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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6692
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Wir waren im Besitz einer 4-jährigen reinrassigen Malinois-Hündin.

Kundenfrage

Wir waren im Besitz einer 4-jährigen reinrassigen Malinois-Hündin. Ursprünglich wurde die Hündin für den Polizeidienst angeschafft und in -Fährtenarbeit/Unterordnung/Schutzdienst- ausgebildet. Da sie sich im Bereich Schutzdienst jedoch unsicher/nervös zeigte, wurde die Ausbildung im Alter von ca. 10 Monaten abgebrochen/beendet. Seither wird sie nur noch als Haustier mit Familienanschluss (4 Erwachsene und 2 weiteren Hunden) gehalten.
Seit ca. 2 Monaten lebt die Hündin nun im Haus meiner Tochter und ihrem Mann.
Sie ist sehr anhänglich, verfügt über einen sehr guten Grundgehorsam, ist gelehrig, verspielt und verträgt sich mit fast allen -auch fremden- Hunden.
Ihr hauptsächliches Problem ist ihr sehr grosses Misstrauen gegenüber neuen Situationen und fremden Personen (Besuch) und hier hauptsächlich gegenüber Kindern welche herumtollen-/rennen.
Sie brummt die Personen an, stellt längere Zeit die Nackenhaare und fixiert sie ständig. In ihrer Entwicklung sind mir diesbezüglich keinerlei negativen Einwirkungen bekannt/bewusst.
Nunmehr erwartet meine Tochter ein Kind und ich bin mir nicht sicher, ob wir der Hündin diesbezüglich absolut vertrauen können.
Sie befolgt auch im Haus alle Anweisungen, jedoch bin ich mir momentan nicht sicher, wie sie sich dem Kind gegenüber verhalten wird, zumal sie sehr eifersüchtig ist.
Die Hündin ist sehr auf unseren Schwiegersohn fixiert.
Kann man bereits im Vorfeld den Hund auf die bevorstehende Geburt / den neuen "Mitbewohner" trainieren?
Was können wir bereits jetzt tun bzw. wie können wir ihrem Verhalten gegensteuern?
Bislang kam es noch zu keinem schädigenden Ereignis.

MfG

F. Schaber
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer, vor der Geburt können Sie nur wenig tun, z.B. die Rangordnung und den Grundgehorsam immer wieder vertiefen-so wie Sie es ja schon machen.
Wichtig ist noch, dass ab jetzt der Hund lernt, an der Schwelle zum zukünftigen Kinderzimmer zu stoppen-er hat dort nicht zu suchen. Wenn Sie dies jetzt schon auftrainieren, verknüpft er dies Verbot später nicht mit dem Kind. Das allerwichtigste ist es, sofort nach Ankunft des Kimdes zu Hause das Kleine positiv für den Hund zu verknüpfen:
d.h.: sobald das Baby anwesend/im Raum ist, passiert zeitgleich etwas positives für den Hund:Spiel, Spaß, Lecker.
Brummt er, fliegt er raus. Ausschluß aus dem Rudel ist das schlimmste. Keine Strafen-die könnten wieder falsch verknüpft werden.
Viel Lob und Lecker für ruhiges entspanntes Verhalten in Gegenwart des Kindes.
Viel Male geübt, klappt die positive Verknüpfung eigentlich immer-trotzdem natürlich bitte NIE Baby und Hund allein in einem Raum lassen.
Babys werden von Hunden i.d.R . nicht als kleine Menschen erkannt-sondern lösen eher Jagdverhalten aus (Fixieren, bewachen etc -das kann evtl. gefährlich werden).
Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, den Hund jetzt schon an eine große Transportbox seeehr langsam über Futter zu gewöhnen, so dass er diese als ruhigen, entspannten Rückzugort ansieht-das ist ja auch wichtig für ihn in der neuen Situation.
Viel Erfolg!
Haben Sie noch Fragen?




Nachfragen beantworte ich gerne kostenfrei ü.d.Button:dem Experten antworten.
Dr.Wörner-Lange
Tierärztin Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Transportbox ist der Hund ebenfalls schon gewohnt bzw. in unserem Haus war das ihr Lieblingsplatz. Diese steht jedoch noch bei uns. Kann die Box in ihrer neuen Umgebung im Wohnzimmer aufgestellt werden oder sehen sie als Ausschluss vom Rudel eher einen abseits gelegenen Platz wie z.B. Flur (ohne Sichtkontakt)? Wie lange soll der Rudelausschluss andauern (Zeit)?
Sollen diese Übungen auch bei Besuch angewandt werden?
Wie gewöhnen wir den Hund generell an Kinder, ohne dass diese gefährdet werden?
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer, ich würde die Box auf den Flur stellen- da hat auch der Hund seine Ruhe.
Bitte schon jetzt dran gewöhnen- Sichtkontakt ist ok- falls er doch erregter ist, können Sie die Box leicht umstellen.
Rudelausschluß bei schlechtem Verhalten anfangs nur etwa 15-30 Minuten-(dann aber nicht in die Box sperren,dies soll ein Entspannungsort , kein Strafplatz werden.) Knurrt er gleich wieder, länger aussperren. NUR zurückholen, wenn er sich ruhig verhalten hat.
Auch bei Besuch würde ich so vorgehen. Wichtig ist, dass der Hund erstmal ruhig auf seinem Platz liegt (oder in der Box) und von den Besuchern komplett ignoriert wird.
Erst wenn diese entspannt sitzen, darf er evtl dazu.
Eine Gewöhnung an Kinder geht nur in Ihrer Gegenwart über positive Verknüpfung wie oben beschrieben.
Das kann lange dauern- es hat dann geklappt, wenn die Hündin sich beim Anblick/Eintreten von Kindern Ihnen entspannt zuwendet (wegen der positiven Verstärkung durch Sie) Dann können Sie beginnen, dass Kinder anfangen für den Hund positives zu machen: Futter zuwerfen, Bällchen spielen etc-aber bitte immer nur in Gegenwart eines Erwachsenen Rudelmitglieds.Kinder unterhalb der Pubertät werden allein von einem Hund nie als ranghöher angesehen-und reagieren evtl allein entsprechend.
Viel erfolg
- und bitte nicht vergessen, auf akzeptieren zu clicken.
Danke XXXXX XXXXX
Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Auskünfte bzw. ihre Bemühungen.

Wir werden ihre Ratschläge intensiv umsetzen.


MfG

F. Schaber
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer, danke für die Antwort. Alles Gute und viel Erfolg-gerne helfe ich Ihnen auch
bei neuen Fragen weiter.
Viele Grüße und danke fürs Akzeptieren.
Über eine positive Bewertungwürde ich mich sehr freuen.
Dr.ML.Wörner-Lange

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