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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Homöopathie
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  über 20jährige Erfahrung in der Homöopathie, Klinik und Praxis
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Bergmann ist jetzt online.

rechtsseitiger Gaumenentz ndung

Kundenfrage

Seit mehreren Wochen leide ich unter rechtsseitiger Gaumenentzündung, auch mit Jucken etc verbunden. Der ursprüngliche Verdacht meines Homöopathen waren unverträgliche Nahrungsmittel, da ich auch mit Bindehautentzündung, Ohrenjucken, Niesattacken reagiere. Ich vermeide nun alle Lebensmittel, die bei einer Blutuntersuchung auch nur leicht in Verdacht gerieten, und esse seit Wochen u.a. ei-, gluten-,kaseinfrei und histaminreduziert. Die anderen Beschwerden sind nicht weg, aber viel erträglicher geworden.Der weiche Gaumen jedoch schmerzt oft beim Schlucken, vor allem in den frühen Morgenstunden, was mir den Schlaf raubt, und hält sich dann bis in den Nachmittag. Mein Homöopath weiß nicht recht weiter ... und ich auch nicht....Ich bin weiblich, 55 Jahre, berufstätig, habe 3 Kinder zwischen 21 und 25 Jahren, und ziemlich am Ende mit meiner Energie.

Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Homöopathie
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

es könnte sich bei Ihnen um eine Angina Plaut Vincenti handeln.

 

Dies ist eine Mischinfektion aus Fusobakterien und Spirochäten, die immer einseitig im Gaumen/Mandelbereich auftritt, es muss nicht immer eine Tonsillitis vorliegen, gelegentlich ist nur einseitig der weiche Gaumen betroffen!!

 

Manchmal ist sie Folge einer generellen Abwehrschwäche, manchmal Folge einer gestörten Mundflora, man findet nicht immer die Ursache der Erkrankung.

 

Da je nach Befund eine antibiotische Therapie sinnvoll sein könnte, rate ich, obgleich Sie mich hier auf meine homöopathischen Kenntnisse hin ansprechen, zu einer Vorstellung beim HNO und zur Objektivierung der Diagnose dort.

 

Da es Spätkomplikationen nach unbehandelten bakteriellen Infektionen im HNO-Bereich gibt, die sich dann auch nicht mehr behandeln lassen (Herzklappen- und Nierenschäden nach Streptokokken-Infektionen z.B.) , kann ich Ihnen als Arzt nur dringend zur Abklärung beim HNO-Arzt raten.

 

Grundsätzlich hilfreich wären sicher auch Maßnahmen zur Stärkung der körpereigenen Abwehr, insbesondere , was die Darmflora betrifft.

 

Hier rate ich Ihnen zu Nystatin Lederle tropfen 50,0 3-4 x täglich 1-2 Hübe bis Flasche leer, um die Zahl der Pilze im Darm zu reduzieren.

 

Anschließend wäre LGG-Infectopharm Kapseln 2 x 1 täglich für 1 Monat sinnvoll, um die Darmflora zu stabisilieren.

 

Diese beiden Maßnahmen - obgleich nicht homöopathisch - haben sich bestens bewährt.

 

Die von Ihnen geschilderten allergisch anmutenden Beschwerden, die ja auch besser geworden sind, können Begleiterscheinungen sein, aber auch eigenständig auf dem Boden einer geschwächten Abwehr entstanden sein.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

 

 

Bergmann und weitere Experten für Homöopathie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für Ihre Antwort.

Überraschend ist für mich allerdings, dass auch die Empfehlung für die Darmflora keine homöopathische ist.

Da die Vermutung besteht, dass die Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf mehrere antibiotische Behandlungen zurückgehen, und ich dann dieses Jahr zusätzlich auch den Heliobacter pylori vertreiben musste, bin ich alles andere als begeistert von weiteren Antibiotika. Schwierig.

M.S.

Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

lassen Sie doch beim HNO oder auch bei Ihrem Hausarzt einen Abstrich machen und diesen im Labor differenzieren.

 

Dann bekommen Sie ein wenig mehr Gewißheit, um welche Art der Infektion es sich handelt.

 

Ein Restrisiko bleibt allerdings, daß Sie die Keime nicht angezüchtet bekommen, obgleich sie da sind...auf die Laboranforderung sollte die konkrete Angabe Verdacht auf Angina Plaut Vincenti, sonst sind eventuell die Nährböden falsch...

 

Werden Keime nachgewiesen, kann man diese anzüchten und auf ihr Reistenzverhalten testen. Sollten Sie dann eine antibiotische Therapie beginnen, könnte man diese sehr schmal, aber auch sehr gezielt, gestalten.

 

Nur die breit wirksamen Antibiotika, die leider auch - da preisgünstig - am meisten verordnet werden, zerstören die Darmflora.

 

Wenn Sie homöopathisch auf die Darmflora einwirken möchten, geht dies natürlich auch, aber es dauert deutlich länger und in der Zwischenzeit können Sie nicht allen Keimen ausweichen, deshalb die Symbiose-Lenkung durch Gabe der Bakterienstämme selbst und nicht durch Anregung des Körpers, allein aus eigener Kraft, die Darmflora wieder zu normalisieren.

 

Die derzeitige Erkrankung - ist übrigens nicht allen Kollegen geläufig ! - zeigt jedoch, daß Ihre derzeitige Abwehr ziemlich angeschlagen ist. Allein homöopathische Interaktionen dauern mir da jetzt zu lange...

 

freundlichen Gruß