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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Habe einen Stra enhund aus Ungarn..er ist ca. ein Jahr. Wenn

Kundenfrage

Habe einen Straßenhund aus Ungarn..er ist ca. ein Jahr. Wenn wir draußen sind ist er sehr nervös. Normal an der Leine spazieren schaffen wir schon. Doch wenn er andere Hunde sieht, fängt er an total auszuflippen. Springen, ziehen, bellen. er will unbedingt hin. Wenn wir dann mal zu einem hingehen, tut er nichts, er freut sich wahnsinnig, ist sich seine sache aber nicht so ganz sicher. in dem moment, in dem ich wieder mit ihm weitergehen will, fängt er wieder an so auszuflippen. bellt irgendwo ein hund - wir sehen ihn noch nicht mal..fängt er auch an sehr nervös zu werden und zu ziehen und hin und her zulaufen.. gibt es hierfür einen Tip? Wenn er so auszuckt, sag ich schon gar nichts mehr, gehe einfach weiter und versuche ihn mit der Leine so zu maßregeln, dass er wenigstens wieder normal geht...Über eine Antwort würd ich mich sehr freuen :-)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag

Dass Sie bei einem Trainer waren finde ich toll, allerdings finde ich den Tipp den Sie bekommen haben fragwürdig, denn wie Sie ja auch schon bemerkt haben, bringt erschrecken nichts und auf Dauer laufen Sie Gefahr, dass Ihr Hund es negativ mit anderen Hunden in Verbindung bringen könnte, oder gar mit Ihnen, falls das Timing nicht passt.
Mein Tipp zum Üben:
Wenn Sie Gassi gehen und er sieht einen anderen Hund und fängt an zu ziehen, versperren Sie ihm mit Ihrem Körper den Weg. Er wird es natürlich immer versuchen, seien Sie beharrlich, wenn er Sie kurz ansieht, entspannen Sie sich und loben Ihn.
Indem Sie sich vor ihm "aufbauen" üben Sie indirekten Druck auf den Hund aus, diese Sprache versteht er, denn Hund blockieren sich öfter mal gegenseitig, somit Stellen Sie auch Ihre Ordnung im Rudel dar oder sichern sich Ressourcen.
Lassen Sie sich nicht entmutigen, es wird nicht von Heute auf Morgen klappen, es kann Wochen oder Monate dauern, üben Sie vielleicht mit einem Bekannten, der einen Hund hat.
Wichtig ist, lassen Sie die Hund nur dann zusammen, wenn beide ruhig und devot sind, so lernt Ihr Hund, dass er ja den anderen begrüßen darf, aber erst wenn er ruhig ist.
Ansonsten haben Sie das ganz gut gemacht, nicht reden oder gar schreien, am besten gar nicht mit dem Hund reden.
Er muss lernen "runter zu kommen". Lassen Sie auf keinen Fall zwei Hunde zusammen, die unruhig, zappelig oder nervös sind. Wenn er irgendwann mal auf den falschen trifft, kann das sehr böse ausgehen. Das liegt dann nicht an der Leine sondern daran, das von ausgeglichenen Hunden ein nervöses Verhalten nicht geduldet wird.
Wenn Sie also einem Hund begegnen sollten Sie Ihren Hund da hin führen und ihn nicht vorgehen lassen.
Mit dem Bellen ist es schwieriger, aber egal aus welchem Grund er bellt, halten Sie an, lassen Sie ihn sitzen oder Platz machen und schauen sie zu, in welche Richtung ihr Hund "hinstarrt", dann auch wieder die Sicht versperren. Sie dürfen nicht zulassen, dass er auch nur in die Richtung starrt. Sieht er sie an, loben Sie ihn und versuchen seine Aufmerksamkeit bei Ihnen zu lassen. Hört er nicht auf, versuchen Sie sich leicht über Ihn zu beugen, Ihm aber dabei wieder die Sicht zu versperren, sagen Sie in ruhigem aber bestimmten Ton "Nein" oder "lass es", es lang auch ein "Hey", nur einmal. Vermeiden Sie Ihre Verbalen Kommandos immer zu wiederholen, darauf reagieren sie dann nicht mehr.
Sie können auch versuchen, Hundegebell auf CD abzuspielen, dann können Sie es im Wohnzimmer üben, aber vorsicht, falls es zu Hause klappt müssen SIe es trotzdem immer und immer wieder draußen üben, denn für einen Hund ist jede Situation immer anders, auch wenn Sie für uns gleich erscheint.
Suchen Sie sich vielleicht einen Trainer, der ohne viele Hilfsmittel arbeitet, schriftlich ist es auch schwer alles zu beschreiben. Ein guter, Erfahrener Hundetrainer kann Ihnen in der Praxis zeigen, wie sie auf die Körpersprache des Hundes eingehen, bzw reagieren können, d.h. Ihren eigenen Körper benutzen, damit Sie der Hund auch versteht.

Falls Sie noch Fragen haben, bitte melden Sie sich.
Ansonsten viel Erfolg und Spaß beim Üben
Viele Grüße
Paula Ciolacu