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Tronic
Tronic, Sonstiges
Kategorie: Heizung und Lüftung
Zufriedene Kunden: 13863
Erfahrung:  Industrieelektroniker
31581453
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Oxydation Wasserleitungsrohre

Beantwortete Frage:

Oxydation Wasserleitungsrohre

Meine Frage betrifft mehr die Wasserleitungsrohre, trotzdem versuche ich es. Wenn das Wasser abgelassen und neu aufgefüllt wird, gibt es Luftblasen in der Leitung. Dreht man dann einen z.B. Kaltwasserhahn auf, strömt die Luft heraus. Meist kommt danach erst einmal braunes, rostiges Wasser, also Rost der von einer Oxydation des Wasserrohres stammt und damit die Rohriinenwand abträgt. Meine Frage: Oxydiert das Rohr mehr, wenn man die Luftblase im Rohr belässt, oder wenn man sie entfernt? D-h., wo ist mehr Sauerstoff für die Oxydation vorhanden, in der Luftblase, oder in einer entsprechenden stehenden Wasserfüllung in einem längere Zeit nicht gebrauchten Anschluss?

Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Heizung und Lüftung
Experte:  Tronic hat geantwortet vor 9 Monaten.

Hallo und herzlich willkommen bei Justanswer!

Vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage an Justanswer gewandt haben. Wir sind herstellerunabhängige Experten und Ihre Frage wurde durch Justanswer an mich vermittelt.

Bei Kontakt mit Wasser rostet ein Metall auf jeden Fall erheblich schneller als in der Luft.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben.

Wenn keine Rückfrage mehr dazu bestehen sollte würde ich mich über eine positive Bewertung meiner Antwort sehr freuen, damit meine Beratung honoriert wird. Mit dem Button "Bewerten" können Sie diese sehr schnell vornehmen.

Vielen Dank dafür im Voraus.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.

Vielen Dank für die Antwort.

...Aber das Wasserleitungsrohr ist innen doch feucht (=Wasser) und die Sauerstoffmenge der eingeschlossenen Luft steht doch auch an den Rohren an.

Wäre letztendlich nicht das Verhältnis der in der unter Druck zusammengepressten Luft vorhandenen Sauerstoffmenge zu der im gleichen Raumvolumen Wasser vorhandenen Sauerstoffmenge ausschlaggebend? .. D.h. die jeweilig vorhandene Menge Sauerstoff?

... Und wie wäre das jeweilige Verhältnis? / ... also die jeweilige Sauerstoffmenge?

Experte:  Tronic hat geantwortet vor 9 Monaten.

Es geht ja nicht um die Sauerstoffmenge an sich, sondern daran wie leicht zwei Stoffe miteinander reagieren. Metalle reagieren generell leichter in Verbindung mit Wasser als in in Verbindung mit der Luft. Daher stellt sich die Frage nach dem Verhältnis zur Sauerstoffmenge auch nicht, weil dieser nicht dafür entscheidend ist wie leicht ein Metall rostet. Vielmehr ist entscheidend wie stabil der Sauerstoff in einem Stoff gebunden ist.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.

Vielen Dank für die erneute Antwort, mit der ich leider meine Frage noch nicht beantwortet sehe. Es kommt zwar nicht darauf an wie leicht ein Metall rostet, sondern darauf, welche Zeit es hat, um oxydieren zu können und wie viel Sauerstoff dafür zur Verfügung steht. Immerhin ist auch für Wasserwerke der prozentuale Sauerstoffgehalt im Wasser von Relevanz.

Vielleicht kommen wir so zu einer Beantwortung: Wenn Wasser allein schon eine Stunde abgestellt war, bilden sich erhebliche Mengen Rost in den Leitungen, der nach erneuter Füllung des Systems zunächst als braune Soße aus der Leitung läuft.

Ist diese Oxydation von der Luft in der Blase oder vom Wasser der während der Zeit wasserfeuchten Innenwand. Und wie wäre der Effekt nach beispielsweise 10 Tagen?

Experte:  Tronic hat geantwortet vor 9 Monaten.

Nein, der Sauerstoffgehalt alleine ist nicht entscheidend, weil es ohne Wasser (bzw. Feuchtigkeit) zu keiner Rostbildung kommen kann. Für eine Rostbildung ist immer Wasser erforderlich. Ein sauerstoff- und luftfreies Wasser greift Metall ebensowenig an wie Luft, die keine Feuchtigkeit enthält. Sie können ein Eisenrohr tagelang in ein Gefäß mit 100% Sauerstoff legen und es wird nicht rosten, weil ihm die nötige Feuchtigkeit fehlt. Der Sauerstoffgehalt alleine ist also kein Parameter mit dem Sie bestimmen können wie schnell ein Metall rostet.

Rost entsteht durch eine sogenannte Sauerstoffkorrosion. Der Sauerstoff wirkt dabei als Oxidationsmittel. Es nimmt Elektronen auf und transportiert sie. Die Elektronen reagieren dann mit Wasser und Sauerstoff zu Hydroxid-Ionen, die dann wiederum Eisen(II)-hydroxid bilden. Dieses wird schließlich in der Gegenwart von Wasser und Luft zu Eisen-III-Ionen umgesetzt und bildet dann das von Ihnen geschilderte rostbraune Wasser. Die Wanderung der Ionen im Wasser ist für diesen Prozess sehr wichtig, sonst kommt der Prozess nämlich schnell zum Stillstand.

Bei niedrigen Temperaturen enthält die Luft sehr wenig Feuchtigkeit. Daher kommt es hier nur sehr langsam zu einer Rostbildung wenn kein Wasser vorhanden ist. Die Rostbildung wird also vor allem durch das im Rohr vorhandene Wasser schnell fortschreiten.

Bei Ihrer Frage wie "der Effekt nach 10 Tagen wäre" weiß ich nicht wie ich Ihnen diese beantworten können sollte. Wenn Sie wissen möchten wie schnell dieser Prozess voranschreitet müssen Sie eine Kamera zur Beobachtung in dem Rohr befestigen, denn der Prozess des Rostens hängt sowohl von der Art des Metalles, als auch von der Temperatur, der Feuchtigkeit und den im Wasser vorhandenen Salzen ab, die ja für die Leitfähigkeit des Wassers eine erhebliche Rolle spielen. Eine höhere Leitfähigkeit führt zu einer schnelleren Wanderung der Ionen, was ja entscheidend für den Korrossionsprozess ist, und beschleunigt somit den Rostvorgang deutlich. Auf Ihre letzte Frage gibt es daher keine pauschale Antwort.

Tronic und weitere Experten für Heizung und Lüftung sind bereit, Ihnen zu helfen.