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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, ich habe noch eine Frage. Das klingt jetzt vielleicht

Kundenfrage

Hallo, ich habe noch eine Frage. Das klingt jetzt vielleicht etwas blöd, aber ich hatte eigentlich geplant nächstes Jahr nach Spanien zu ziehen, weil ich dort auch aufgewachsen bin, und jetzt hab ich ein wenig Angst, da ja dort die UV-Intensität doch stärker ist und ich viele Lerberflecken / Muttermale hab (so 80-100, die meisten sehr klein und hell, drei ungewöhnliche wurden entfernt und waren nicht dyplastisch). Mein Hautarzt ist da ein wenig locker bei dem Thema, und meinte, dass man gar nicht so genau weiß ob Melanome von UV-Strahlung kommen, und meine drei entfernten Muttermale ja nicht dyplastisch waren. Außerdem meinte er, das eine regelmäßige maßvolle Besonnung güntiger für die Haut ist, als das sehr wechselhafte Klima in Deutschland. Aber wie gesagt, der ist da auf dem Gebiet glaube ich etwas zu locker, vor allem für einen Hautarzt.

Was ist Ihre Meinung, ist ein Leben in Spanien, wenn man sich an die Grundregeln, sprich, keine Mittagssonne, Kleidung, Sonnencrem, usw. Menschen mit vielen Muttermalen abzuraten?

Danke
Mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Abend,

 

die Muttermale sollten Ihre Entscheidung nicht beeinflussen. Sie haben recht, wenn Sie die Grundregeln, die Sie ja bereits sehr gut kennen, einhalten, schrauben Sie Ihr Melanom-Risiko auf ein Minimum herab. Die Kleidung soll möglichst hell sein, denn diese reflektiert das Licht wieder weg.

 

Es ist richtig, daß der Zusammenhang zwischen der Entstehung von schwarzen Hautkrebsen und Sonnenlicht gar nicht so gesichert ist wie beispielsweise bei den weißen Hautkrebsen.

 

Mit der hohen Anzahl von Muttermalen haben Sie natürlich ein höheres Risiko.

Dennoch ist Ihr Wunsch, Spanien als Lebensmittelpunkt zu wählen, schwerwiegender. Das klingt für mich nicht blöd, sogar völlig verständlich, wenn Sie dort schon aufgewachsen sind. Das ist meiner Ansicht nach etwas, was Priorität haben sollte. Angst ist ein schlechter Berater. Wenn Sie sich diesen Wunsch versagen, nur aus Angst vor schwarzem Hautkrebs, schleicht sich das etwas Ungutes ein, denn Sie würden wahrscheinlich unzufrieden werden.

 

Wenn es einem Menschen gut geht, ist auch das Immunsystem viel stärker. Das hat Bedeutung für die Funktion der Reparaturmechanismen der Zellen, die verhindern, das Krebs entsteht. Wenn Sie schon wissen, daß Sie sich in Spanien wohler fühlen, ist dies ein Faktor, den Sie nicht unterschätzen sollten, auch für die Gesundheit.

 

Aus diesem Grund ist übrigens auch das absolute Verbot von Solarium aus Sorge vor schwarzem Hautkrebs Ansichtssache. Zwar paßt es zum Berufsbild eines Hautarztes, aber das UV-Licht hat hohen Wert für die Psyche, und über die Psychoneuroimmunologie wirkt es sich wiederum positiv aus. Das hat etwas von dem Grundsatz "alles in Maßen...".

 

Die Tatsache, daß die entfernten Muttermale bei Ihnen nicht dysplastisch waren, vermindert Ihr Risiko für schwarzen Hautkrebs wieder, das ist auch richtig bemerkt von Ihrem Hautarzt. Man hat festgestellt, daß schwarze Hautkrebse häufiger entstehen, wenn dysplastische Nävi in der Anamnese gehäuft vorkommen.

 

Sie sind selbst so überlegt und sorgfältig, daß Sie kaum in der Gefahr stehen dürften, durch Leichtsinn Sonnenbrände zu riskieren, die ein Melanom fördern können.

 

Mit der regelmäßigen Besonnung meinte Ihr Hautarzt sicher folgendes: eine gebräunte Haut hat einen größeren Schutz vor UV-Schäden als helle. Da können Sie einen gewissen Level erreichen, wenn Sie vorsichtig immer etwas Sonne an die Haut lassen.

 

Wenn Sie die Muttermale regelmäßig vom Hautarzt kontrollieren lassen, haben Sie hohe Sicherheit, keine behandlungsbedürftige Veränderung zu übersehen.

 

Dann wünsche ich guten Umzug und alles Gute in Spanien!

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Danke.

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

 

 

 

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für die nette Antwort. Bei mir ist halt die Sache, wenn ich auch am Nachmittag nur eine Stunde bei Sonne unterwegs bin, bin ich schon so braun wie die meisten nach 2 Wochen Mallorca (meine Mutter ist Puertoricanerin), und laut diesen ganzen Hautkrebs Websites, ist man ja nur gesund wenn man vollkommen blass ist. Naja ich glaube ich habs jetzt begriffen mass voller umgang mit der sonne und gesund ernähren, mehr kann man auch nicht machen :-)
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, bitte, gern geschehen.

 

Wenn Ihre Mutter Puertoricanerin ist, sieht es bei Ihnen schon wieder ganz anders aus, weil Ihre Haut ja dann schon genetisch bedingt viel mehr geschützt ist als bei den sogenannten Weißen. Dies ist absolut von Vorteil, wenn Sie in Spanien leben möchten, oder auch sonst irgendwo in einem sonnigen Land.

Insofern können Sie sich freuen, wenn Sie schnell braun werden. Die braune Hautfarbe ist ja der Schutz, den die Natur für die Haut gegen das Sonnenlicht geschaffen hat.

 

Daß man nur mit blasser Haut gesund ist, stimmt so nicht. Das entspringt der Vorstellung, daß keine Gefahr für Hautkrebs bestünde, wenn man immer im Zimmer sitzt. Das Problem ist nur: dabei würde man vergessen zu leben!

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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