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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
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Falvina ist jetzt online.

Mein Irish Wolfhound, noch 7 Monate, geht nicht mehr die Treppe

Kundenfrage

Mein Irish Wolfhound, noch 7 Monate, geht nicht mehr die Treppe runter. Er ist mal die letzten Stufen ausgerutscht und seit dem ist es vorbei. Er wird nun langsam zu schwer zum Tragen. Er lässt sich nicht mit futter oder leckerlis locken. Was können wir tun. Vielen Dank Britta
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Britta

Wie war Ihre Reaktion auf den "Sturz"? Das ist Ihnen vielleicht nicht bewusst aber Ihre Reaktion ist wichtig. Waren Sie selbst erschrocken? Oder hatten Sie mitleid?
Hund nehmen unsere Reaktion sehr intensiv war und wir beeinflussen mit unserem Verhalten ihr tun.
Machen Sie folgendes:
Warten Sie in der Wohnung bis ihr Hund entspannt ist, vergewissern Sie sich, dass sie auch entspannt sind (sehr, sehr wichtig). Nehmen Sie den Hund an die Leine und gehen raus.
Es ist ganz wichtig, dass sie an der Treppe, wo es passiert ist nicht zögern oder darauf warten, das etwas passiert, Sie müssen selbstbewusst einfach die Treppe runter gehen.
Wir Menschen zögern unbewusst, es ist manchmal so klein, dass es anderen nicht auffällt, aber Ihr Hund merkt es und immer wenn sie denken "was hat denn der Hund" merkt ihr Hund nur Ihre Schwache Energie und verknüpf es immer mehr mit dem bereits passierten.
Falls Sie unsicher sind, soll vielleicht eine neutrale Person den Hund runterführen (erstmal ohne Sie).
Jemand, der nicht weiß das dieses Problem da ist, oder ein Hundetrainer, der reagiert sowieso ganz anders. Sie müssen dem Hund wieder vermitteln, dass die Treppe nicht schlimm ist.
Was noch funktionieren kann ist, dass man ihn locken kann mit Futter:
Lassen sie ihn hungrig, nehmen Sie etwas super gut riechendes wie Fleischwurst oder sogar Roh. Halten sie es ihm in der Wohnung noch vor die Nase aber er darf es nicht bekommen, reden Sie nicht und sehen sie den Hund nicht an, vergewissern sie sich, dass er es riechen kann. Wenn er ruhig ist, gehen sie los. Nicht zögern, lassen sie seine Nase arbeiten, viele vergessen dann alles und konzentrieren sich so sehr auf den Geruch. Aber es ist wie gesagt am wichtigsten, dass sie nicht zögern oder unsicher sind, denn sonst wird es nicht klappen.
Falls Sie noch Fragen haben, bitte auf "Antworten" drücken.
Schönen Abend und Gruß
Paula Ciolacu
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wir füttern ihn roh, er bekommt morgens und abends Futter. Ich habe ihm abends das Futter vor die Nase gehalten, es runter getragen und unten stehen gelassen und bin wieder hoch gegangen. Er stand erst an der Treppe dann ist er eimal ums Zimmer und hat sich 2 Stunden hingelegt ohne zu jaulen oder sonst etwas. Dann bin ich runter und habe ihn nochmals gelockt und schließlich runtergetragen. Hatte ich es die ganze Nacht durchhalten sollen?
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, dann das Futter weglassen, manche Hunde sind einfach zu gestresst um zu essen.
Sie müssen ihn an die Leine nehmen und runter gehen als wäre nichts gewesen. Das Dumme ist nur dass er sich ein bisschen schon ans Tragen gewöhnt hat.
Deshalb habe ich nach Ihrer Reaktion auf den Sturz gefragt. Wenn man als Mensch erschrickt, weil der Hund hingefallen ist und dann ihn streichelt und versucht zu trösten, bestätigen sie seinen Sturz und falls er auch erschrocken ist und ein bisschen schmerzen hatte, und wird eilen erschrocken hin, verknüpft der Hund es sehr negativ.
Ihr Hund hat sie auch immer beobachtet und immer wenn Ihr Blick sich auch nur leicht verzieht bei der einen Treppe, bekommt er es mit und er verknüpft diese Treppe immer weiter negativ. Das geht manchmal schnell manchmal schleichend.
Versuchen Sie wirklich nicht daran zu denken, nehmen sie den Hund an die Leine und runter, bitte nicht mehr tragen. Am Anfang wird er vielleicht nicht wollen, gehen sie ein paar schnelle runden mit der Leine (kurze Leine)und dem Hund durch die Wohnung und lassen die Haustür offen, gehen sie von der Küche ins Schafzimmer usw und dann durch die Haustür. Falls er kurz blockt, nicht zögern, das merkt er wieder. Reden Sie nicht, streicheln sie nicht und schauen Sie gerade aus, nicht auf den Hund oder nach unter. Ein ständiger Blick nach unten bedeutet für den Hund Unsicherheit.
Falls er es bei Ihnen nicht macht müssen Sie jemanden zur Hilfe nehmen. Ich hatte das Problem mal bei einem Fliesenboden und einer Kundin, bei Ihr wollte der Hund nicht über die Fliesen, nach ein bisschen Übung mit der Leine ist er bei mit aber drüber gelaufen.
Als Sie es gesehen hat ist sie aufgetaut und dann ging es bei ihr auch. Unsere menschliche Gefühlswelt hat sehr viel mit dem Verhalten zu tun.
Es kann sein, dass es ein bisschen dauert, aber wenn sie konsequent die Treppe runtergehen als wäre nicht gewesen wird er am Ende des Tages runter. Auch wenn er Gefahr läuft evtl in die Wohnung zu machen, sie dürfen ihn nicht mehr tragen, sonst bekommen Sie es nicht aus ihm raus.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Reaktion kann ich nicht so genau beschreiben, da es bei und mit meinen Kinder passiert ist. Ein Kind war da, der Hund war oben und unten kam das andere Kind die Haustür rein. Der Hund wollte schnell nach unten zur Begrüßung. Das Kind von oben kam hinterher und hat wohl gesteichelt und geschaut ob irgendwo Verletzungen sind. Aber Sprache und Stimmlage können sie so nicht mehr wieder geben, ob sie ängstlich gesprochen haben.
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nun, das ist schwierig.
Aber wie schon beschrieben, nehmen Sie eine Leine und gehen Sie los.
Einfach durch die Wohnung und dann Richtung Treppe, Sie bestimmen die Richtung und nicht zögern.
Gehen sie beim erstem mal noch nicht wirklich die Treppe runter, halten Sie vorher an und gehen wieder in die Wohnung und wieder raus...usw.
Es wird anstrengend und vielleicht brauchen Sie den ganzen Tag, aber am Ende sollte es funktionieren, wenn Sie nicht zögern.
Ansonsten wie gesagt, holen Sie sich eine neutrale Person dazu, die Ihnen hilft.
Auf keinen Fall mehr tragen, aber auch nicht locken.
Ihr Hund muss wieder lernen von alleine runter zu gehen.
Viel Erfolg und Gruß
Paula Ciolacu