.

Hunde knurren manchmal wenn sie auf dem RücXXXXX XXXXXegen, weil es eine Unterwerfung ist. Wenn sich ein Hund unterwirft, dann muss man sich entspannen und ihn in Ruhe lassen sonst kann es sein, dass er ihr streicheln als Drohung ansieht.
Sie müssen es allerdings von der Situation abhängig machen:
Liegt er im Korb oder auf dem Boden und ist entspannt?
Oder steht er und geht gleich in die Rückenlage.
Wenn der Hund entspannt ist, sollten Sie ihn streicheln dürfen, falls nicht, sieht er sich wohl im Rang über ihnen und unter Hunden ist es nicht immer gestattet den anderen zu berühren.

Stellen Sie die Rangordnung klar:
-schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin (Leine).
-Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
-aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
-füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.
Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
- alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
-Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
-falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
- viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung
-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
-Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
-Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert. Hier gilt: weniger ist manchmal mehr.

Übungen mit der Schleppleine oder auch kurzen Leine:

Lassen Sie den Hund an der Leine und geben Sie ihm ca 2m, lassen Sie ihn ohne Worte laufen, kurz bevor die 2m rum sind, und ihr Hund vor gelaufen ist, drehen Sie um, so dass Sie wieder vorne sind. Falls der Hund zur Seite läuft, gehen sie natürlich in die andere Richtung. Sie können, wenn Sie wollen immer das Wort "zu mir" oder "hier" benützen, muss aber nicht sein. Ich mache es am Anfang gerne Wortlos.
Üben Sie dies erst einmal auf einer Wiese, wo sie gut Überblick haben, setzen sie die Latte etwas niedriger, nicht gleich mitten im Wald oder wo viel los ist.
Sie müssen sehr geduldig sein,denn manche Hunde können einen in den Wahnsinn treiben weil sie einen scheinbar ignorieren.
Deshalb so wenig wie möglich mit dem Hund Reden und zu Hause auch die oben genannten Tips versuchen.
Laufen Sie auch mal Zick-Zack ohne Worte oder Blickkontakt. Zwei Schritte vor, zwei zurück, zwei nach links usw. Sie kommen nicht weit aber der Hund muss lernen sich auf sie und Ihre Körpersprache einzulassen.
So lange aber der Hund nicht 100%ig kommt würde ich sie nicht von der Leine lassen denn wenn er in Genuss des Jagens kommt ist das selbstbelohnend auch wenn sie keinen Jagderfolg hatte.
Je öfter er die Chance bekommt, desto häufiger wird er sie ergreifen.

Wie gesagt, all das Training wird nicht oder nicht richtig funktionieren, wenn der Hund Sie nicht als Rudelführer 100%ig akzeptiert oder er denkt er sei im Rang über Ihnen. Dann führen sie zwar teilweise unsere Befehle aus, aber erst nach dem dritten "sitz" oder sie lösen es selbstständig wieder auf und machen was sie wollen.
Sie müssen einen selbstsicheren, ruhigen und bestimmen Eindruck machen. Stellen Sie sich vor den Spiegel, Schultern zurück, Blick nach vorne, Kopf hoch. Das mag albern klingen, aber das macht auf den Hund gleich einen anderen Eindruck :-)

Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer (privat), der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen, denn wenn man versucht einen "dominanten" Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.


Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung: Resozialisierung und Training von Hunden
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke,XXXXX bis auf:
Beim Gassi gehen, schnüffelt er , bis er eine Stelle gefunden hat um sich zu lösen; (Drehende Körperbewegung). Sie schreiben ich soll ihm das Schnuppern nicht sofort und immer zulassen??!
Eine Unart ist auch; sobald es klingelt, bellt er stark. Ist der Besucher da, ist er (vor Freude) wild, sprigt hoch usw. Ist das i.O. Ist das Freude oder Warnen vor Fremden?
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo

Sie dürfen das schnüffen schon erlauben, wir sind ja keine Tyrannen :-) aber eben wenn sie wollen und nicht immer wenn der Hunde das will.
Gerade wenn Hunde zur Dominanz neigen, sollte man schon ein bisschen strenger sein mit den Regeln und Grenzen, zumindest bis sie es verstanden haben und eine deutliche Besserung auftritt. Wir Menschen neigen dazu nach ein paar mal aufzugeben, seinen Sie am Anfang etwas konsequenter, zumindest in der Situation.

Das Anspringen an der Tür ist, so wie es sich hier für mich anhört, Pöbeln.
Wenn er wild hoch springt und "rämpelt" ist es nicht nett. Wenn er mit dem Schwanz wedelt ist es auch nicht immer nett, sie müssen das Gesamtbild erkennen. Wenn die Rute schwingt und der ganze Popo quasi mitschwingt, dann freuen sie sich meist.
Was sie dagegen machen können:

Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.
Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.
Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

Wenn diese Übung geklappt hat, soll jemand an der Tür klingeln und wenn er an die Tür rennt machen sie das gleiche wie oben beschrieben.
Dies müssen sie aber erstmal immer machen, auch wenn nur der Postbote kommt. Und Sie müssen dabei ruhig aber bestimmt bleiben, nicht stressig werden falls mal "echter" Besuch kommt. Nehmen Sie sich immer Zeit es richtig zu machen, der Besuch kann schon mal ein bisschen warten :-)
Ihr Besuch soll aber ihn bitte ignorieren. Wir Menschen neigen dazu immer erst den Hund zu begrüßen, weil er sich schon als Welpe zur Tür quetscht und so lernen unsere Hund: "Mein Besuch kommt und streichelt mich".
Da so ein Verhalten nur einem Rudelführer zuteil wird, denken unsere Hunde meist, sie seien etwas Besonderes und so entsteht dieses unerwünscht Verhalten an der Tür.
Also: Hund ignorieren, nicht ansehen, nicht streicheln oder ansprechen.
Alles sie alle ruhig werden und nur wenn der Hund ruhig und entspannt ist, dann kann u.U. gestreichelt werden.

Viel Erfolg und einen guten Rutsch ins Jahr 2012

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