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Dr. A. Teubner
Dr. A. Teubner, Ärztin
Kategorie: Homöopathie
Zufriedene Kunden: 3331
Erfahrung:  35 Jahre Privatpraxis; Akupunktur, Homöopathie, Naturheilverfahren
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Dr. A. Teubner ist jetzt online.

Hallo! Boericke schreibt in seinem Handbuch der Materia medica

Kundenfrage

Hallo! Boericke schreibt in seinem Handbuch der Materia medica über Amylenum nitrosum,
daß allein das Inhalieren einer 0,12 - o,31 ml Ampulle dazu führt, Migräneschmerzen zu
lindern bzw. sie verschwinden zu lassen.
Nun lese ich auf dieser Seite, daß dieses Mittel induziert ist bei Gefäßerweiterungen, Rötungen etc. Migräne jedoch soll zustande kommen durch Gefäßverengungen.
Dies scheinen mir gegensätzlichkeiten zu sein.
Wie erklären Sie dies? Und falls man als Migränepatient auf Boerickes Notierung zurückgreifen möchte: wo erhältn man diese Ampullen?
Und sind dies nicht eben jene - Poppers genannten - Ampullen, unter deren Beschreibung man zwar die Schmerzausschaltung aber auch gefähröliche Nebenwirkungen finden kann?
Oder sind die homöopathischen Ampullen (so es sie gibt) wieder anders zu bewerten?
Ich wäre wirklich sehr dankbar für Aufklärung, da mir dieses Thema bereits nachts nachläuft.
Mit freundlichen Grüßen
A. W.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Homöopathie
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo und guten Tag,

das homöopathische Prinzip haben Sie hier nicht erkannt.
Die Substanzen (hier:Amylnitrat) werden in ihren Giftbildern geschildert; wer an Giftbild - Symptomen leidet, bekommt diese Substanz dann "homöopathisch", d. h. in einer Potenz. Diese bewirkt das Gegenteil, nämlich eine Gefäßverengung.
Böricke schlägt unter der Beschreibung der Leitsymptome (Giftbilder) Dosierung C3 vor = die 3. Potenz in Hunderter Schritten = Verdünnung von 1(NNN) NNN-NNNN(ein Millionstel)
Ein Mittel gleicher Wirkung und Soffgruppe (Nitroglycerin) steht ab D4 in Glonoinum zur Verfügung. (Gefäßverengung)

Im Nachtrag schildert er dann die "allopathische", also substanzielle, nicht potenzierte Anwendung als Geruchsdroge, die eine Gefäßerweiterung bewirkt.

Sie brauchen, wenn das Ihr Wille ist, ein Giftbild/Arzneimittelbild welches eine Gefäßverengung bewirkt, wie z.B. Secale cornutum (Mutterkorn). In hom. Potenzierung bewirkt es dann eine Gefäßerweiterung.

Sie können letzteres in einer D6 1/2 stdl. 5 Kügelchen in der Frühphase der Migräneentstehung probieren; möglicherweise läßt sich der Anfall verhindern.

Amylnitrat war in den 70iger und 80iger Jahren eine Modedroge und wegen Ihres "Flushs"
in bestimmten Kreisen beliebt. Heute findet es in der Medizin nur noch höchst selten Anwendung. Sie können die damals erhältlichen Brechampullen nicht mehr beziehen- auch auf Rezept nicht.

Homöopathische Migränebehandlung ist durchaus eine ernsthafte Option gehört aber in die Hand eines Profis vor Ort.

Hoffentlich können Sie jetzt wieder schlafen- das war mir ein Anliegen!