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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 6758
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Was halten Sie von einem Hunderziehungshalsband Mein Hund

Kundenfrage

Was halten Sie von einem Hunderziehungshalsband?
Mein Hund kennt alle wichtigen Befehle und gehorcht für seine Rasse relativ gut.
Er weiß auch, dass er etwas falsch macht, wenn er trotz des Befehls zurück zu kommen einfach weiter läuft. Ist er einmal im Laufen entscheidet er sich gegen den Gehorsam. Da es sich um einen sehr großen Hund handelt, dem ein Auslauf an der Leine nicht reicht, muss ich ihn auch mal frei laufen lassen können. Das ist aber eben mit dem Risiko verbunden, dass er hinter Rehen her oder zu anderen Hunden hin läuft und zwar so weit, dass er außer Sicht ist. Er kommt immer zurück, bleibt aber länger weg als mir lieb ist, da ich nicht weiß was während seines Wegseins passiert.
Jetzt habe ich vor ein Elektrohalsband einzusetzen. Was halten Sie davon?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

Gut, dass Sie sich vor Einsatz eines Elektrohalsbandes noch einmal genau informieren wollen.

Ein solcher "Strafreiz" durch Elektroschock ist lt. Tieschutzgesetz nicht erlaubt -denn es werden dem Tier hierbei unverhältnismäßige Schmerzen zugefügt, die der Hund

i.d.R. nicht mit dem entsprechenden Anlaß verknüpfen kann.

Körperliche Strafen sind überwiegend langfristig unwirksam, da die Kriterien, die eingehalten werden müssten damit eine Strafe dauerhaft wirkt, von uns Menschen nicht eingehalten werden können:

- Bestrafung innerhalb einer Sekunde nach Auftreten des unerwünschten Verhaltens

-100% Abbruch des Verhaltens

- die Strafe muss jedes Mal kommen.

Das sog. schlechte Gewissen ist eine Beschwichtigungsgeste uns gegenüber, hat aber keine Auswirkung auf das Verhalten des Hundes.

Srafen verschlechtern zusätzlich das Vertrauensverhältnis und machen so eine Umerziehung wesentlich schwieriger.

Ein Verhaltenstraining , das sich besonders für den Rückruf bewährt hat:

- Vorerst nur ein Training an einer langen Schleppleine-Erfolgserlebnisse für Ihn müssen verhindert werden. Rückruf zuerst auf kurze Entfernung üben, und

guten Gehorsam immer innerhalb einer Sekunde mit viel Lob und einem Lecker belohnen.

-überwiegende Konzentration des Hundes auf SIE während des gesamten Spazierganges durch Spiele, (Versteck/Apportierspiel), Unterordnungsübungen, evtl.Ketterspiele.

Auslastung des Hundes durch Kopfarbeit auch zu Hause, das fördert die Bindung, Rangordnung und Grunderziehung. Dazu gibt es gute Anleitungen

durch Hundeschulen und gute Bücher. (z.B.Nasenarbeit, Clickertraining,evtl auch Agility)

Je interessanter Sie für Ihren Hund werden, um so besser wird seine Bindung an Sie und je geringer das Interesse sich selbst Beschäftigung zu suchen.

Natürlich ist ein guter Grundgehorsam und eine feste Rangordnung die Grundlage.

Durc h "Denksport" wird er müde-evtl können Sie für eine zusätzliche körperliche Auslastung Fahhrad fahren oder auch Spezialkurse s.o. besuchen.

Haben Sie noch Fragen?

Viel Erfolg!

Antworten beruhen stets auf den neuesten,wissenschaftlichen Erkenntnissen der Verhaltenstherapie/Hundeerziehung.
Danke fürs Akzeptieren im Voraus

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Other.
Das was vorgeschlagen wurde kenne ich alles schon
Wie weh tut denn dieser Stromschlag, mit was kann man das vergleichen?
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

da Sie "alles schon kennen", wissen Sie ja auch, dass der Gebrauch eines Elektrohalsbandes-wie schon aufgeführt-TIERSCHUTZRELEVANT ist ...und denken trotzdem weiter darüber nach es anzuwenden?????

Ein Tipp noch für Sie: Probieren Sie ein solches Halsband mal an Ihrem Arm aus-dann wissen Sie WIE weh es tut -und werden sicher darauf verzichten wollen, denn Sie lieben ja Ihren Hund.

mit freundlichen Grüßen

Dr.Marie-Luise Wörner -Lange

Tierärztin und tierärztliche Verhaltenstherapeutin

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
und was mache ich statt dessen?
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Nutzer,

bitte lesen Sie sich meine o.a. Tipps zur Desensibiliesierung und Gegenkonditionierung mit dem Aufbau eines Alternativverhaltens nochmal genau durch-

in der Praxis hat es sich wirklich gut bewährt.

Langfristig kann ein Hund sein Verhalten NUR ändern, wenn wir Menschen unser Verhalten dem Hund gegenüber ändern.s.o.

Schnelle,harte Methoden haben nie einen Langzeiteffekt.

Viel Erfolg

mfg

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieber Nutzer,
in meiner ersten Antwort habe ich Ihnen genaueste Erklärungen für eine Umerziehung geliefert und bitte daher auch um ein Akzeptieren meiner ausführlichen, auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Antwort.
Dr.Marie-L. Wörner-Lange
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Es bleibt dabei!
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 5 Jahren.
Alles Gute und viel Erfolg.

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