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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

sehr gut ,dann, erst mal guten tag, ich bin eine frau und bin

Kundenfrage

sehr gut ,dann, erst mal guten tag, ich bin eine frau und bin 57 jahre alt.mein problem ist schon 20 jahre alt und ich bekomme keine hilfe ausser blöde sprüche.angefangen hat es im stirn bereich und nun ist der ganzen oberkopf nur noch flaum oder garnichts,schwer zu beschreiben.wenn man mich sieht ist es unverständlich warum ich so aussehe und deshalb trage ich seit neuem ein tuch,denn eine perücke kann ich mir nicht leisten also halt eine die mann nicht von 10 km weit schon erkennt,natürlich verstecke ich mich und vermeide es das man mich erkennt.ich eürde so gern mal wieder unter menschen gehen und auch in lokale aber das ist unmöglich so. solange mein kind noch im hause war habe ich es verdrängt da er auch nicht verstehen konnte warum ich so aussehe. nun hat er auch ene wohnung und versorgt sich selber,sei 1999 nehme ich antidepresiva,das hilft mir nich durchzudrehen aber mein problem ist nich geschmälert,meine frage was soll ich tun und wo soll ich hin?würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte.mfg katharina
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

Haarausfall ist oft schwierig zu behandeln, umso mehr, je länger er besteht. Das muß ich erst einmal vorausschicken, um keine unrealistischen Hoffnungen zu wecken.

 

Die Form, die Sie beschreiben, bei der das Haarkleid am Oberkopf deutlich dünner ist als in den anderen behaarten Bereichen, ist veranlagungsbedingter Haarausfall, oft bedingt durch die hormonelle Situation. Dabei hat man aber meist keine veränderten Hormonspiegel, sondern lediglich eine genetisch bestimmte erhöhte Aktivität eines Enzyms, das das männliche Hormon Testosteron in der Haut bearbeitet und in eine aktiv wirksame Form überführt. Das ist für die Glatzenbildung bei Männern verantwortlich und die von Ihnen beschriebene Form ist das Pendant bei Frauen.

 

Das ist nicht einmal als schwerwiegende Erkankung anerkannt, so daß die Krankenkassen die Medikamente dafür nicht bezahlen. Es gibt dafür Regainelösung 2%, die man 1 x täglich einmassiert. Diese hilft oft gut, zum Teil wachsen die Haar wieder nach, es dauert aber ca. 3 Monate, bis das sichtbar wird, und man muß die Lösung ständig anwenden. Die Kosten liegen bei ca. 60 Euro für drei Monate.

Allerdings zahlt die Krankenkasse die Perücke, aber das Thema kennen Sie ja schon genauestens, wie ich Ihren Zeilen entnehme.

 

Alles was man unterstützend machen kann, übernimmt die Krankenkasse auch nicht, und es gibt keine Garantien, daß es hilft.

 

Die Überlegungen dabei sind aber folgende: Der Haarausfall hat ja mehrere Komponenten, neben der Veranlagung immer auch Umwelteinflüsse. Diese bestimmen oft erheblich mit, inwieweit sich eine Veranlagung ausprägt. Die Haarwurzeln sind sehr empfindlich, sie können eine Art Indikator darstellen, wie der Zustand des Körpers ist.

 

Wenn viele Schadstoffe (Schlacken) in den Zellen abgelagert sind, kann man dem mit Maßnahmen zur Entgiftung und zur Vermeidung von Übersäuerung begegnen:

Ich zähle Ihnen einige preiswerte auf:

 

Basenbildende Ernährung. Diese hilft ein basisches Milieu im Körper zu schaffen, was gesund ist, im Gegensatz zum sauren, das wir üblicherweise haben.

Im Internet finden Sie dazu viele Informationen, auch Tabellen, welche Lebensmittel basen- und welche säurebildend sind. Man soll 80% basenbildende essen.

 

Viel stilles Wasser trinken oder Kräutertees zum Ausschwemmen der abgelagerten Schlacken.

 

Grüne Heilerde enthält viele Mineralstoffe und hilft entgiften, die gibt es bei www.green-valley.de kiloweise, das wird preiswert.

 

Den Darm untersützten mit Hylak plus acidophilus, besser noch Darmsanierung, z.B. mit Symbiolact. Wie man das selbst günstig machen kann, finden Sie in dem kleinen Büchlein "Robert Gray - Das Darmheilungsbuch".

 

Daß fehlende Haare Depressionen auslösen können, ist auch klar. Ich möchte in dem Zusammenhang aber noch einen weiteren kleinen Denkanstoß geben:

 

Andere Menschen reagieren oft komisch. Aber man muß das eigene Selbstwertgefühl nicht unbedingt von Reaktionen der anderen Menschen abhängig machen. Der Mensch besteht nicht nur aus Äußerlichkeiten. Wer ein solches Problem hat wie Sie, hat damit auch gleichzeitig ein Übungsfeld, wie man sich von der Meinung anderer unabhängig macht und sich auch selbst schätzen lernt, unabhängig von der Menge der Haare. Das gehört zu einem Menschen, andere sind durch Unfälle o.ä. entstellt. Es geht darum, zu lernen, damit zu leben, ohne sich das Leben davon vermiesen zu lassen.

 

Haben Sie schon einmal überlegt, was Sie gut können, an welchen Punkten Sie gut zurechtkommen und das in Relation zum Haarausfall gesetzt? Wie schwer wiegt der Haarausfall dann wirklich?

Psychosomatisch gesehen stehen Haare für die eigene Kraft. Spüren Sie diese noch?

 

Die Menschen, denen wirklich etwas an Ihnen liegt, werden die Kontakte nicht von der Menge der Haare abhängig machen.

 

Ich schreibe das, weil die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt sind. Zwar kann man tun, was möglich ist, aber darüber hinaus sind eher die Möglichkeiten gefragt, wie man mit dem Haarausfall zurecht kommt.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

 

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

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Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann