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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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Hautaerztin ist jetzt online.

Ich leide seit drei Wochen an einem juckenden Ausschlag am

Kundenfrage

Ich leide seit drei Wochen an einem juckenden Ausschlag am ganzen Körper, bekomme außerdem jeden Abend starke Gelenkschmerzen, geschwollene Fußsohlen und geschwollene Finger. Hatte vor ca. 4 Wochen eine Histaminvergiftung und habe seit dem meine Ernährung gänzlich umgestellt. Woher könnten der Ausschlag und die Schmerzen kommen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

wie sieht der Ausschlag aus? Haben Sie Quaddeln (wie wenn man in die Brennesseln gefallen wäre?)? Größere rote Flecken oder kleine rote Punkte/Knötchen? Gibt es Schuppen? Haben Sie eine Creme benutzt?

Kam die Histaminvergiftung durch Lebensmittel? Was meinen Sie mit Ernährungsumstellung? Ich nehme an - histaminarm?

 

Hatten Sie sonst in letzter Zeit eine Erkrankung, Infekt o.ä.?

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja es sind Quaddeln, habe habe "Nesselsucht" gegoogelt, genauso sieht es aus. Schuppen habe ich nicht. Manchmal sind es großflächige Quaddeln, manchmal nur rote Punkte- wie Mückenstiche. Eine Creme habe ich auch nicht benutzt.

Es wird vermutet, dass die Histaminvergiftung durch Lebensmittel kam, jedoch wirklich von einem Arzt festgestellt wurde es nicht, nur vermutet. Hatte nach Silvester Juckreiz auf der Kopfhaut, nach und nach bekam ich Schwellungen im Gesicht, Augen, Lippen, Ohren, und einen Ausschlag hatte ich im Gesicht. Ich bekam eine Kortisoninfusion und danach Urbason.

Die Quaddeln am Körper und die Schmerzen kamen erst einige Tage später.

Ja ich habe auf histaminarme Ernährung umgestellt. Ernähre mich seit dem sehr gesund - Vollkornprodukte, Gemüse usw.

Eine Erkrankung oder einen Infekt hatte ich nicht wissentlich.

Ist es möglich, dass mein Körper entgiftet und der Ausschlag und die Schmerzen daher kommen?

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für das Feedback. Ich habe noch Sprechstunde, melde mich wieder heute später am Abend. Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

es sind verschiedene Entstehungsmechanismen Ihrer Beschwerden möglich.

 

Den Begriff Histaminvergiftung verwendet man in mehreren Zusammenhängen:

 

Einmal kommt diese zustande nach Verzehr von altem, unsachgemäß gelagerten Fisch, in dem sich durch Bakterien größere Mengen biogener Amine entwickeln konnten. Sie würden sich sicher erinnern, wenn Sie speziell Fisch gegessen hätten.

Ich halte dies auch für unwahscheinlicher, da so etwas plötzlich nach der Fischmahlzeit kommt und nicht sich so nach und nach schleichend entwickelt wie bei Ihnen.

 

Das zweite ist die Histaminintoleranz, d.h. man nimmt größere Mengen Histamin zu sich als der Körper abbauen kann. Wenn zum Verzehr histaminreicher Lebensmittel eine verminderte Aktivität des Enzyms DAO (Diaminooxidase), das Histamin im Körper abbaut, kommt, entstehen auch die Symptome, die durch ein Zuviel an Histamin ausgelöst werden.

 

Aufgrund Ihrer Schilderung halte ich dies eher für möglich. Die Histaminintoleranz kann man nachweisen mit Bestimmung der DAO im Blut und einem Atemtest.

Die Symptome der Hinstaminintoleranz sind extrem vielfältig. Alle, die Sie aufgeführt haben, passen dazu, einschließlich der Gelenkschmerzen.

Es hätte sich Besserung einstellen müssen nach Umstellung auf histaminarme Kost.

Behandeln kann man begrenzt mit Ersatz des Enzyms DAO und Antihistaminika, das sind "Allergietabletten", kein Cortison. Das wesentliche ist aber die Ernährungsumstellung.

Wenn Sie Ansprechpartner benötigen: kompetente finden sie in der allergologischen Sprechstunde einer großen Hautklinik.

 

Ich notiere Ihnen einige Internetadressen, wo Sie Näheres zur Histaminnintoleranz finden:

 

www.histaminintoleranz.ch

www.nahrungsmittel-intoleranz.com

www.medizininfo.de

www.symptome.ch

www.nahrungsmittel-klarheit.de

 

Ganz wesentlich erscheint mir aber, die Diagnose überhaupt zu hinterfragen.

Wie kam man auf Histaminvergiftung? War dies überhaupt nur eine Vermutung, wenn ich Ihr Feedback richtig verstehe?

 

Viel näherliegend ist folgendes:

 

Sie können ein Quincke-Ödem (das sind die Schwellungen, die Sie im Gesichtsbereich haben/hatten) und eine Quaddelsucht bekommen haben, ganz unabhängig vom Thema

Lebensmittel und Histamin.

Diese beiden Krankheitsbilder liegen nahe beieinander und treten häufig gemeinsam auf.

Wenn das Cortison für 12 - 24 Stunden eine Linderung brachte, wäre dies ein Hinweis, daß es eher in diese Richtung gehen könnte.

Vielleicht wurde der Begriff Histaminvergiftung auch gebraucht, weil bei diesen Erkrankungen Histaminfreisetzung im Körper eine Rolle spielt und daher ähnliche Bilder entstehen.

 

Die beiden Erkrankungen können als infektallergische Reaktion auftreten. Denkbar wäre z.B., daß sie eine Gelenkentzündung haben, die durch Bakterien (z.B. Streptokokken) bedingt ist, die die Ursache für die Hautveränderungen ist. Die Hautveränderungen können auch vor der Ursache sichtbar werden, wie z.B. bei Ihnen die Schwellungen vor den Gelenkschmerzen. Es würde sich um eine Reaktion des Immunsystems auf Krankheitserreger handeln.

 

Es gibt weitere ursächliche Möglichkeiten, oft findet man auch keine speziellen Ursachen, weil das Ganze sehr häufig auch streßbedingt auftritt.

 

Angezeigt ist auf jeden Fall eine gründliche Diagnostik, um dies abzuklären. Am besten geeignet ist wiederum eine Hautklinik, ggf. in Zusammenarbeit mit der Inneren Medizin.

 

Bitte entschuldigen Sie die Verspätung, die Sprechstunde ging gestern lange.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.