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Kategorie: Homöopathie
Zufriedene Kunden: 2325
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Mein Sohn ist zur Zeit im Therapeutischen Heim mit angegliederter

Kundenfrage

Mein Sohn ist zur Zeit im Therapeutischen Heim mit angegliederter Schule. Wir haben ihn dort untergebracht, da er eine übergroße Schulangst entwickelt hatte. Er litt unter körperlichen Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen und verweigerte die Leistung. Dieses Heim erschien uns als wahrer Segen, weil wir unter "Therapeutischen Heim" verstanden haben, dass er dort auch tatsächliche Therapien erhalten würde, die ihm helfen wieder Fuss zu fassen. Das Heim stellt sich auf seiner Internetseite auch so dar. Er ist jetzt fast ein Jahr dort und wurde nach ca. fünf Monaten mit Taxilan behandelt. Dieses Mittel wurde uns als Hilfe gegen seine Ängste angepriesen. Er baute aber nicht den notwendigen Spiegel auf und man musst es wieder absetzen. Seit vier Wochen wird mit mit Risperdal behandelt. Erst gab man ihm tägl. 1mg, jetzt soll er 2mg einnehmen. Obwohl wir nicht damit einverstanden sind, nötigt man uns, der Behandlung zuzustimmen. Wir suchen eine Alternative im homäopatischen Bereich, weil uns dieses Mittel als sehr bedenklich erscheint. Können Sie uns etwas empfehlen? Unser Sohn ist 12 Jahre alt! Ich sitze jetzt seit bald einer Stunde vor dem PC und warte. Bitte schicken Sie mir doch die Antwort an meine Emailadresse, falls tatsächlich jemand da ist und sich für meine Frage interessiert.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Homöopathie
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen !

Wenn ich solche Dramen lese, wird mir ganz übel.

Ehrlich gesagt : ich glaube nicht, dass Homöopathie nun der Schlüssel zur Veränderung bei ihrem Sohn ist. Sicherlich könnte man entsprechende komplementären Versuche zur Konstitutionsverbesserung einsetzen, sollten dann aber indiviudell vor Ort durch einen homöopathisch arbeitenden Arzt erfolgen.

Mich schüttelt es aber bei dem gewählten Vorgehen mit Neuroleptika. Wer genau hat da eine Diagnostik und mit welchem Ergebnis gemacht bzw. WARUM sollten nun asusgerechnet neuroleptische Medikamente helfen ? Taxilan kann im Ausnahmefall mal auch bei Angst helfen, es wäre aber sicher nicht die Hauptindikation. Risperidon ist nun sicher nicht gegen Angststörungen oder derartige Blockaden zu empfehlen.
Die Einrichtung selbst wird das ja nicht verordnen, es sei denn dort arbeitet ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wurde ihr Sohn in einer KJP-Ambulanz oder Klinik vorgestellt ? Erfolgt eine kinder- und jugendtherapeutische Psychotherapie ? In der Wohneinrichtung wird er ja "nur" sozialpädagogisch betreut. Immerhin...

Da ihr Sohn ja immer weiter "chronifiziert", aber keine fachgerechte Behandlung der Angststörung (oder Blockade) erhält wird sich so mit Medikamenten nichts ändern.

Ich selber arbeite auch in einer Klinik mit Jugendlichen (allerdings mit ADHS bzw Essstörungen). Bei einem solchen Jungen würde ich versuchen, die inneren Blockaden und Ängste entweder verhaltenstherapeutisch oder aber mit einem etwas ungewöhnlichen Verfahren über innere Bilder (siehe www.emoflex.de) zu lösen. Wäre es mein Sohn, würde ich aber auch auf eine Psychotherapie drängen bzw. die Neuroleptika absetzen / verweigern, ggf. aber ein Antidepressivum (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemer) gegen die Angstprobleme versuchen.