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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

wir haben seit 4 Monaten eine SchäferhundMix-Hündin aus derTötungsstation

Kundenfrage

wir haben seit 4 Monaten eine SchäferhundMix-Hündin aus derTötungsstation Illatos in Budapest, 8 Jahre, nach der Rettung stark traumatisiert, dann wurde sie selbstbewusster, zuhause sehr lieb und verschmust, entwickelt seit ca. 2 Wochen starke Leinenaggression, leine ich sie ab, verträgt sie sich mit allen, ob Rüde, Hündin, klein, gross.Sehe ich, wenn sie an der Leine ist, einen Hund kommen, lass ich sie Sitz machen und rede beruhigend auf sie ein, klappt aber meistens nicht, was kann man machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend
Traumatisierte, unsichere Hunde brauchen eine ruhige aber bestimmte und selbstsichere Führung.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist. Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, dass er hinter oder neben Ihnen läuft, zumindest bis sie gelernt hat, dass es nicht ihre Aufgabe ist, da vor zu schießen.
Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und waten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los". Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind. Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren".
Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert. Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.
Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben. Bitte nie versuchen den Hund in so einer Situation zu beruhigen oder zu schimpfen, in beiden Fällen bestätigen sie sein Verhalten und es würde von mal zu mal schlimmer werden. Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen. Wenn Sie einen anderen Hund sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen. Dies müssen Sie aber immer machen, sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen". Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.
Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt. Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.
Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte noch einmal auf "Antworten" drücken (kostenlos).
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu _____________________________________________________________________ Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
danke für Ihren Rat, aber was mach ich, wenn er ruhig aus der Haustür geht und beim Erblicken eines Hundes sofort schrecklich wild "in die Ketten"geht und ich ihn kaum noch haltenkann
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie dürfen es gar nicht soweit kommen lassen, sie müssen es qusi im kein Ersticken.
Da ist gutes Timing gefragt, sie müssen lernen ihren Hund zu "lesen" und einfach schneller werden wie er.
Korrigieren sie schon das Fixieren. Lassen sie nicht zu, dass er vorschießt.

Viel Erfolg und Gruß
Paula Ciolacu