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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

habe angeblich Ekzem:1) in den Ohren seit Jahren immer wieder

Kundenfrage

habe angeblich Ekzem:1) in den Ohren seit Jahren immer wieder akut mit starkem Juckreiz, ev schmerzhaft durch Entzündung/Kratzen
2)seit einigen Wochen im After, auch mit starkem Juckreiz
3)seit 1/2 Wochen im Gesicht, hat mit leichtem Jucken begonnen, dann rötlich mit Wimmerlähnlichen Punkten im Kinnbereich (wird jetzt mit Kortisonsalbe behandelt), sonstiger Juckreiz im Gesicht vor allem Augenbrauen/Haaransatz usw.
4)hab beobachtet dass meine Kopfhaut seit 2 Jahren, eigentlich nur im Sommer extrem juckig wird, vor allem beim Schwitzen
wichtigste Frage:ob's stimmt das Ekzem nicht infektiös ist?
ob diese verschiedenen Ekzemsymptombereiche bei mir ev zusammenhängen; eine psychisch/diätische Ursache haben?
Welche Naturmittel gut sind zur Heilung;z.B.Homöopathie od. Hausmittel sowie Salzbäder für Ekzem im After, zum Beispiel?
Wie ich mich ev schützen kann, vorbeugende Massnahmen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Abend,

 

alle vier von Ihnen beschriebenen Punkte passen zum Ekzem, auch Neurodermitis genannt.

Die Neurodermitis kann sehr viele verschiedene Erscheinungsformen haben, Gehörgansekzem und Analekzem gehören dazu. Juckreiz ausgelöst durch Schwitzen ist ganz typisch für die Neurodermitis. Auch Juckreiz ohne Hautveränderungen kann auftreten.

 

Schulmedizinisch behandelt man meist mit Cortison. Es gibt seit einigen Jahren aber auch cortisonfreie Neurodermitispräparate, die das Immunsystem spezifischer beeinflussen. Sie sind zur Dauerbehandlung geeignet, weil sie nicht die Nebenwirkungen des Cortisons entfalten. Je nach Trockenheitsgrad stehen Protopicsalbe und Elidelcreme zur Verfügung. Salbe ist fetter als Creme. Im Analbereich verwendet man am besten Salbe, da diese tiefer eindringt. Ansonsten soll man bei frischen Entzündungen nicht zu fett behandeln, damit die Haut unter der Fettschicht nicht abgeschlossen wird.

 

Bei den Gehörgängen ist die Behandlung etwas problematisch, da Einbringung von Creme ungünstig ist. Positive Erfahrungen habe ich mit Calendula Urtinktur (WALA oder WELEDA) gemacht. Sie können entsprechend der Beschreibung auf dem Beipackzettel verdünnen und die Gehörgänge damit spülen.

 

Schwarzteeumschläge (20 min ziehen und abkühlen lassen) lindern den Juckreiz und die Entzündung recht gut, das geht auch mit Läppchen im Analbereich.

 

Wenn die Haut trocken ist, sind medizinische Pflegecremes oft auch schon lindernd, z.B. Dermatopbasiscreme. Man kann sie auch als Ergänzung zu den Cremes mit Arzneimitteln benutzen.

 

Gegen Juckreiz können zusätzlich Heuschnupfentabletten wie Loraderm oder Cetirizin wirksam sein.

 

Wenn Salzbäder Ihnen gut tun, können Sie diese ruhig machen, im akuten Stadium brennt es manchmal. Das müssen Sie sich nicht antun.

 

Die Neurodermitis beruht auf Veranlagung. Ob sie ausbricht, hängt von verschiedenen einwirkenden Faktoren ab. Diese können sein:

 

Streß, Anspannung, seelische Probleme

 

Infekte, internistische Erkrankungen

 

Medikamente

 

Nahrungsmittel, als allergische oder stoffwechselbedingte Reaktion

 

Zu den Möglichkeiten aus dem ganzheitlichen/naturheilkundlichen Bereich:

 

Konstitutionsbehandlung beim klassischen Homöopathen kann hilfreich sein.

 

Da Haut und Darm eng zusammenhängen, sind Maßnahmen für die Unterstützung der Darmgesundheit sehr oft hilfreich. Z.B. Unterstützung der Darmflora mit Präparaten wie Symbiolact 1 Tütchen täglich.

Eine einfache Maßnahme zur Entgiftung des Darmes und Zufuhr von Mineralien ist Grüne oder Luvos Heilerde, mehrmals ein Löffel täglich, mit reichlich Flüssigkeit.

 

Grundlagenwissen zur Darmgesundheit finden Sie in dem Büchlein: Robert Gray - Das Darmheilungsbuch, es enthält auch eine gute praktische Möglichkeit.

 

Da durch unseren zivilen Lebensstil die "berühmte" Übersäuerung gefördert wird und diese wiederum die Neurodermitis forciert, ist Schaffung eines basischen Milieus im Körper oft lindernd. Dazu gehört basenbildende Ernährung, d.h. 80% basenbildend essen. Wenn Sie den Begriff googeln, finden Sie Lebensmitteltabellen und Infos. Oft reicht es bei Neurodermitis aus, wenn man den raffinierten Zucker, raffiniertes Mehl, Kuhmilchprodukte und andere starke Säurebildner wegläßt. Das muß man individuell ausprobieren.

 

Stark basisch sind Spirulina-Algen.

 

Lohnend kann auch die Bestimmung der IgG-vermittelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein, da diese über eine Reizung des Darmes die Haut negativ beeinflussen können. Näheres finden Sie auf www.symbiopharm.de . Dies fällt in den Bereich der Naturheilkunde.

 

Im Gegensatz dazu gibt es auch die IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien, die der Hautarzt mit dem sogenannten Pricktest herausfinden kann.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

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Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Sonst kann mich das Honorar nicht erreichen, das bei Ihnen abgebucht wurde. Danke.

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

 

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

Sie haben meine Antwort gelesen, aber noch nicht akzeptiert. Bestehen noch Unklarheiten, wünschen Sie weitere Informationen?

Wenn nicht, darf ich Sie bitten, meine Antwort gemäß den Geschäftsbedingungen von Just Answer zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann