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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6758
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Seit wir einen zweiten Hund bekommen haben,(Neufi,jetzt 4 Monate),bekommen

Kundenfrage

Seit wir einen zweiten Hund bekommen haben,(Neufi,jetzt 4 Monate),bekommen wir zunehmend mehr Probleme mit unserem eigentlich ganz lieben Berner,1,5 Jahre.Vorweg erwähnt,die beiden verstehen sich seit dem ersten Momemt hervorragend.Sie spielen prima miteinander und der Große hat die Rolle des Rudelführers übernommen.Trotzdem unterwirft er sich im Spiel auch ab und zu dem Kleinen.Sie teilen ihr Spielzeug und alles lief bisher vorbildlich.In letzter Zeit wird der Berner allerdings aufmüpfig gegenüber uns und auch anderen Personen.Er schnappt nach den Kindern,wenn sie ihn wegen seines Verhaltens rügen.Auch nach mir hat er kürzlich geschnappt,als ich ihm kürzlich einen Knochen wegnehmen wollte.Dabei fletscht er die Zähne und knurrt,was mich sehr erschreckt hat.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

Ihr Berner befindet sich grad auf dem Weg zur sozialen Reife (meist etwa mit 2 Jahren abgeschlossen)-und versucht in dieser Zeit seine Rangposition vermehrt auszubauen.

Der "Kleine" Neufi spielt da allein durch seine Gegenwart eine verstärkende Rolle-

rangordnungsmäßig hat er in dem Alter noch nicht viel zu melden.

Da die Berner auch sehr dominant sein können, ist es jetzt besonders wichtig ihm

durch streng eingehaltene Rangordnungsregeln klar zu machen, dass er immer weit unter den Menschen rangiert.

Wie alt sich Ihre Kinder? Sind sie jünger als ca 14 Jahre wird ein Hund sie nicht als vollwertige, ranghöhere Rudelmitglieder anerkennen. Natürlich sollten sie mit ihm

spielen und auch Übungen machen-aber möglichst immer in Ihrer Gegenwart.

Hier einige wichtige Rangordnungsregeln:

"Nabel der Welt
Training" (Das sind SIE)


-es gibt nichts mehr für umsonst (Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen,
Rausgehen)

zuerst tut der Hund etwas für SIE: z.B. Sitz.

- SIE gehen als erster durch Türen

- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum.

Sie beginnen und beenden jedes Spiel (wenn es am schönsten ist) und packen das
Spielzeug weg.

- Keine Zerrspiele

- auch spielerisches Beißen in Arme und Hände ist verboten


-jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert (z.B.Kopf auflegen, Pföteln, zum Spiel animieren) z.B. durch abwenden-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe
gibt.

Futter NUR noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten und zwischendurch
wegstellen- noch besser direkt aus der Hand für :er sollte sich zumindest einen TEil seinen Futters durch "Arbeit" verdienen

-KEINE erhöhten Liegeplätze (Bett, Sofa)

-viel Grunderziehungsübungen im Haus und draußen.

- immer wieder Platz und Bleib auf einem festen Hundeplatz üben.



Über diese"Umwege" werden Sie ihren Hund klarmachen können, dass man
den CHEFnicht beißt. Je konsequenter diese Regeln eingehalten werden, umso schneller wird er im Rang reduziert- trotzdem müssen Sie mit Wochen rechnen und dann auch weiter immer "dran" bleiben.

Strafen bringen dauerhaft nur eine Verschlechterung, da zusätzlich noch
Mißtrauen von Seitens des Hundes ensteht.

Umgehen Sie vorläufig solche Stresssituationen in denen er beißen könnte.

Knurrt oder versucht er zu schnappen bitte nicht darauf eingehen, sie ziehen sowieso in dem Moment den Kürzeren und bestärken ihn dadurch.

Lassen Sie ihn eine Hausleine tragen-ein kurzes Stück Schnur am Halsband-

und sperren Sie ihn weg. Lässt er sich nicht anfassen, wird er für mindesten mehrer Stunden komplet ignoriert und auch vom Neufi getrennt :aus dem Rudel ausgeschlossen zu sein ist die schlimmste strafe.

Das Jagen ist leider selbsbelohnend-daher wird es-besonders bei Erfolg- immer häufiger ausgeführt. Zwei HUnde heizen sich natürlich zusätzlich an.

Da hilft nur, die Hühner einbruchssicher unterzubringen.



Viel Glück und Erfolg!

Haben Sie noch Fragen?

Antworten beruhen stets auf den neuesten,wissenschaftlichen Erkenntnissen der Verhaltenstherapie/Hundeerziehung.
Danke fürs Akzeptieren im Voraus

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Danke im Voraus.

Dr.ML.Wörner-Lange

ww.problem-tier.de

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