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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Guten TagSeit einigen Jahren habe ich (28-jährig, weiblich),

Kundenfrage

Guten Tag Seit einigen Jahren habe ich (28-jährig, weiblich, sehr sportlich, keine Allergien, gesund), weisse Flecken am Stamm. Genauere Beschreibung: unterhalb BH ventral gürtelförmiger Bezirk mit kleinfleckigen Hypopigmentationen und randständig hellbrauner feinschuppiger Haut. Behandlung mit Pevaryl (bereits 2maliger Versuch) und Besuch bei einem Dermatologen brachten keine Diagnose (keine Pityriasis versicolor, lediglich die Diagnose Xerodermie) zu Tage und die Flecken bestehen immer noch. Im Winter teilweise leicht schuppend. Welche Ursache könnten den weissen Flecken zu Grunde liegen, welche Behandlungen kommen in Frage?


Fotos der betroffenen Hautpartie kann ich bei Bedarf senden.


Herzlichen Dank für eine Antwort.

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

Ihrer Ausdrucksweise nach zu urteilen, darf ich annehmen, daß Sie vom Fach sind?

 

Die hellen Flecken lassen differentialdiagnostisch in erster Linie an folgende drei Möglichkeiten denken:

 

Subakute atopische Dermatitis (Neurodermitis), die sich mit hellen statt roten Flecken äußern kann. Dazu würden die bräunlichen Pigmentierungen und Schuppung im Randbereich passen. Ebenso die trockene Haut und die im Winter zunehmende Schuppung.

Unterhalb des BH kann eine Lokalisation sein, bei der die atopische Dermatitis typischerweise durch Schwitzen getriggert wird.

Behandlung wäre hier phasenweise Cortisonsalbe, zur Dauerbehandlung sind die Immunmodulatoren Protopic und Elidel geeignet.

In Zusammenschau all Ihrer Hinweise würde ich diese Variante favorisieren.

 

Vitiligo. Diese kommt oft vergesellschaftet mit Atopie vor, auf die Ihre trockene Haut und winterliche Schuppung hinweist. Bei Unklarheiten wäre eine Histologie anzuraten.

Die Behandlung der Vitiligo ist bekannt schwierig. Hier hat man z.T. Erfolge mit Protopic und Elidel im Off-Label-Use.

 

Die Pityriasis versicolor haben Sie ja offenbar ausschließen lassen. Pilzkultur mittels Tesaabriß wurde durchgeführt? Bei chronisch bestehender, hartnäckiger und schnell rezidivierender Pityriasis versicolor hat man manchmal im Mikroskop nur spärlichen Erregernachweis und muß genau schauen. Hier hilft aber auch die Histologie weiter.

Ggf. Behandlung ex juvantibus mit Batrafen.

 

Eine gleichzeitig bestehende Hypo- und Hyperpigmentierung im Sinne eines chronischen Lichtschadens würde ich in Anbetracht Ihres Alters und der Lokalisation eher ausschließen.

 

Die Fotos können Sie an meine Mailadresse schicken, s. Profil.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Sonst kann mich das Honorar nicht erreichen, das bei Ihnen abgebucht wurde. Danke.

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

 

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.

Etwas Wichtiges ist mir noch in den Sinn gekommen. Während der Pubertät hatte ich jeweils im Sommer eine Sonnenallergie, die sich im Brust- und oberen Bauchbereich zeigte.

Die Fotos habe ich an Ihre Mailadresse gesendet.

Ich hoffe, dass die Hinweise zur Präzisierung der Diagnose führen.

Freundliche Grüsse

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

danke für das Feedback und die Fotos. Das erste ist gut gelungen. Dort ist neben der Aufhellung eine diffuse Rötung sichtbar, was für eine Immunreaktion im Sinne des subakuten Ekzems spricht. Die bräunlichen Pigementierungen zwischen den aufgehellten Bezirken kommen nicht stärker rüber als die übrige, nicht betroffene Bauchhaut. Von der Ausdehnung her scheint der Befund aber doch noch etwas weiter nach abwärts zu reichen, bis zur Hüfte, wo wie es auf dem Foto aussieht.

 

Die Sonnenallergie ist letztlich ja auch ein Ausdruck der genetischen Disposition in Richtung Atopie und Ausprägung allergischer Reaktionen. Insofern stützt sie meine These Richtung atopische Dermatitis.

Sollten Sie im Winter regelmäßig ins Solarium gehen und sich im Sommer gern sonnen, kann natürlich auch jetzt eine lichtallergische Komponente beteiligt sein.

 

Ich würde Ihnen zu einer histologischen Sicherung mittels Probeexcision raten. Diese kann man unauffällig an der Flanke vornehmen. Ohnehin ist die Narbe meist kaum sichtbar. Nach den Bildern und dem Gesamteindruck denke ich weiter in erster Linie an subakute atopische Dermatitis, möglicherweise auch Vitiligo bzw. eine Kombination aus beidem.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

 

 

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