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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6877
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Guten Morgen Mein Hund wurde als Welpen ca. ein Jahr lang

Kundenfrage

Guten Morgen

Mein Hund wurde als Welpen ca. ein Jahr lang vom Nachbarshund täglich mit Gebell, entlangrennen an unserem Gartenzaun und agressiven Schüttelattacken provoziert, die ich kaum unterbinden konnte. Laut Nachbarn würde dieser nur sein Territorium verteidigen und Interventionen ihrerseits würden nichts nützen, da er nicht auf sie hören würde(wir waren kein Einzelfall, die Probleme mit diesem Hund hatten). Nun ist mein Border Collie-Rüde(3) zu einem stattlichen und athletischen 22kg Hund herangewachsen und lässt sich dies seit 2 Jahren nicht mehr gefallen, er regt sich auf wenn der andere Hund(15) bellt, wobei ich ihn im eigenen Terrain gut unter Kontrolle habe und ihn dabei unterbrechen kann. Nun passiert folgendes, wird er ausserhalb von unserem eingezäunten Grundstück vom andern Hund angebellt und mit dominantem/steifen auf und ab gehen konfrontiert, geht er durch und ich kann ihn nicht mehr zurückrufen. Er rennt dem andern nach, stellt ihn und erteilt ihm Schüttelattacken, lässt zwischendurch los, packt aber wiederholt zu da der andere sich nicht unterwirft. Sobald ich ihn erreiche, kann ich ihn abrufen und er lässt ab und liegt gehorsam/unangeleint neben mir ohne auf das weiterhin unaufhörliche Gebelle des andern zu reagieren. Am Anfang seiner Gegenwehr konnte ich ihn noch aus Distanz abrufen, aber da der andere ihn sofort wieder gepackt hat, wenn er losliess und sich abwandte, macht er das nur noch, wenn ich danebenstehe und der andere aus Respekt vor mir keine weiteren Attacken versucht. Wir können unser Haus nicht verlassen ohne dass der Nachbarshund sofort anhaltend bellt, da er freie Sicht zu uns rüber hat und frei läuft mit der Begründung er sei ein Wachhund auf dem nachbarlichen Bauernhof. Ich habe einige Vorkehrungen getroffen um das Ganze zu Beschwichtigen und zu Unterbinden, doch vorgestern kam der Nachbarshund auf unsere Einfahrt und jagte wieder kläffend am Zaun entlang und provozierte meine Hunde im Zwinger, was gestern prompt zur Eskalation führte und meine Hunde mir beim Einladen ins Auto entwischten und den bellenden Hund auf dem Nachbarsgrundstück stellten und ihn heftig durchschüttelten. Wir konnten die beiden wohl wieder unverletzt trennen, aber wir Menschen haben uns ziemlich aufgeregt, denn meine Nachbarin meinte ihr Hund würde irgenwann getötet (ich sehe das eher als eine Lektion an ihm seitens meiner Hunde, zumal er sich nicht wirklich unterwirft als Verlierer und mein grosser Rüde ihn nur am Fell packt und schüttelt, wobei er ihm problemlos überlegen wäre/schon kräftemässig). Wie ist dieses Verhalten einzuschätzen und was kann ich tun um meinen Hund zu entspannen, da von seitens der Nachbarin nichts ver-oder geändert wird (zumal ihr Hund alt sei und unterlegen) und da die jetzige Schuld allein bei mir und meinen Hunden liege?
Besten Dank für Ihre baldige Antwort, G. Enz.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer, da Ihr Hund schon während der Sozialisationsphase als Welpe negative Erfahrung mit dem Nachbarhund machen musste, hat ihn dies leider für sein Leben geprägt und er hat -als sog. umgerichtete Aggression- nun dies Verhalten auf andere Hund, die ihn bedrohen, übertragen.
Das lässt sich leider nicht mehr löschen.
Sie können nur versuchen, ihn frühzeitig-bevor er Aggressionsverhalten zeigt-über Spiel und Lecker auf sich zu konzentrieren, an einer langen Schleppleine. So kann er außerhalb Ihres Grundstücks eine neue Verknüpfung lernen: andere Hunde bedeuten etwas angenehmes. Wichtig bei diesen Übungen ist anfangs eine grosse Entfernung un KEIN Blickkontakt. (Desensibilisieren und Gegenkonditionieren)
Über Wochen und Monate täglich geübt , stellt sich üblicher Weise ein Erfolg ein.
Kein Hundekontakt- denn Schütteln gibt es leider unter Hunden nur in dem einenKontext:Tötungsabsicht.
Um einer weiteren, schlimmeren Auseinandersetzung mit dem Nachbarhund zu entgehen, bitte den Hund auch beim Verladen anleinen.
Bei dem Nachbarhund-im vermeintlich gemeinsamen Territorium -läßt sich nur über "Managementmaßnahmen"-wie Sie es ja schon überwiegend machen-schlimmeres verhüten.
Viel Erfolg!
haben Sie noch Fragen?
Dr.ML.Wörner-Lange
Tierärztin
Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de



Antworten beruhen stets auf den neuesten,wissenschaftlichen Erkenntnissen der Verhaltenstherapie/Hundeerziehung.
Danke fürs Akzeptieren im Voraus
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

haben Sie noch Fragen?

Ich antworte gern nochmal.

Sonst bitte auf akzeptieren clicken, wie hier üblich als Honorar.Danke im Voraus.

Dr.ML.Wörner-Lange

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für Ihre Antwort.

Meine Hunde sind sehr gut sozialisiert (sind im Rudel bei seriösen Züchter aufgewachsen) und haben mit anderen Hunden keine Probleme. Lasse sie oft mit fremden Hunden spielen und sie 'arbeiten' bei der Sozialisierung von Welpen mit, bilde sie als Hütehunde aus, nehme sie als Reitbegleithunde mit (unangeleint, bekommen immer wieder Komplimente bei Begegnungen über ihren Gehorsam) und mache ausgedehnte Spaziergänge bei denen ich vielen Hunden begegne. Auch auf unserem Grundstück besuchen uns oft andere Hunde und es gibt nie Probleme, auch nicht wenn diese den Zwinger oder andere Plätze von ihnen aufsuchen. Das einzige nervenaufreibende Problem liegt beim Nachbarshund, nur er wird so behandelt und ich bin froh, dass mein Rüde bei ihm bis jetzt noch über eine Hemmschwelle verfügt und noch nicht auf's Ganze (töten) geht!

Ich bemühe mich wirklich um Schadensbegrenzung und bereue damals nichts gesagt zu haben wegen nachbarschaftlichem Frieden in der Hoffnung, dass sich das Ganze irgendwann zu aller Zufriedenheit beruhigt!!! Nun trägt mein Rüde und ich den damals angerichteten Schaden allein und das stimmt traurig und frustriert, der Lichtblick ist, dass er es nur auf diesen Hund bezieht und ansonsten souverän ist und das auch an seine inzwischen erwachsenen 9 Welpen weitervererbt hat.

Danke Ihnen für Ihre Zeit, leider haben Sie mir nur bestätigt, was ich eigentlich schon wusste. G. Enz

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

wie gut, dass es sich nur auf den Nachbarhund bezieht-das konnte mir aus Ihrer Beschreibung nicht klar werden.

Sicher hat es Ihnen geholfen, bestätigt zu bekommen, dass Sie soweit überwiegend alles richtig machen und ich Ihnen zusätzlich noch Erklärungen für sein Verhalten geben konnte.

Ich bitte daher um ein Akzeptieren meiner Bemühungen wie hier üblich als Honorar für erbrachte Leistungen

Danke im Voraus.

Dr.ML.Wörner-Lange

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