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iveschaaf
iveschaaf,
Kategorie: Homöopathie
Zufriedene Kunden: 2012
52810516
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iveschaaf ist jetzt online.

Hallo, ich leide an Juckreiz am ganzen K rper, haupts chlich

Kundenfrage

Hallo,
ich leide an Juckreiz am ganzen Körper, hauptsächlich abends und nachts.
Sehr oft wache ich auf, weil ich am Kratzen bin.
An den Flanken sind teilweise Hanteller grosse rote kleine Flächen zu sehen,
sind aber lt. Hautarzt keine Nesselsucht.
Auf dem Rücken in Schulterblathör sind kleine Pickel, die mal schlimmer, mal weniger
stark jucken.
Magen und Darm sind jetzt wieder untersucht worden, aber ohne Befund..
Vor einem Jahr war ein positiver Helicopacter Befund und im Darm Candida
Kulturen entdeckt, die sofort mit Erfolg behandelt wurden.
Wer kann mir einen Rat geben.
Mit freundlichem Gruss
Gerd
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Homöopathie
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Gerd,

leider kann man Ihnen nur den Rat geben, das Ganze abklären zu lassen, wie Sie es bereits angefangen haben. Zu wünschen ist, dass sich dabei eine Ursache findet, denn sonst läuft das Ganze auf einen Juckreiz ohne erkennbare Ursache hinaus. Medizinisch heißt das Pruritus sine materia. Der folgenden Link führt zu einem Artikel, in dem alles recht genau beschrieben ist, von der Abklärung der in Frage kommenden Möglichkeiten bis hin zu den Behandlungsmöglichkeiten, allerdings für Mediziner. Wenn Sie also Fragen dazu haben sollten, stehe ich gern zur Verfügung.

Das einzige wegweisende Kriterium in Ihrer Schilderung ist die nächtliche Verstärkung, die typisch wäre für Krätze.


Dr. Schaaf

Das Original findet sich unter: http://www.medical-tribune.de/patienten/news/2771/
Hier der gekürzte Artikel mit Übersetzungen:

Pruritus sine materia (Juckreiz ohne erkennbare Ursache) kann beachtlichen Leidensdruck verursachen und tritt meist in Zusammenhang mit einer inneren Erkrankung auf, seltener im Rahmen einer Dermatose (Hauterkrankung) oder "gepflegten Scabies (Krätze)". Am häufigsten tritt Juckreiz bei chronisch terminaler Niereninsuffizienz (Nierenfunktionsströung im Endstadium) auf. 85 % bis 90 % der Hämodialyse-Patienten leiden unter lokalisiertem oder generalisiertem Pruritus. Kranke mit primärer biliärer Zirrhose (Leberfunktionsstörung durch Gallenstau) weisen in 80 % Juckreiz auf, in 60 % schon alsanfängliches Leitsymptom bei Diagnosestellung. Eine Polycythaemia vera (bestimmte Bluterkrankung) geht in jedem zweiten Fall mit Jucken einher, ein Morbus Hodgkin (andere, bestimmte Bluterkrankung) in jedem dritten Fall. Auch Eisenmangel ist eine häufige Ursache von Pruritus (Juckreiz). Zu den Juckreiz-induzierenden Medikamenten gehören u.a. Opiate, Hydroxyäthylstärke, Retinoide, Chloroquin und 8-Methoxypsoralen.
Zur Basisabklärung per Laboruntersuchungen gehören folgende Werte: rotes und weißes Blutbild, Thrombozyten, BSG, LDH, Kreatinin, Harnstoff (bei alten Patienten), Transaminasen, alkalische Phosphatase, Ferritin und TSH. Als bildgebendes Verfahren ist das Röntgen des Thorax unumgänglich. Findet sich noch immer keine Ursache und persistiert der Pruritus nach Rückfettung der Haut, geht die Diagnostik weiter. Vor allem gilt es, einen Prozess im Bereich der Lymphe auszuschließen, zum Nachweis paraaortaler Lymphknoten ist das Abdomen-CT gerechtfertigt. Ein persistierender Pruritus sine materia ohne auffindbare Ursache muss mindestens alle sechs Monate neu überdacht werden.

Die Therapie besteht nach Möglichkeit in der Beseitigung der Grundkrankheit, doch in der Regel muss symptomatisch begonnen werden. Zu den Allgemeinmaßnahmen gehört Verzicht auf den Kontakt mit irritierenden Stoffen wie synthetischen Textilien, Wolle, Glaswolle sowie Gewürze, Kaffee, histaminreiche Kost und Alkohol. Kühlende Wasserbäder können den Juckreiz mindern, nach dem Bad sind Pflegeemulsionen auf die Haut aufzutragen. Allerdings sollte zu häufiges Baden und Duschen vermieden werden, damit die Haut nicht austrocknet. Je nach Hauttyp verwendet man Lipo- oder Hydrolotionen mit Zusätzen wie Dexpanthenol oder Linolsäure. Günstig ist ein Harnstoffzusatz. Auch Kampfer und Mentholspiritus lindern die Symptome. Zur Lokaltherapie eignet sich ferner das Sklerosierungsmittel Polidocanol, das als Creme, Salbe oder als Zusatz von Waschlotionen und Badezusätzen angeboten wird. Hingegen sollte man auf lokale Gabe von Antihistaminika (Allergiemittel) verzichten, da sonst Kontaktsensibilisierungen auftreten können. Beim Auftragen von Capsaicin tritt anfangs ein unangenehmes Brennen auf, gefolgt von lang anhaltender Hypästhesie und guter antipruritischer Wirkung. Starker Juckreiz rechtfertigt den kurzfristigen Einsatz lokaler Kortikosteroide (Kortisonhaltige Salben). Wegen der Gefahr von Nebenwirkungen sollte man allerdings ein schwaches Steroid wählen. Weitere Therapieoptionen sind Bestrahlung mit UVA und UVB (wie Höhensonne) sowie die transkutane elektrische Stimulation.

Bei der medikamentösen Therapie spielen Antihistaminika (Allergie-tabletten) die zentrale Rolle. Die älteren H1-Blocker scheinen den Juckreiz stärker zu lindern als Substanzen der zweiten Generation, vermutlich wegen des stärker zentral dämpfenden Effektes. Hydroxyzin (ein bestimmter Allergie-dämpfender Wirkstoff) wirkt bei Histamin-induziertem Pruritus besser als Diphenhydramin oder Cyproheptadin.

Unter den trizyklischen Antidepressiva (Wirkstoffe gegen Depressionen) haben vor allem Doxepin und Amitriptylin gute Effekte.

Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
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