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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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Hautaerztin ist jetzt online.

meine 5 jährige tochter hat sein letztes jahr juni!!!! ein

Kundenfrage

meine 5 jährige tochter hat sein letztes jahr juni!!!! ein hartnäckiges lippen leck ekzem. wir waren schon bei 3 ärzten, haben alle cremen schon ausprobiert, ob alternativ oder schulmedizin. es wird besser, verschwindet und ist nach 1-2 tagen wieder da. wir sind schon am verzweifeln!!!!!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

wurde Ihrer Tochter schon Protopicsalbe 0,03% oder Elidelcreme verordnet?

 

Dies sind cortisonfreie Präparate für Neurodermitis, die zur Dauerbehandlung geeignet sind und in der Regel recht gut wirken. Sie haben nicht die Nebenwirkungen wie Cortison. Anfangs wendet man sie zweimal täglich an - sehr dünn auftragen - nach Besserung kann man sie seltener anwenden, im Sinne einer Erhaltung der erreichten Besserung, z.B. 2 x wöchentlich. Die Immunreaktion wird dabei "heruntergefahren".

 

Dann wäre es auch sinnvoll, über das Blut eventuelle Nahrungsmittelallergien zu prüfen. Dies spielt bei Kindern oft eine Rolle für die Aufrechterhaltung der Ekzeme.

 

Außerdem können Sie einen Versuch starten, wie sich das Ekzem verhält, wenn Sie Kuhmilch und raffinierten Zucker in jeder Form (d.h. auch Süßigkeiten) weglassen.

Ich habe schon mehrfach erlebt, daß sich Ekzeme dann beruhigt haben. Dies ist kein direkter allergischer Mechanismus, aber über Stoffwechselprozesse können Kuhmilch und Zucker Ekzeme fördern. Statt Kuhmilchprodukten kann man Schafs- und Ziegenmilchprodukte versuchen, diese schützen das Immunsystem zusätzlich. Evtl. auch Soja-, Hafer- und Mandelmilch.

 

Auch sonstige Allergene wie Hausstaub oder Tierhaare können geprüft werden.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wir haben schon zucker bzw süssigkeiten komplett weggelassen, ebenso südfrüchte, oder paprika, tomaten etc, weissmehlprodukte. auch bzgl tierhaare ( wir waren oft im zoo, es hat sich gebessert), dann nicht mehr mit tieren in kontakt und es wurde schlimmer, auch milchprodukte hab ich eine zeitlang weggelassen. egal was wir an nahurngsmittel probiert haben bzw wegliessen, es wurde schlimmer oder besser, unabhängig davon. ebenso zahnpasta ausgewechselt, handtücher nach jeder verwendung gewaschen, etc
wir haben auch von der 2. hautärztin - hatte ich vergessen - die halicar salbe bekommen.
die brannte extrem. das exzem selbst ist manchmal nässend, manchmal komplett trocken, dann wieder fast eitrig verkrustet.
es wird nur tagsüber schlimmer, über nacht bessert es sich.
meine tochter hat einen leichten überbiss und daher schon etwas vermehrte speichelproduktion...
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
das ekzem war hauptsächlich unter der unterlippe, selten war es auch über der lippe und dort nie so stark wie unten. sie hatte jetzt 2 tage lang etwas schnupfen, und nun ist das ekzem auch über der lippe / unter der nase, und extrem rot, aufgeschwollen und krustig
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

danke für das Feedback. Darin finden sich einige wichtige Hinweise.

 

Sie haben ja schon viel unternommen bzw. abgeklärt, so daß sich das Problem eingrenzen läßt.

 

Am wichtigsten erscheint mir der Hinweis auf den Speichelfluß. Dieser kann Ekzeme auslösen bei Menschen, die eine Neigung zu Neurodermitis haben, weil im Speichel schon Verdauungsenzyme sind, die quasi die oberste Hautschicht beginnen zu "verdauen". Das bedeutet, der Speichel greift den Hautschutz an, wodurch die Fehlregulation, die zur Entzündung der Haut führt, in Gang kommen kann.

 

Daher wäre möglicherweise die Behandlung des Überbisses beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden schon eine große Hilfe.

 

Das nässende und krustige hat damit zu tun, daß auf der entzündeten Neurodermitis - Haut Bakterien sich leichter festsetzen können (meist Staphylokokken), die sich dann an dem ganzen Prozeß beteiligen und ihn teils auch am Laufen halten. Deshalb ist Ihrer

Tochter immer wieder Salbe verschrieben worden, die auch ein Antibiotikum enthält.

 

Wenn Krusten an einzelnen Stellen im Vordergrund stehen, wäre es auch denkbar, daß ein Herpes-Virus die Immunreaktion mit fördert.

 

Mit dem Schnupfen verhält es sich so: er enthält viele ungesunde Stoffwechselreste und Schlacken, die der Organismus ausscheiden möchte. Wenn dieser über die Haut läuft, reizt das natürlich und die Neurodermitis-Entzündung kommt leichter in Gang mit allen Folgen. Auch durch die ständige mechanische Reizung beim Naseputzen kann das passieren.

 

Eine gute Möglichkeit bei Neurodermitis - wenn Sie dafür offen sind - ist klassische Homöopathie. Mit der sogenannten Konstitutionsbehandlung kann man die Immunreaktion regulieren und mehr Stabilität für den Organismus erreichen.

Nach einem ausführlichen Gespräch bei einem erfahrenen Homöopathen sucht dieser dann das passende Mittel für Ihre Tochter aus.

 

Auf diesem Wege bestehen gute Chancen, die Neurodermitis zu bessern, als auch den Bakterien/Viren das Leben schwerer zu machen.

 

Moment bitte, ich schreibe im nächsten Feld gleich weiter.

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr viele Immunzellen sitzen im Darm. Deshalb kann man bei der Neurodermitis oft Linderung erreichen, indem man die Darmgesundheit unterstützt. Einfache Maßnahmen dazu sind z.B.:

Zufuhr von "guten" Darmbakterien mit Präparaten wie Symbiolact 1/4 Tütchen täglich.

Grüne Heilerde oder Luvos Heilerde, ein- bis mehrmals täglich 1/2 Teelöffel mit reichlich Flüssigkeit, am besten irgendwie untermischen. Dies liefert Mineralstoffe und entgiftet.

 

Die Möglichkeit mit den von mit beschriebenen Präparaten Protopic und Elidel bleibt Ihnen auch noch, denn wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie diese noch nicht gehabt. Es ist aber sehr gut möglich, daß dies nicht nötig sein wird, wenn Sie die vorher genannten Möglichkeiten nutzen.

 

Noch zwei Tipps für akute Entzündungszustände: Krusten lösen sich sehr gut, wenn man nach dem Prinzip "fett-feucht" behandelt. D.h. man macht eine Salbe (etwas fettes), am besten eine antibiotische Salbe auf die Kruste, darüber einen feuchten Umschlag, Wasser genügt. Ein weicher Mull heißt Rondomoll, finden Sie in der Apotheke.

Akute Neurodermitis in jeder Form kann man oft lindern mit Schwarzteeumschlägen: den Tee dazu 20 min ziehen und abkühlen lassen.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

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